Die «Yellowjackets» fabrizieren einen Zickenkrieg im Zauberwald

Melanie Lynskey (Rose aus «Two and a Half Men»), Juliette Lewis als abgefuckte Alkoholikerin und Christina Ricci, die eine Verrückte spielt, in einer Serie? Das kann ja heiter werden.

© 2021 Showtime Networks Inc. All rights reserved.

Worum geht es?

1996, New Jersey: Teenagerin Shauna (Sophie Nélisse) ist Mitglied eines Highschool-Fussballteams. Ihre beste Freundin Jackie (Ella Purnell) ist sogar Team-Captain. Zusammen mit Taissa (Jasmin Savoy Brown), dem Coaching-Team, dem unter anderem Assistentin Misty (Samantha Hanratty) angehört, und ihren restlichen Teamkolleginnen besteigen sie ein Flugzeug Richtung Seattle, um an einem nationalen Fussballturnier teilzunehmen. Doch ihr Flugzeug stürzt in den Wäldern von Kanada ab. Ein paar Passagiere sterben, doch viele überleben das Unglück.

2021: Shauna (Melanie Lynskey) erhält Besuch von einer Reporterin, die mehr über die eineinhalbjährige Zeit, die die Teenagerinnen auf der Insel verbracht haben, wissen will und bietet ihr dafür einen siebenstelligen Betrag. Doch Shauna lehnt ab. Als Natalie (Juliette Lewis), Misty (Christina Ricci) und Taissa (Tawny Cypress), mittlerweile ein hohes Tier in der Politik, damit erpresst werden, die wahre Geschichte von ihrer Zeit auf der Insel zu veröffentlichen, wird es kompliziert. Vor allem auch deshalb, weil Misty (Christina Ricci) mindestens immer noch gleich verrückt ist, wie als Teenager.

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Wir finden:

Die erste Staffel von Yellowjackets bietet viele Highlights, hat aber auch ein paar kleinere Probleme. Die Serie wechselt ständig zwischen Gegenwart und den 90er Jahren. Dabei ist nicht auszumachen, welches die eigentliche Haupt-Story ist. Ganz anders als etwa in Lost, an die die Serie zwangsweise erinnert. An diesen Wechsel zwischen zwei Zeitebenen gewöhnt man sich aber relativ rasch, vor allem auch deshalb, da die jeweils zwei Schauspielerinnen pro Charakter, sehr gut gecastet sind. Der Sound ist top, vor allem Liebhaber der Musik aus den 90er Jahren kommen hier das ein oder andere Mal auf ihre Kosten.
Herausragend sind die vier Hauptdarstellerinen, die sich gegenseitig in ihrer Schauspielkunst am Laufmeter übertrumpfen.

Zwei echte Schwachpunkte der Serie: Von Beginn an wird in der Gegenwart darüber gesprochen, was Schlimmes auf der Insel passiert ist. Doch letztendlich wird, für eine Staffel mit zehn fast einstündigen Episoden, davon doch recht wenig gezeigt. Daher sind die Geschehnisse in der Gegenwart auch spannender. Der zweite Schwachpunkt: Die Serie spoilert sich, wenn auch gewollt, durch die ganze Staffel hinweg. Durch Bemerkungen und Geschehnisse in der Gegenwart ist recht rasch klar, wer die Insel überlebt hat und wer nicht. Doch ganz sicher kann man sich als Zuschauer dessen dann zum Glück doch nicht sein. Eine zweite Staffel ist bereits bestätigt. Da das Drehbuch aber noch nicht steht, dürfte diese noch ein wenig auf sich warten lassen.

Christoph Reiser [chr]

Christoph arbeitet seit 2020 als Freelancer für OutNow. Er weiss, dass man Animationsfilme nicht hassen darf, dafür liebt er Sergio-Leone-Western. Der Besuch eines Filmfestivals ist zuoberst auf seiner Bucket-List, naja fast. Und er mag kein Popcorn im Kino, denn er steht auf Chips.

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Kommentare Total: 1

CrossRaider

Ich finde die Serie mega spannend. Es werden bei weitem nicht alle Überlebenden in der Gegenwart gezeigt, so dass trotzdem nicht ganz klar ist, wer es schafft und wer nicht.
Einzig der Schluss ist für mich kein Richtiger, was wohl dem Umstand geschuldet ist, dass es (hoffentlich) weitere Staffeln geben wird.
PS:
Wie in der Serie auch mehrfach gesagt wird, sind sie eben NICHT auf einer Insel

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