«Thirteen Lives» wird um Monate verschoben - nicht wegen Corona, sondern weil der Film so gut ist

Unzählige Filme mussten in den letzten zwei Jahren wegen der Pandemie verschoben werden. Doch beim Drama über die Rettung der in einer Höhle eingeschlossenen Fussballer ist der Grund ein anderer.

Szene aus «The Rescue» © Disney+

Im Juni 2018 wurde eine zwölfköpfige Fussballmannschaft im Alter zwischen 11 und 16 Jahren mit ihrem 25-jährigen Trainer in der Tham-Luang-Höhle in Thailand eingeschlossen. Die dramatischen Rettungsversuche dominierten damals die Schlagzeilen und so war es nach dem glimpflichen Ausgang nur eine Frage der Zeit, bis die Geschichte verfilmt wird.

Die gefeierten Jimmy Chin und Elizabeth Chai Vasarhelyi (Free Solo) zeigten die Ereignisse im letzten Jahr als Dokumentarfilm. Ihr atemberaubend spannender The Rescue gibt es jetzt zum Streamen auf Disney+. Da die Geschichte aber auch Potential für grosses Hollywoodkino hat, machte sich Regisseur Ron Howard im vergangenen Jahr an eine Spielfilm-Adaption. Dieser Film mit dem Titel Thirteen Lives hätte am 21. April 2022 in die Deutschschweizer Kinos kommen sollen. Doch nun hat das Studio MGM den Kinostart in den November 2022 verschoben. Der Grund für diese massive Verschiebung ist aber nicht die Pandemie.

Wie «Deadline» berichtet, sind erste Test-Screenings bei MGM dermassen gut angekommen, dass sich das Studio entschieden hat, den Film auf den 18. November 2022 zu legen. Die Überlegung dahinter ist, dass der Film so besser für die Oscars positioniert ist. Die meisten Filme, die für die Goldmännchen nominiert werden, kommen zwischen Oktober und Dezember in die Kinos und werden zuvor an prestigeträchtigen Filmfestivals wie Venedig (August) und Toronto (September) gezeigt. Dieser Veröffentlichungsplan soll auch bei Thirteen Lives zum Einsatz kommen, damit der Film vor dem Kinostart ordentlich Buzz aufbauen kann.

Laut Deadline habe bis jetzt kein anderer MGM-Film ein solch gutes Test-Publikum-Feedback wie Thirteen Lives erhalten. Das Studio soll also einen echten Hit an der Hand haben, aus dem man das Maximum herausholen möchte. Die Hauptrollen in dem Film spielen Colin Farrell, Viggo Mortensen und Joel Edgerton.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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