«Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore» - das grosse Interview mit dem Cast

Ein grosser Teil des Casts zu «Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore» stellte sich vor dem Filmstart den Fragen einiger Fans und Journalisten. Wir waren natürlich dabei und haben mitgefragt.

Fast alle waren am Interview dabei! © 2022 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Mit Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore startet am 7. April 2022 der dritte Teil der Filmreihe, die 2016 mit Fantastic Beasts and where to find them lanciert und mit dem Sequel Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald fortgeführt wurde. Der Kampf von Gut gegen Böse, angesiedelt in der magischen Welt, die wir von JK Rowling so gut kennen, steuert damit auf einen weiteren Höhepunkt zu. Kurz vor dem Filmstart hatten wir die Gelegenheit, ein paar der Darsteller sowie Regisseur David Yates in einer Online-Pressekonferenz zum Film und zu ihrer Gefühlslage zu befragen.

Eddie Redmayne als Newt Scamander.
Eddie Redmayne als Newt Scamander. © 2022 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Jude Law, die erste Frage dreht sich um Albus Dumbledore, den wir ja schon seit längerer Zeit kennen. Wie hat er sich in diesem Film verändert?

Jude Law (Albus Dumbledore): Es ist ja keine Veränderung, die wir sehen, sondern eine Entwicklung. Nebst dem Spass, diesen Charakter zu spielen, geht es darum, dass Dumbledore hier noch auf der Suche ist, seine Fehler und Dämonen bekämpft und mit seiner Schuld lebt. Seine Qualitäten, das Positive in den Menschen zu sehen und auch seine Verschlagenheit, sind noch nicht ausgereift. Er sieht überall das Gute, sogar in Figuren wie Tom Riddle, wie wir wissen.

Musstest du lange überlegen, als man dich für diese Rolle angefragt hat?

Jude Law: Nein, das war ein «No-Brainer» à la «Jude, möchtest du Dumbledore spielen? - JA!». Fertig. Ich habe den Charakter durch die Bücher von JK Rowling kennen- und mögen gelernt. Die Geschichten musste ich meinen Kids jeweils vorlesen und so konnte ich mir bald ein gutes Bild über die Figur machen. Und wir hatten dabei ja auch viel Platz in der Entwicklung, konnten neue Wege erforschen und das alles mit Hilfe der Magie. Solche Filme mit Zauberei und Magie sind einfach wunderbar.

Eddie, dein Charakter, Newt Scamander, und Dumbledore haben ein spezielles Verhältnis.

Eddie Redmayne (Newt Scamander): Diese Beziehung zwischen den beiden Figuren ist absolut liebenswert. Am Anfang geht sie ein wenig in die Richtung von Meister und Lehrling, aber dann wird es schon fast brüderlich. So sieht Newt in einer Szene die Verletzlichkeit von Dumbledore und will ihm einen weisen Rat geben, was natürlich sehr witzig daherkommt. Dumbledore hat eine Qualität in Newt Scamander gesehen, die ihn zum Anführer machen könnte. In einem Heist-Movie ist ein solcher Part immer interessant. Und wenn ich mit Jude Law zusammenarbeiten kann, dann geniesse ich das sehr. Wir kennen uns schon lang und sind gut befreundet.

Dan, wo steht dein Muggle-Charakter am Anfang des Films?

Dan Fogel (Jakob Kowalski): Er ist in einer grossen Depression. Keine Liebe, kein Geld, kein Glück, keinen Appetit, alles hat er verloren. Aber da ist dieser Funke Hoffnung, der ihn antreibt. Die Möglichkeit, seine grosse Liebe Queenie wieder zu sehen, das ihm während des ganzen Abenteuers immer wieder Kraft gibt.

Mads Mikkelsen - der Böse am Set?
Mads Mikkelsen - der Böse am Set? © 2022 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Jessica, wie ist dein Charakter im Film zu beschreiben?

Jessica Williams (Eulalie «Lally» Hicks): Sie ist eine brilliante Hexe und Lehrerin und einstige Schulkollegin von Queenie. Sie sieht in die Herzen der Menschen, hat die Magie im Griff und unterstützt Dumbledore, wo sie nur kann. Sie vertraut ihm, weil sie weiss, dass er ein guter Mensch ist.

Mads, du verkörperst den grossen Bösewicht im Film. Wie war dein Einstieg in diese Welt?

Mads Mikkelsen (Gellert Grindelwald): Gut, ich wurde ja erst spät in diese Produktion geworfen, wurde aber sehr herzlich und liebevoll aufgenommen. Wie bei einer Familie, die dich am Ende dann adoptiert. Jeder hat seine Rolle und ich fühlte mich sofort pudelwohl.

Du hast schon viele Bösewichte verkörpert. Hat das bei der Entwicklung des Charakters von Grindelwald geholfen?

