Eine Serie wie ist ein Dreipunkt-Treffer: Unsere Kritik zu «Winning Time: The Rise of the Lakers Dynasty»

In den 80er Jahren war die US-Basketball-Liga NBA vom Ruin bedroht. Geld zu verdienen war nahezu unmöglich. Jerry Buss kaufte sich damals die Los Angeles Lakers. Der Rest ist Legende.

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Die Serie Winning Time: The Rise of the Lakers Dynasty ist wie ein Dreipunkt-Treffer: Technisch hochstehend gefilmt, kommen darin immer wieder Aufnahmen mit TV-Kameras von damals zum Zug, die die Episoden noch authentischer machen.

Vorweg: in dieser Serie geht es nur am Rande um Basketball. Der Fokus liegt auf den Menschen, die diesen Sport geprägt und gross gemacht haben. Das ist erzählerisch der grosse Pluspunkt der Produktion. John C. Reilly als exzentrischer Klub-Boss Jerry Buss, der keine Kosten scheut, spielt ganz gross auf.

Der sportliche Aufstieg von Earvin «Magic» Johnson beeindruckt. Auf dem Feld gelingt ihm alles, aber der Ruhm abseits des Sports überfordert ihn. Er geniesst es, aber übertreibt masslos. Sein Appetit auf körperliche Betätigung in der Horizontalen nimmt Überhand und die ganze Welt weiss, wozu das geführt hat. Quincy Isaiah spielt die Rolle solide, aber leider bleibt er dabei etwas blass.

Die besonders erwähnenswerten Sporterfolge folgen einem Muster: Es gibt keines. Die glückliche Fügung spielt dabei die Hauptrolle. Es ist beinahe unvorstellbar, dass eine Geldmaschinerie wie die NBA vor 30 Jahren heruntergewirtschaftet war und kurz vor dem Ruin stand.

Heute gibt es viele Grossunternehmer, die ein Sport-Team kaufen und mit der ganz grossen Kelle anrühren, um den Grosserfolg zu erzielen. Wenn ein Team gross herauskommt, steht der Ertrag in keinem Verhältnis zum betriebenen Aufwand. In Europa fällt das vor allem im Fussball auf, denn Basketball hat diesseits des Atlantiks nicht ansatzweise die gleiche Bedeutung.

Die neuen Episoden erscheinen jeweils am Montag auf Sky Show. Die Serie hat acht Episoden. 3 down, 5 to go!

Giancarlo Schwendener [gia]

Giancarlo ist James Bond 15 Jahre lang auf Augenhöhe begegnet. Mit dem Abgang von Daniel Craig ist damit vorerst Schluss. Er liebt die grosse Anzahl an tollen Filmen, aber die Fab Five stehen für ihn eine Stufe höher: Sergio Leone, Marlon Brando, Robert De Niro, Sean Connery und Quentin Tarantino.

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