OutNow Jury Grid at Berlinale 2022: Gleichstand an der Spitze zum Abschluss

Noch nie war es so eng! Gleichstand an der Spitze bei den Kritikernoten und gleich fünf Berlinale-Filme, die im Schnitt zwischen 4.5 bis 4.8 liegen. Und drei davon kommen sogar aus der Schweiz.

Stilles Leiden im Stall hoch oben über den Urnersee in «Drii Winter» des Schweizers Michael Koch. © Hugofilm

Ein sehr guter Jahrgang für die Schweiz an der diesjährigen Berlinale: Nicht nur schafften es drei Filme aus der Heimat in die zwei wichtigsten Wettbewerbs-Sektionen. Die Filme konnten auch die Kritikerinnen- und Kritikerschar begeistern.

Neu im Rennen im Outnow Jury Grid ist der zweite CH-Beitrag im internationalen Wettbewerb. Drii Winter von Michael Koch konnte sich mit 4.7 knapp hinter den Spitzenplätzen einordnen. Das Bauerndrama mit Urner Laiendarstellern erinnert an Höhenfeuer und imponiert mit einer herausragenden Bildsprache und einer dramatischen Story. Mit nur 0.1 Punkten voraus bleiben zwar ex equo Ursula Meiers La Ligne und Return to Dust - Rin Yu Chen Yan aus China. Zwei Filme aus der Heimat so weit oben zu haben im Ranking bleibt aber etwas Besonderes. Ebenfalls ein landwirtschaftliches Thema behandelt Alcarràs. Der Film über eine Pfirsichplantage in einem Dorf in Katalonien von Carla Simon ist mit 4.5 ein weiterer Film, der sich kurz vor Schluss noch in die oberen Ränge hieven konnte.

Auch in der Nebensektion «Encounters» konnte der Schweizer Beitrag überzeugen. Mit einer 4.6 im Schnitt ist Unrueh von Cyril Schäublin auch bei den überzeugenden Filmen anzusiedeln. Schäublin, der Regisseur von Dene wos guet geit, schaffte es darin, seine formale Originalität zu bewahren, auch wenn er seine neue Geschichte ins vorletzte Jahrhundert versetzt hat.

© OutNow

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom blue TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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