Zwei Schweizer Filme buhlen um die Berlinale-Bären

Drei Wochen vor dem Start des Festivals sind die Filme vorgestellt worden, welche im Berlinale-Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren. Mit dabei zwei Schweizer Beiträge.

Auf den Spuren von Rosa Wilder? Michèle Brand spielt Anna in Michael Kochs «Drii Winter». © hugofilm

Noch geht es rund drei Wochen bis zum Start des Festivals, das trotz Pandemie im Februar physisch über die Bühne gehen soll. Nun sind die Filme vorgestellt worden, welche im Berlinale-Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren.

Aus 15 Ländern kommen die Werke. Und mit Beiträgen von Ursula Meier (Sister - L'enfant d'en haut) und Michael Koch (Marija) haben es auch zwei Schweizer Filme in die Auswahl geschafft.

Michael Koch schildert in seinem Mundart-Titel Drii Winter, wie eine noch junge Liebe in einem entlegenen Dorf in den Schweizer Alpen auf die Probe gestellt wird. In Ursula Meiers La Ligne spielt Valeria Bruni Tedeschi das Oberhaupt einer dysfunktionalen Familie.

Weitere grosse Namen, die den Weg in die deutsche Hauptstadt aufnehmen werden, sind Claire Denis mit dem Liebesdreieckler Avec amour et acharnement, François Ozon mit dem Eröffnungsfilm Peter von Kant, Ulrich Seidl mit der Feriendestination Rimini im Winterschlaf, oder der Kanadier Denis Côté mit dem Therapie-Film Un été comme ça.

Heimvorteil haben die Deutschen Nicolette Krebitz mit A E I O U - Das schnelle Alphabet der Liebe und Andreas Dreesen mit Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush, bei denen wohl nicht nur die Titelgebung etwas sperriger als üblich ausfallen wird.

In der Nebensektion Encounters wird zudem Unrueh, das neuste Werk von Cyril Schäublin (Dene wos guet geit) zu sehen sein. Weitere heisserwartete Premieren sind Incroyable mais vrai von Quentin Dupieux (Rubber, Mandibules) und Black Glasses von Giallo-Meister Dario Argento, für den es das erste Regieprojekt seit seinem misslungenen Dracula 3D im Jahr 2012 ist.

OutNow wird sich auch maskieren und von der 72. Berlinale vor Ort berichten.

Die 18 Filme im internationalen Wettbewerb:

Nicolette Krebitz - A E I O U - Das schnelle Alphabet der Liebe (Deutschland / Frankreich)
Carla Simón - Alcarràs (Spanien / Italien)
Claire Denis - Avec amour et acharnement (Frankreich)
Phyllis Nagy - Call Jane (USA)
Michael Koch - Drii Winter (Schweiz / Deutschland)
Rithy Panh - Everything Will Be Ok - (Frankreich / Kambodscha)
Ursula Meier - La ligne (Schweiz / Frankreich / Belgien)
Paolo Taviani - Leonora addio (Italien)
Mikhaël Hers - Les passagers de la nuit (Frankreich)
Kamila Andini - Nana (Indonesien)
François Ozon - Peter von Kant (Frankreich)
Andreas Dresen - Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush (Deutschland / Frankreich)
Ulrich Seidl - Rimini (Österreich / Frankreich / Deutschland)
Natalia López Gallardo - Robe of Gems (Mexiko / Argentinien / USA)
Hong Sangsoo - So-seol-ga-ui Yeong-hwa (The Novelist's Film) (Südkorea)
Isaki Lacuesta - Un año, una noche (Spanien / Frankreich)
Denis Côté - Un été comme ça (Kanada)
Li Ruijun - Yin Ru Chen Yan (Return to Dust) - (China)

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom blue TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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