Netflix sichert sich den neuen Film des «The Revenant»-Regisseurs

Alejandro González Iñárritu hat seit seinem Survival-Thriller mit Leonardo DiCaprio keinen Spielfilm mehr gedreht. In diesem Jahr kehrt er mit einem Film aus seiner mexikanischen Heimat zurück.

Alejandro González Iñárritu (rechts) mit Michael Keaton am Set von «Birdman» © Netflix

Netflix produziert schon seit Jahren viele Filme, die bestes Oscar-Futter sind, doch für den ganz grossen Triumph hat es bisher noch nicht gereicht. Da muss der diesjährige Oscar-Hauptgewinn für CODA, der im Programm des Konkurrenten Apple TV+ läuft, schon sehr wehgetan haben. Doch Netflix denkt nicht ans Aufgeben und hat einen heisserwarteten Film gekauft: Bardo.

Dabei handelt es sich um das neuste Werk des vierfachen Oscarpreisträgers Alejandro González Iñárritu, der unter anderem Amores Perros, Babel, Birdman und The Revenant gedreht hat.

Nach dem Survival-Thriller, der Leonardo DiCaprio den langersehnten Hauptdarsteller-Oscar eingebracht hat, fokussierte Iñárritu auf andere Dinge, darunter ein VR-Projekt mit dem Titel «Carne y Arena». Die Spielfilmpause hat der Mexikaner nun jedoch beendet und in seiner Heimat eine Komödie namens Bardo gedreht.

Über die Handlung ist bisher noch nichts bekannt, doch soll der Film eine philosophisch anmutende Komödie über das Mexiko von heute sein. Für uns war der Streifen Anfang dieses Jahres einer der vielversprechendsten Filme von 2022, die noch KEINEN Schweizer Kinostart haben.

Da Netflix nun die Rechte an Bardo gekauft hat, dürften wir immerhin den Film noch in diesem Jahr zu sehen bekommen. Filme, bei denen sich Netflix Oscar-Chancen ausrechnet, werden jeweils auch für kurze Zeit in die Kinos gebracht. So stehen die Chancen gut, dass wir auch Iñárritus Neusten auf der grossen Leinwand erleben werden.

Noch ist nicht bekannt, wann Netflix die Komödie veröffentlichen wird. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Film in Venedig seine Weltpremiere feiern wird und - nach weiteren Festivalstopps (vielleicht ja auch in Zürich) - im November oder Dezember in die Kinos kommen und dann ein paar wenige Wochen später auf Netlix aufgeschaltet wird.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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