Danke Ivan Reitman für …

Regisseur und Produzent Ivan Reitman verstarb am 12. Februar 2022 in Kalifornien. Wir erinnern uns an ein paar seiner zahlreichen Filme, die uns besonders gut gefallen haben.

«Ghostbusters» © SONY Pictures Entertainment 2022

Ghostbusters

Reitmans kommerzielles Gesellenstück von 1984 wurde ein riesiger Kinohit und ist seither in der Popkultur fest vertreten. Die Geschichte der Wissenschaftler Spengler, Venkman und Stantz, die Geistererscheinungen entdecken und dem Bösen auf den Zahn fühlen, unterhält auch heute noch gnadenlos gut. Kein Wunder gab es fünf Jahre später ein noch immer sehenswertes Sequel, eine gefloppte Version von 2016 und den herrlichen Ghostbusters: Afterlife bei welchem Reitmans Sohn Jason Regie führte. [Dani «muri» Maurer]

Kindergarten Cop

Bevor Arnie durch die Zukunft reisen und sich mit mit dem T-1000 herumschlagen musste, absolvierte er seine Reifeprüfung dort, wo ihn niemand schreien hört: Nein, nicht im Weltraum, sondern im Kindergarten. Als verdeckter Cop muss er einen Drogendealer dingfest machen und zugleich eine Schar von wildgewordenen Kindern disziplinieren. Liebevoll und mit viel Humor hat Ivan Reitman hier eine zeitlose Komödie geschaffen, die in ihrer Belanglosigkeit schon wieder charmant wirkt. [Christian Wolf]

Twins

1988 liess Reitman ausgerechnet das Duo Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito als Zwillinge aufs Publikum los. Die witzige Story der beiden ach so unterschiedlichen Brüder, die ihre genetische Mutter suchen und dabei von einem Problem ins nächste tapsen, war nicht nur an den Kassen sehr erfolgreich, sondern bewies ein für allemal, dass die steirische Eiche auch lustig sein kann. [Dani «muri» Maurer]

Stripes

Mit Bill Murray und Harold Ramis verband Ivan Reitman eine tiefe Freundschaft. 1981 liess er seine Kumpels in einer Militärkomödie auftreten, die sich inzwischen zum Kultfilm entwickelt hat. Zwei Hohlköpfe mit dem Herz am rechten Fleck treten der Army bei, nur um zu merken, dass dort ein zügig anderer Wind bläst. Doch davon lassen sie sich nicht beeindrucken. Spass ist garantiert! [Dani «muri» Maurer]

Dave

Da er dem amtierenden Präsidenten zum Verwechseln ähnlich sieht, springt Dave kurzfristig als Stand-in des mächtigsten Mannes der Welt ein. Als dieser aber verstirbt, sieht sich unser Normalo in einer Rolle, aus der er nur schwer wieder rauskommt. Mit Kevin Kline, Sigourney Weaver und Frank Langella schuf Reitman 1993 einen feinen Film, der zeigt, dass er Comedy nicht nur mit dem Dampfhammer verteilen kann. Sehenswert! [Dani «muri» Maurer]

Evolution

In der kurzweiligen Sci-Fi-Komödie von 2001 brachte uns Reitman unter anderem die Bedeutung von Shampoo näher. Auf einem Asteroiden gelangt einzelliges ausserirdisches Leben auf die Erde. Weil sich dieses rasend schnell weiterentwickelt und immer grössere Viecher entstehen, macht sich eine bunt zusammengewürfelte Truppe daran, der ausserirdischen Brut den Garaus zu machen. Neben David Duchovny, Seann William Scott und Julianne Moore ist auch Ghostbusters-Veteran Dan Aykroyd zu sehen. [Petra Schrackmann]

Ivan Reitman, die Produzenten-Legende

Doch nicht nur, wo Ivan Reitman auf dem Regiestuhl sass, war viel Reitman drin. Der 1946 geborene Mann war auch ein umtriebiger Produzent, der viele Filmprojekte ermöglichte. So produzierte Reitman zu Beginn seiner Karriere unter anderem zwei Horrorfilme eines gewissen David Cronenberg (Shivers, Rabid). Danach wollte er aber ins Komödienfach wechseln und schaffte dies mit dem Komödienklassiker Animal House. Der deftige Universitäts-Klamauk basiert unter anderem auf Uni-Erlebnissen von Reitman und Harold Ramis. Der riesige Erfolg des Filmes öffnete Reitman und Ramis jede Menge Türen in Hollywood. Reitman produzierte danach unter anderem auch noch Beethoven, Space Jam, Eurotrip und Up in the Air. Für letzteren Film wurde er mit seiner einzigen Oscar-Nomination belohnt. [Chris Schelb]

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