Nach Ohrfeige: Will Smith tritt aus der Academy aus und muss unfreiwillig Pause machen

Dass der Schlag in das Gesicht von Chris Rock noch Konsequenzen für Will Smith haben wird, war klar. Nun sind die ersten bekannt, wobei Smith in einem Fall selbst gehandelt hat.

Will Smith in «Bad Boys for Life» © Sony Pictures

Wir müssen nicht mehr schreiben, was genau vorgefallen ist. Die Szene, die sich bei der 94. Verleihung der Academy Awards ereignet hatte, ging um die Welt und wurde viel diskutiert. Smith hat nun selbst die ersten Konsequenzen gezogen.

So ist der frischgebackene Oscarpreisträger freiwillig aus der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ausgetreten. Die Organisation bestimmt in jedem Jahr über die Oscar-Gewinnerinnen und -Gewinner. Dieser Schritt war zu erwarten, da die Academy momentan den Vorfall zwischen Smith und Chris Rock untersucht und wahrscheinlich in ein paar Wochen Smith aus der Organisation ausgeschlossen hätte. Smith ist dem nun zuvorgekommen. Er kann so nicht mehr mitbestimmen, wer in Zukunft die Oscars erhalten wird, aber weiterhin für seine schauspielerischen Leistungen nominiert und ausgezeichnet werden.

Während dies für Smith einigermassen verkraftbar sein dürfte, wird ihn wohl eher schmerzen, dass einige Projekte mit ihm nun pausiert wurden. So ist der Netflix-Actioner «Fast and Loose» momentan auf Eis gelegt. Das Projekt hatte noch vor den Oscars Regisseur David Leitch (Deadpool 2, Bullet Train) verloren und war so ohnehin noch ein gutes Stückchen von den Dreharbeiten entfernt. Deutlich weiter soll man jedoch schon bei «Bad Boys 4» gewesen sein. Smith soll bereits 40 Seiten des Skripts erhalten haben, doch hat Sony Pictures die Arbeiten zum Film nach dem Oscar-Vorfall pausiert. Es bleibt abzuwarten, wie es dort weitergeht.

Bereits abgedreht ist das Drama Emancipation, in dem Smith einen Sklaven auf der Flucht spielt. Das Projekt wurde von Apple TV+ produziert und hätte eigentlich zur Oscar-Saison 2022 herausgebracht werden sollen. Apple wie auch Netflix und Sony dürften momentan hoffen, dass sich die Wogen in den nächsten Monaten glätten werden.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Hollywood Reporter
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