Die Geheimtipps vom Allianz Cinema 2022: Ein Bilderrausch, besoffene Lehrer, der beste Film vom letztjährigen ZFF und noch viel mehr

Am 21. Juli öffnet am Zürichhorn das Allianz Cinema seine Tore. Neben Blockbustern wie «Top Gun» und «Elvis» lockt der Openair-Event aber auch mit vielen Geheimtipps, die man nicht verpassen sollte.
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Spannend wie ein Thriller: «Boiling Point» mit Stephen Graham © Ascot Elite

Boiling Point

Worum geht es?

Andy hat als Sternekoch nicht nur mit dem Qualitätsdruck eines angesehenen Restaurants zu kämpfen, sondern muss gleichzeitig auch seine eigenen privaten Probleme bewältigen. Doch alles zusammen führt zu einer Anspannung in der Küche, welche immer mehr vor der Eruption steht.

Deshalb nicht verpassen:

Mit Boiling Point verlängert Regisseur Philipp Barantini seinen gleichnamigen One-Take-Kurzfilm auf einen 90-minütigen Film und beeindruckt mit einem spannend inszenierten und sehr interessanten Einblick in die Arbeitskultur eines Haute-Cuisine-Restaurants. Dass der ganze Film ohne Schnitt aufgenommen wurde, beeindruckt umso mehr, als dass die tollen Schauspieler oftmals auch auf ihre Improvisationskünste setzen mussten. Ein Must-Watch für jeden Filmgourmet, dessen sämtliche Screenings am letztjährigen Zurich Film Festival restlos ausverkauft waren - und für Begeisterung sorgten.

Zu sehen am:

© Ascot Elite

Soul of a Beast

Worum geht es?

Grossstadtdrama um einen sehr jungen Vater, der sich in die beste Freundin seines Kumpels verliebt - und sich mit dieser in ein rauschhaftes Abenteuer stürzt.

Deshalb nicht verpassen:

Seine Weltpremiere feierte der Film im Wettbewerb von Locarno und lief danach auch ziemlich erfolgreich auf vielen weiteren Filmfestivals auf der ganzen Welt. Anfang des Jahres wurde das mit Luna Wedler und Ella Rumpf toll besetzte Werk zudem acht Mal für den Schweizer Filmpreis nominiert - ein neuer Rekord. Gewonnen hat der Film an Ende vier Preise, darunter jenen für den besten Hauptdarsteller. Ein mitreissender Streifen und die Amour fou auf der Leinwand ist eine grosse Liebeserklärung ans Kino. Emotional, opulent und trotz viel Züri-Groove sehr international, sodass man glatt vergisst, dass man einen Schweizer Film schaut.

Zu sehen am:

© Ascot Elite

Ich bin dein Mensch

Worum geht es?

Um Fördermittel für ihre Forschungsarbeiten zu bekommen, erklärt die Wissenschaftlerin Alma sich zu einem Experiment bereit. Sie soll drei Wochen lang mit einem humanoiden Roboter namens Tom zusammenleben, dessen Mission es ist, sie glücklich zu machen.

Deshalb nicht verpassen:

Eine kleine Überraschung! Maria Schraders urkomische Tragikomödie gefällt dank eines lockeren Tons und grandiosen Schauspielern, allen voran Dan Stevens, der als humanoider Roboter Tom schlichtweg zum Schiessen/Verlieben ist. Ein waschechter Feel-Good-Crowdpleaser, der mit seinen ethischen Fragen zum Thema Roboter unterhält, berührt und immer wieder zum Lachen einlädt. Maren Eggert gewann für ihre Hauptrolle an der Berlinale 2021 den Preis für die beste schauspielerische Leistung.

Zu sehen am:

  • Donnerstag, 28. Juli um 21:30 im Allianz Cinema Zürich - zu den Tickets
© Filmcoopi

El Buen Patron

Worum geht es?

