Regie-Provokateur Gaspar Noé kommt nach Zürich

Er drehte Skandalfilme wie «Irreversible» und «Enter the Void». Sein Neuster, «Vortex», ist jedoch deutlich ruhiger. Am 17. und 18. April stellt Noé das Drama persönlich in Zürich vor.

© Xenix Films

Gaspar Noé ist nicht wirklich bekannt dafür, dass er sein Publikum schont. Viele werden sich noch an ihre ersten (und aufgrund der Gewalt womöglich letzten) Screenings von Irreversible, Enter the Void oder Climax erinnern. Der argentinische Regisseur hält nichts zurück und hat sich so über die Jahre eine treue Fan-Basis geschaffen. Diese wurde am Cannes-Filmfestival 2021 jedoch überrascht, wie ruhig und mit wie viel Feingefühl Noé sein Drama Vortex inszeniert hat.

Der Film handelt von einem alten Paar, bei dem die Frau an Demenz erkrankt ist. Zunehmend verliert sie die Orientierung und die Erinnerung. Der Mann kämpft während dieser Zeit dafür, dass alles beim Alten bleibt. Gespielt wird das Paar von den Filmlegenden Dario Argento (Regisseur von Suspiria) und Françoise Lebrun (La maman et la putain).

Das Besondere an Vortex ist, dass Noé für den grossen Teil des Filmes mit Splitscreen arbeitet. Wir sehen so die beiden Hauptcharaktere zur gleichen Zeit bei ihren Tätigkeiten. So führt Noé einen sachte an das Schicksal der an Demenz erkrankten Frau und der daraus resultierenden Lebensumstände hin. In unserer Cannes-Kritik lobten wir, dass einen die Darstellung und die Realitätsnähe des Ganzen berührt.

Am 17. und 18. April 2022 wird Gaspar Noé in Zürich seinen Film persönlich vorstellen. Am 17. April um 20:30 im Kino Riffraff und am 18. April um 12:15 im Kino Arthouse Le Paris. Noé-Fans sowie Autogrammjägerinnen und Autogrammjäger sollten sich also diese Screenings definitiv vormerken.

Vortex wird dann ab dem 21. April offiziell in den Deutschschweizer Kinos starten.

Der Trailer zu «Vortex»

© Xenix Films

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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