Mads Mikkelsen: Die Story war ja vorhanden und der Charakter in David Yates' Kopf gut ausgearbeitet. Hier geht es um seine Beziehung zu Dumbledore, denn auch Grindelwald ist nicht grundlos «böse», sondern nimmt einfach einen anderen Weg als Dumbeldore, um an sein Ziel zu kommen. Auch er hat seine Bürden und seine Lasten und die Ziele sind ähnlich. Der Weg hingegen ist halt ein total anderer.

Alison, wie geht es deiner Figur Queenie im Film?

Alison Sudol (Queenie Goldstein): Wir haben ja gesehen, was Queenie am Ende von Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald passiert ist und weshalb das geschah. Sie hat ihren eigenen Kopf, möchte aber mit Leuten zusammen sein, die sie akzeptieren. Nun ist sie in einer Welt, die sie nicht kennt und muss mit Kräften umgehen, die sie nicht im Griff hat. Das ist schwierig für eine Person, die bislang ihre Stärken nur bedingt ausleben konnte. Aber wir wissen nicht, was aus ihr noch wird und wie stark der Einfluss dieser neuen Welt auf Queenie ist.

William, wo steht Yusuf im Film?

William Nadylam (Yusuf Kama): Man will ihm in diesem Film Meinungen wegnehmen und selbst Gedanken entfernen. Aber er ist motiviert durch Schmerz und Rache und ist auf der Suche nach der dafür verantwortlichen Person. Sein Karma könnte besser sein, aber er bekommt eine Aufgabe in Dumbledores Team, die ihn beschäftigt und die ihn antreibt. Er findet Zugang zu einer neuen Art von Familie.

Back to Hogwarts!
Back to Hogwarts! © 2022 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Victoria, wie hat sich deine Figur «Bunty» entwickelt?

Victoria Yeates (Bunty): Sie war ja immer ein grosser Teil von Newts Welt. Nun schreitet sie aus seinem Schatten und bekommt eine Mission, die nicht ganz unwichtig ist. Sie mag Kreaturen und ist überglücklich im Keller bei den magischen Wesen. Ausserdem steht für sie das Glück von Newt an erster Stelle, aber sie braucht wohl auch ein bisschen mehr Zeit als andere, um zu merken, wie es um ihre Gefühlswelt so steht.

David, wir feiern das 20-jährige Jubiläum der Wizarding World. Wie ist das für dich?

David Yates (Regisseur): Es ist der Wahnsinn. Diese Geschichten bringen so viele talentierte Menschen zusammen und liefern grosse Filme, das ist der Wahnsinn. Und auch wenn beim Dreh immer Stress und Anstrengung herrscht, es sind so viele liebe Menschen dabei, die dir den Tag vereinfachen und tolle Erinnerungen schaffen. Starke Schauspieler, die zu Freunden werden, es ist echt wie eine grosse Familie. Diese Filme bieten dem Publikum eine Welt, in die sie eintauchen und den Alltag vergessen können. Sie bieten eine Art von Sicherheit, was ich wunderschön finde. Es ist toll, ein Teil dieser Welt zu sein.

Wie war denn für dich die Rückkehr in diese Welt?

David Yates: Die bisherigen Geschichten waren nicht ganz einfach und wir wollten jetzt diesen Schritt ins Emotionale machen: mit viel Humor, Menschlichkeit und Magie das Publikum abholen. In einer Testvorführung von Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore hat jemand den Kommentar abgegeben, dass der Film sehr «menschlich» ist. Das hat mich berührt und ist eine Bestätigung, dass diese Filme einen wichtigen Grund haben.

Eddie (Redmayne), wussten alle, um was es in Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore ging?

Eddie Redmayne: Wir wussten alle die Storys unserer Charaktere, bekamen aber verschiedene Skripts, so dass am Set viel Geflüster und Gerüchte kursierte. Aber David Yates hat uns sehr viel Platz für Improvisation gelassen und wir konnten jede Menge eigener Ideen in den Film einbringen.

Wie war es, die grosse Halle von Hogwarts zu betreten?

Jessica Williams (Eulalie «Lally» Hicks): Gänsehaut pur. Wir kannten zwar die Halle aus den Filmen, aber als wir dann dort drehten und die Kinder in ihren Uniformen rumspielten - das war fantastisch. Da standen schon die Tränen recht weit vorne. Aber wir mussten ja «hart» bleiben und unsere Vorbildrolle einnehmen und konnten nicht gross rumspielen und alles betatschen. Das war unglaublich schwer.

David, wer ist die lustigste Person im Cast?

David Yates (Regisseur): Das ist schwierig zu sagen, weil alles lustige Menschen sind. Der trockenste Humor kommt sicher von Mads Mikkelsen. Mit ihm mussten wir viel lachen, auch wenn er immer versucht hat, böse dreinzuschauen. Und Ezra Miller! Der Kerl ist so verdammt komisch, wenn die Kamera aus ist.

Dumbledore und der Blutschwur!
Dumbledore und der Blutschwur! © 2022 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.

Dan, welches zauberhafte Wesen würdest du in die reale Welt mitnehmen?

