Das Sundance-Tagebuch von OutNow - Tag 3: Midnights? Me not!

Auch am Sundance Film Festival gibt es eine Midnight Section! Doch der Jetlag-geplagte Korrespondent verschläft die Geisterstunde für Horror- und Gruselfilme kontinuierlich.

Das wichtigste Arbeitsgerät an einem Filmfestival hat die Zeitverschiebung schon drauf. Der Mensch dahinter noch nicht. © OutNow/rm

Die grossen Filmfestivals verköstigen Fans von Genre- und Gruselfilmen gerne zur nachtschlafender Stunde. Toronto, die Berlinale und öfters auch die Piazza Grande in Locarno zeigen in der sogenannten Midnight Section Filme, bei denen sich die Programmierer des Neuchâtel International Film Festivals - und wohl auch ein grosser Teil der OutNow-Leserschaft - eher die Finger lecken als die Augen verdrehen.

Auch Sundance hält diese Traditon aufrecht und programmiert für die Geeks den Okkultismus-Brüller Onyx the Fortuitous and the Talisman of Souls, einen Kinderzombie-Film namens Birth/Rebirth oder den Surrealen Grusler Infinity Pool um Mitternacht. Gerne wäre auch der Korrespondent dabei, wenn richtiges Publikum die Filme zum Gaudi werden lässt und mitgeht, mitgröhlt, mitklatscht.

Zumindest die ersten Tage in Park City ist daran allerdings nicht zu denken. Die Zeitverschiebung fordert ihren Tribut. Zwar hält man schon kurz nach der Anreise aus Europa bei den Weltpremieren aus den ernsteren Sektion morgens um 9 Uhr frohgemut mit - aber nach 23 Uhr ist an dunkle Kinosäle nicht mehr zu denken. Ab dann will der Körper nur noch Augenlider von innen betrachten.

Die Midnight Section muss auf die Online Screener warten.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom blue TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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