«The Pentaverate» - so ist die Mike Myers Show auf Netflix

Mike Myers tischt seine grosse Verkleidungs-Show auf. In nicht weniger als acht Rollen holt er uns in ein Abenteuer um eine geheime Organisation, die seit Jahrhunderten die Geschicke der Welt leitet.

Die Myers' stehen (fast alle) stramm! © Netflix

Worum geht es?

Leonardo Da Vinci war ein Mitglied. Ebenso Charles Darwin und Victor Hugo. Donald Rumsfeld hingegen wurde abgelehnt. Tja, die geheime Vereinigung, die sich The Pentaverate nennt und seit dem 14. Jahrhundert die Geschicke der Weltbevölkerung überwacht, nimmt halt nicht jeden bei sich auf. Aktuell wird die Gruppe von Lord Lordington (Mike Myers) angeführt, der an seiner Seite vier weitere Charakterköpfe hat, mit denen er weltliche Probleme löst, Erfindungen testet, die Menschen manipuliert und dafür sorgt, dass wir alle auch morgen noch einen Sonnenaufgang erleben können.

Derweil kämpft in Kanada Lokalreporter Ken Scarborough (Mike Myers) um seine Karriere. Seine Reportagen wirken altbacken, der Humor überholt und eigentlich sollte der langjährige Mitarbeiter vom Sender gefeuert werden. Da er aber um eine letzte Chance bittet, wird der Vollzug verschoben, denn Scarborough begibt sich mit der Technikerin Reilly (Lydia West) in die Welt der Verschwörungstheoretiker, die ihn bald auf die Spur einer geheimen Organisation bringen, die er nun zu infiltrieren versuchen will. Dabei muss er aber erstmal Teil der Lichtensteinischen Garde werden…

Wayne Cambell ist schlecht gealtert
Wayne Cambell ist schlecht gealtert © Netflix

Wir kennen Mike Myers natürlich aus Waynes World (damals «nur» mit einer Rolle) und der Austin Powers-Reihe, in der er diverse Charaktere spielte. In der Originalfassung von Shrek leiht er zudem dem grünen Oger seine Stimme. Nun hat sich der Kanadier viel Geld von Netflix abgeholt, um eine Mini-Serie zu spielen, in welcher er nicht weniger als acht (!) Parts übernimmt. Richtig, The Pentaverate ist eine Mike Myers-Show. Mit allem Witz und leider auch dem dämlichen Blödsinn, den wir von ihm kennen.

Sechs Episoden, jede davon mit etwa einer halben Stunde Laufzeit angenehm kurz, werden von Schauspiellegende Jeremy Irons angesagt und kommentiert. Dieser hat aber nach der Hälfte nicht mehr gross Lust, den ganzen Inhalt der vorherigen Episode zu repetieren und schweift mit seinen Kommentaren gerne etwas ab. Witzige Sache, von der sich Mister Myers auch gern ein Stückchen abschneiden hätte können. Denn zwar entpuppt sich The Pentaverate nicht als Rohrkrepierer, aber halt eben als harmlose Geschichte, die mit ein paar wenigen gelungenen Jokes angereichert ist und zuviele Gags verpulvert. Spätestens mit dem Miteinbezug von The Hangover-Knalltüte Ken Jeong geht es abwärts mit Witz und Komik. Das war ja aber leider zu erwarten.

Fahren mit Hut ist immer gut!
Fahren mit Hut ist immer gut! © Netflix

Inhaltlich startet The Pentaverate zwar interessant und hat mit dem Verschwörungsthema natürlich ein heisses Eisen im Feuer. Geschmiedet wird es allerdings dann auf humoristischer Sparflamme, denn nicht nur geht die Story in den einzelnen Episoden nur mühsam voran, sondern der Witz zündet auch nicht. Zwar funkelt der schräge Humor zeitweise auf (die Lichtensteinische Garde und die Aufnahme dazu sind glatt), aber für eine ganze Serie ist er wohl nur für Fans des Meisters auszuhalten. Zumal sich die Gags wiederholen und teilweise recht lahm sind.

Fazit der Serie

The Pentaverate schafft es nicht, das Potenzial der Story in eine Mini-Serie zu packen. Im Gegenteil: Die halbstündigen Episoden sind künstlich in die Länge gezogen. Einzelne Figuren sind aber gelungen, Debbi Mazar und Rob Lowe stechen aus dem Cast heraus und die Schweiz (namentlich Zermatt) muss als Kunst-Kulisse herhalten. Das hätte man durchaus besser und witziger produzieren können. Für Fans des kanadischen Komikers bietet sich hier aber die Gelegenheit, den Star in diversen Verkleidungen beim blödeln zu sehen. Aber das hat er auch schon frischer gemacht…

In diesem Sinn, «I'm Maria Menounos. Goodbye».

Die sechsteilige Miniserie The Pentaverate läuft ab sofort exklusiv auf Netflix.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website
Teilen
Auf Facebook teilen  Auf Twitter teilen 
Datum
Quelle
Netflix
Themen