«Doctor Strange in the Multiverse of Madness»: Das Interview mit Elizabeth Olsen

Olsen spielt die Rolle der Wanda Maximoff aka Scarlet Witch, die im zweiten Doctor-Strange-Film ordentlich was auslöst. Wir sprachen mit ihr über «WandaVision» und darüber, wie gruselig das Set war.

© Marvel Studios

Würdest du dem Publikum empfehlen, noch schnell «WandaVision» nachzuholen, bevor sie sich «Doctor Strange 2» ansehen?
Absolut. So wie ich es sehe, versteht man die Figur der Wanda Maximoff sonst gar nicht. Wenn man nur die Filme gesehen hat, versteht man nur einen Teil ihrer Geschichte.

Spürst du, dass weibliche Superhelden momentan immer mehr in den Vordergrund rücken?
Als ich bei Avengers: Age of Ultron zum MCU dazustiess, gab es ja schon Zoe Saldana, Karen Gillan und Scarlett Johansson. Damals hatte ich keine Ahnung, wie gross meine Rolle sein würde, und da waren WandaVision und auch Doctor Strange in the Multiverse of Madness eine grosse Überraschung. Marvel ist immer daran interessiert, diese Figuren so komplex wie nur möglich zu machen. Ich bin sehr glücklich mit Marvel. Es ist eine sehr angenehme Arbeitsfamilie.

Elizabeth Olsen in «WandaVision»
Elizabeth Olsen in «WandaVision» © Marvel Studios

Ihr habt während der Pandemie gedreht. Wie war das?
Es war gut, dass es im Film um das Multiversum um alternative Realitäten geht. Die Crew fand mit Kostümen clevere und kreative Lösungen, um ein sicheres Set zu garantieren. Wir hatten zudem auch Masken, auf denen die Gesichter der Personen aufgedruckt waren. Mit visuellen Effekten wurde das dann so zusammengeführt und ausgebessert, damit es nicht allzu seltsam aussieht. Es war aber seltsam, die Gesichter für lange Zeit nicht zu sehen. Erst wenn jemand Wasser getrunken hat, konnte man sagen: «Aha, so siehst du also aus.» (lacht.)

Marvel ist ja sehr geheimnistuerisch. Wie viel hast du während der Dreharbeiten von «WandaVision» schon über «Doctor Strange 2» gewusst?
Ich wusste, dass ich in diesem Film sein werde, aber nicht, was Wandas Rolle in der Story genau sein wird. Ich hörte den Plot erst, als wir nur noch ein paar Monate bei den Dreharbeiten von «WandaVision» übrig hatten. Wir schlossen die Arbeiten an der Serie schliesslich an einem Mittwoch ab und ich flog dann gleich am Freitag nach London für die Dreharbeiten zu «Multiverse of Madness». Da wir damals keine Episoden zeigen konnten, lag es an «WandaVision»-Autor Jac Schaeffer sowie an Sam Raimi, Drehbuchautor Michael Waldron und mir, uns auszutauschen, damit wir Wandas emotionale Reise stimmig weiterführen konnten.

Elizabeth Olsen in «Doctor Strange in the Multiverse of Madness»
Elizabeth Olsen in «Doctor Strange in the Multiverse of Madness» © Marvel Studios

Es wird immer wieder gesagt, dass dies Marvels erster Horrorfilm sei. Hat man dies am Set gespürt?
Es gab gewisse Einstellungen und Kameralinsen, die Sam Raimi verwendet hat und uns spüren liessen, dass der Film etwas anders sein wird. Dinge, die darauf ausgelegt sind, um beim Publikum eine Reaktion auszulösen. Am Set weisst du aber nie, wie gruselig es am Ende sein wird. Denn viel passiert diesbezüglich mit dem Schnitt und der Musik.

Doctor Strange in the Multiverse of Madness läuft jetzt in den Schweizer Kinos.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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