Dan Fogler (Viktor Kowalski): Wahrscheinlich den Demiguise, der ja in die Zukunft schauen kann. Für einen Trip nach Vegas nicht die dümmste Entscheidung. Oder den Niffler, den könnte man auch gut brauchen.

Jude Law (Albus Dumbledore): Es ist unglaublich, wie sich diese Wesen über die Jahre und Filme entwickelt haben. Am Anfang waren sie fremd und exotisch, nun retten sie uns aus vielen Situationen. Genial.

Welchen Zauberspruch würdet ihr am liebsten anwenden?

Eddie Redmayne (Newt Scamander): «Tarantallegra», weil er jeden zum Tanzen bringt. Das wär doch was, wenn wir die Strasse entlang laufen und dann allesamt am tanzen wären.

Jude, deine Figur wurde von zwei grossen Stars (Richard Harris und Michael Gambon) gespielt. Hast du deren Performances studiert für deinen Part?

Jude Law (Albus Dumbledore): Ich hatte glücklicherweise die Möglichkeit, die Lücken dieser Figur zu füllen. Die sind zwar im Buch erwähnt, aber eben nie vor die Kamera gebracht worden und waren ein guter Grund, sich die Potter-Filme immer und immer wieder anzuschauen. «Ich recherchiere», hab ich dann jeweils gerufen. Aber wir hatten natürlich auch viele Freiheiten, denn Dumbledore ist hier noch nicht der Mann, der er später ist. Unfertig irgendwie. Aber voller Humor und mit guter Seele.

Wie war die Zusammenarbeit mit dem «bösen» Mads Mikkelsen?

Jude Law (Albus Dumbledore): Dumbledore ist ein brillianter, aber auch einsamer Charakter, der dann Grindelwald kennenlernt, der ihm ebenbürtig ist. Beide ergeben ein tolles Team, voller Dynamik und Liebe, entfernen sich aber bald wieder und haben unterschiedliche Weisen, an Probleme heranzugehen. Das passt auch zum Teil in mein privates Leben, aus dem ich viel Erfahrung mitbringen konnte und dies mit Mads natürlich besprach. Wir haben uns dann aber, logischerweise, auch irgendwann weg voneinander entwickelt mit unseren Ansichten über die Figuren. Dumbledore ist der Gute, Grindelwald nicht so sehr.

Eddie, wieviele Anläufe hast du gebraucht, bis die Szene mit den Krebsen fertig war?

Eddie Redmayne (Newt Scamander): Dieser Paarungstanz brauchte eine sehr lange Vorbereitung und am Ende macht Eddie einfach den Affen… Ich habe viele Videos mit Varianten geschickt, die hoffentlich nie ans Tageslicht kommen. Es war am Ende ein Unfall zweier komischer Bewegungsarten, die mir den Atem raubten und ich grösste Mühe hatte, überhaupt Luft für meinen Dialog zu finden. Aber am Ende sieht die Szene super aus und ich bin froh, sie überstanden zu haben.

Was hast du gelernt in den Jahren als Newt Scamander?

Eddie Redmayne (Newt Scamander): Ich bewundere Newt, liebe vieles an ihm. Er ist gefühlvoll, schaut für das Gute, ist glücklich mit seinen magischen Wesen und geniesst die Ruhe. Auch EInstellunen wie «Worrying means you suffer twice» habe ich in mein privates Leben mitgenommen.

Wie war es, nach Hogwarts zurückzukehren?

Eddie Redmayne (Newt Scamander): Es war eine der ersten Szenen, die wir drehten. Wunderbar! Wir machten unsere Arbeit, tranken Butterbier und hatten eine tolle Zeit. Ich musste mich kneifen, um zu glauben, dass das alles wahr ist.

Dan, du bekommst als Muggle im Film einen Zauberstab. Was waren deine Gefühle dabei?

Dan Fogler (Viktor Kowalski): Ich hatte lange gehofft, einen solchen Zauberstab zu bekommen. Bislang hatten alle einen Stab, gingen trainieren und ich musste nebenan stehen. Wie wenn du einen Western drehst, aber keine Pistole bekommst. Aber endlich kriege ich nun auch einen Zauberstab, was eine grosse Ehre für mich ist. Und natürlich war das ein Freibrief für mich, etwas Comedy in die Sache zu bringen, weil Viktor (Kowalski) ja keine Ahnung hat, wie er mit dem Teil umgehen soll.

Wie siehst du deinen Charakter in der Entwicklung?

Dan Fogler (Viktor Kowalski): Es geht voran in seinem Leben. Er zeigt, dass er wichtig sein kann und wenn er Queenie als «Antrieb» hat, dann umso besser. Er lernt, dass nicht immer alles rosarot ist, aber dafür muss er kämpfen und nicht aufgeben. Das macht er wunderbar.

Fantastic Beasts and where to find them und Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald sind aktuell auf verschiedenen Streamingportalen zu finden. Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore startet am 7. April 2022 in unseren Kinos.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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