Nach dem Erfolg von «Jujutsu Kaisen 0»: Die nächsten Anime-Highlights in den Schweizer Kinos

Über 25'000 Tickets wurden Anfang Jahr für den «Jujutsu Kaisen 0»-Film verkauft. In der Schweiz scheint es also einige Anime-Fans zu geben - und die bekommen im Juni doppelten Nachschub.

«Belle» © Filmcoopi

Japanische Animationsfilme hatten es bis vor kurzem hierzulande schwer. Zwar lobten alle die Filme des Studio Ghibli, doch wirkliche Kassenschlager waren dies in den letzten Jahren nicht mehr. Der wunderschöne Streifen The Tale of the Princess Kaguya kam auf keine 10'000 Ticketverkäufe und When Marnie Was There wollten in der Romandie nur 1'686 Leute sehen, sodass dann ganz vor einem Deutschschweizer Kinostart abgesehen wurde. Doch seit ein paar Jahren ist wieder ein Hype um Animes auszumachen.

So half sicherlich der Megaerfolg von Makoto Shinkais Your Name, der alleine in Japan über 233 Millionen Dollar einspielte. Für einen offiziellen Schweizer Kinostart hat es damals zwar nicht gereicht, doch hat die Neugass-Kinogruppe, der unter anderem das Riffraff in Zürich gehört, aus eigenen Stücken einzelne Screenings von Your Name organisiert, die dann innert kürzester Zeit restlos ausverkauft waren. Neugass holte dann auch Shinkais Nachfolgewerk Weathering with You in die eigenen Säle.

«Your Name»
«Your Name» © Studio / Produzent

Dann erschien im letzten Jahr Demon Slayer the Movie: Mugen Train. Auch weil die grossen Hollywoodstudios ihre Blockbuster wegen der Pandemie zurückhielten und die Kinos deshalb froh um jeden Film waren, lief die Leinwandfortsetzung der TV-Serie plötzlich auch bei den grossen Ketten wie Arena, blue und Pathé - und wurde so zum Grosserfolg. So startete dann auch Jujutsu Kaisen 0 im grossen Stil und verkaufte bis heute 25'068 Tickets.

Animes können so natürlich nicht mehr ignoriert werden, und so erhalten im Juni gleich zwei Animationsfilme aus Japan offizielle Schweizer Kinostarts. Es sind dies Detektiv Conan 25: Die Halloween-Braut und Belle.

«Jujutsu Kaisen 0: The Movie»
«Jujutsu Kaisen 0: The Movie» © Waldner

Detektiv Conan 25: Die Halloween-Braut

Wie der Titel schon verrät, ist dies der 25. Film mit dem kultigen Ermittler. In «Die Halloween-Braut» wollen sich Miwako Sato und Wataru Takagi gerade das Ja-Wort geben, als plötzlich jemand die Zeremonie stört und Wataru verletzt, der seine Braut beschützen will. Miwako fühlt sich an eine vergangene Situation erinnert, als ihr Lebenspartner Jinpei bei einem Bombenangriff ums Leben kam - und ausgerechnet der Mann, der dafür verantwortlich ist, ist nun aus dem Gefängnis ausgebrochen. Zufall? Conan, der bei der Trauung ebenfalls anwesend ist, glaubt nicht an Zufälle und macht sich daran, diesen neuen Fall zu lösen.

Der 110-minütige Film wird am 2. Juni 2022 in die Deutschschweizer Kinos gebracht. Der Start in der Westschweiz ist für den 18. Mai 2022 vorgesehen.

Der Trailer

© Waldner

Belle

Hierbei handelt es sich um das neuste Werk von Mamoru Hosoda, der zuvor schon mit Filmen wie Summer Wars und Mirai zu begeistern vermochte. Sein neustes Werk feierte im letzten Jahr seine Weltpremiere am Cannes-Filmfestival und wurde dort begeisternd aufgenommen.

In dem Film geht es um die schüchterne Suzu, die seit einem tragischen Ereignis in der Familie ihrer Leidenschaft des Singens nicht mehr nachgehen mag. Nur in der neuen VR-Welt «U» kann sie sich entfalten - und wird unverhofft über Nacht zum Superstar. Bald trifft sie ein drachenähnliches Wesen, mit dem sie sich gut zu verstehen beginnt.

In unserer Kritik nannten wir den Film ein visuelles Spektakel, das wie eine Mischung aus Ready Player One und Die Schöne und das Biest wirkt. In der Westschweiz lief der Film schon im Januar.

In den Deutschschweizer Kinos wird er ab dem 9. Juni 2022 zu sehen sein - und damit nur eine Woche nach Detektiv Conan 25: Die Halloween-Braut. Nachdem es für Anime-Fans eine lange Durststrecke in den Schweizer Kinos gab, werden sie momentan regelrecht verwöhnt.

Der Trailer

© Filmcoopi

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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