Julio Blancos (Javier Bardem) Waagen bringen ihm ein Vermögen ein. Daher tut er alles, um das Image seines Betriebs blitzsauber zu halten. Doch gerade jetzt, als er kurz davorsteht, einen wichtigen Business-Award zu gewinnen, gerät seine Firma in Turbulenzen. Blanco zieht alle Register, um die Wogen zu glätten.

Deshalb nicht verpassen:

Bardem brilliert in dieser gut getakteten und überspitzten Komödie, die die Doppelbödigkeit des blankpolierten Images ausleuchtet und subtil das Bedenkliche am Begriff «Work-Life-Balance» vor Augen führt. Eine auch poetisch gelungene Studie über das Führen einer Firma, die mit sechs Goyas (das spanische Äquivalent zum Oscar) ausgezeichnet wurde.

Zu sehen am:

  • Donnerstag, 21. Juli um 21:40 im Allianz Cinema Zürich - zu den Tickets
  • Sonntag, 14. August um 21:10 im Allianz Cinema Basel - zu den Tickets
© Pathé Films AG

Drunk

Worum geht es?

Es gibt die Theorie, dass der Mensch mit 0.5 Promille zu wenig auf die Welt gekommen ist. Mit einem leicht erhöhten Pegel würden die Probleme kleiner und die Kreativität steigen. Vier Lehrer wollen das überprüfen und versuchen, während der Arbeit ständig die besagte Menge an Alkohol intus zu haben.

Deshalb nicht verpassen:

Der differenzierte Umgang mit dem Thema Alkohol sowie ein tolles, vom grossartigen Mads Mikkelsen angeführtes Schauspieler-Ensemble machen Drunk zu einem unterhaltsamen Rausch von einem Film - ohne Kopfschmerzen am Morgen danach. Regisseur Thomas Vinterberg gewann für seinen Film den Oscar für den besten internationalen Film 2021.

Zu sehen am:

© Pathé Films AG

The Electrical Life of Louis Wain

Worum geht es?

Louis Wain (Benedict Cumberbatch) lebt in seiner eigenen Welt auf einem Anwesen mit seinen Schwestern. Als er Emily (Claire Foy), die Gouvernante im Haus kennenlernt, spüren sie so viel Elektrizität, dass sie heiraten. Dunkle Wolken ziehen aber am Horizont auf. Um Schicksalsschläge zu verarbeiten, malt er Katzen.

Deshalb nicht verpassen:

Regisseur Will Sharpe gelingt ein ganz besonderer Wurf. Sein Film mit Benedict Cumberbatch in Höchstform hat ein äusserst spezielles Format: Wir sehen die ganze Geschichte in nahezu quadratischem Bild, das einem Gemälde nachempfunden ist. So wirkt der Film immer wieder selbst wie ein Kunstwerk.

Zu sehen am:

© Ascot Elite

Nope

Worum geht es?

Jill und James sind die Eigentümer einer Farm für Hollywood-Filmpferde. Eines Nachts beobachten sie auf ihrem Land schockierende Phänomene, für die es keinerlei Erklärung zu geben scheint. Dabei ahnen sie nicht, dass es sich nur um die Vorboten eines grauenerregenden Geheimnisses handelt.

Deshalb nicht verpassen:

Einer unserer meisterwarteten Filme des Sommers! Weshalb? Der Regisseur ist niemand Geringeres als der geniale Kreativkopf Jordan Peele, der für sein Drehbuch zu seinem Erstling Get Out mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, und dessen Nachfolger Us ebenfalls weltweit eingeschlagen hat. Bezüglich Nope betonte Peele in den vergangenen Wochen immer wieder, dass er ein grosses Popcorn-Spektakel schaffen wollte. Dafür hat er den in Horgen geborenen Kameramann Hoyte van Hoytema verpflichtet, der unter anderem für die Bilder in Interstellar, Spectre und Tenet verantwortlich zeichnete. Dass der Film zudem hauptsächlich unter freiem Himmel spielt und die Gefahr für die Figuren von oben kommt, macht Nope zum perfekten Openair-Film.

Zu sehen am:

  • Samstag, 20. August um 21:05 im Allianz Cinema Zürich - zu den Tickets
© Universal Pictures

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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