70. Internationale Filmfestspiele Berlin 2020

Berlin lädt zum 70. Mal zu den internationalen Filmfestspielen. Der legendäre Jeremy Irons hat den Jury-Vorsitz und darf mit seinen Kolleginen und Kollegen aus 18 Filmen einen Gewinner für den Goldenen Bären aussuchen. Darunter sind neue Filme von Christian Petzold (Undine), Kelly Reichardt (First Cow) und Sally Potter (The Roads Not Taken), sowie der Schweizer Beitrag (Schwesterlein). OutNow.CH wird in die Tasten hauen, damit auch, die es nicht in die Berliner Kälte geschafft haben, wissen, was läuft.

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Toller iranischer Film «There Is No Evil» gewinnt Berlinale 2020

Was ist denn mit den Filmfestivals dieser Welt los?! Nach Cannes («Parasite») und Venedig («Joker») hat auch die Berlinale tatäschlich einem der besten Filme den Hauptpreis gegeben.

Berlin Alexanderplatz

Der Klassiker von Alfred Döblin wurde neuaufgelegt. Dieses Mal spielt die Geschichte in der heutigen Zeit und dreht sich um einen afrikanischen Flüchtling. Das ist ein ganz grosses deutsches Kino.

There Is No Evil - Sheytan vojud nadarad

Der iranische Regisseur und Drehbuchautor Mohammad Rasoulof kritisiert in seinem neusten Film das Regime in seiner Heimat. Was genau damit gemeint ist, ist ein Spoiler für diesen gelungenen Film.

Irradiés

Die Gräueltaten, welche Menschen vor allem in Kriegszeiten einander antun, sind das Thema im Essayfilm von Regisseur Rithy Panh. Das ist «heavy» - aber auch ein bisschen zu «artsy-fartsy».

Police

Drei Cops überlegen sich, einen Asylbewerber laufen zu lassen, den sie eigentlich für die Abschiebung zum Flughafen bringen sollen. Klingt interessant, ist jedoch weder spannend noch dramatisch.

DAU. Natasha

Auf einer Fläche von 12'000 Quadratmetern liess der russische Regisseur Ilya Khrzhanovskiy ein totalitäres System nach sowjetischem Vorbild simulieren. Dabei entstand auch dieser toughe Film.

Domangchin yeoja

Hong Sang-soo lässt auch in seinem neusten Film die Leute wieder über Alltägliches und Banales quatschen. Neue Fans wird der südkoreanische Regisseur mit diesem Film definitiv nicht gewinnen.

Shirley

Die Autorin Shirley Jackson hat es tatsächlich gegeben. Die im Film gezeigte Geschichte ist jedoch erfunden. Warum es genau deshalb ein faszinierendes Biopic geworden ist, erfährt ihr in der Kritik.

Days - Rizi

Mit den Filmen von Tsai Ming-liang ist es so eine Sache. Der Regisseur ist bekannt dafür, minutenlang ohne Dialog auf Einstellungen zu verharren. Warum dies nicht ohne Reiz ist, lest ihr hier.

Time to Hunt - Sanyangeui sigan

Neben vielen Arthouse-Filmen hat es auch ein südkoreanischer Actioner in das Line-up der 70. Berlinale geschafft. Da mussten wir natürlich sofort hin - und wurden bestens unterhalten.

Siberia

Abel Ferrara lässt in seiner sechsten Zusammenarbeit mit Willem Dafoe den Hollywoodstar durch unterschiedliche Landschaften stolpern. Was hätte fasziniernd sein können, ist jedoch nur langweilig.

Volevo nascondermi

Schon mal was von Antonio Ligabue gehört? Das war ein in der Schweiz geborener Künstler, der jedoch dann in Italien Erfolge feiern konnte. Das Biopic über ihn ist jedoch kein Erfolg.

The Roads Not Taken

Javier Bardem spielt einen Demenzkranken, Elle Fanning seine aufopfernde Tochter. Ein bewegendes Drama, dessen Regisseurin Sally Potter einen ganz persönlichen Bezug zum Thema hat.

Favolacce

In diesem Gesellschaftsdrama aus der Vorstadt von Rom machen sich Familien gegenseitig das Leben zur Hölle. Weshalb sich dies anzuschauen lohnt, lest ihr in unserer Review.

Gunda

In traumhaft schönen Schwarz-Weiss-Bildern und gänzlich ohne Voiceover wird hier das Leben von Schweinen gezeigt und was die so den lieben langen Tag treiben. Herzig, stimmt aber auch nachdenklich.

Pinocchio

2002 führte Roberto Benigni Regie und übernahm gleichzeitig die Hauptrolle in seinem Film «Pinocchio». In dieser Neuverfilmung spielt er nun Gepetto. Ob dabei ein besserer Film herauskommen ist?

Funny Face

Im neuesten Film von Tim Sutton geht es um eine arme Seele, die maskiert gegen die ihr zustossende Ungerechtigkeit kämpft. Dabei ist die Arthouse-Version von Todd Phillips' «Joker» herausgekommen.

Never Rarely Sometimes Always

Im neusten Film von Regisseurin Eliza Hittman reist eine 17-Jährige für eine Abtreibung nach New York. Weshalb dies trotz des schweren Themas Hoffnung gibt, verrät unsere Kritik.

Schwesterlein

Die beiden Westschweizer Regisseurinnen Stéphanie Chuat und Véronique Raymond haben auf Hochdeutsch gedreht! Sie erzählen in ihrem Film von einem zusammenhaltenden Geschwisterpaar.

All the Dead Ones - Todos os Mortos

Ein Historiendrama, für das die beiden Regisseure Caetano Gotardo und Marco Duta auch das Drehbuch verfassten. Er spielt in der Zeit des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert in Brasilien.

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