Zum Kinostart von «Scream»: Die 11 besten Slasher-Filme, die kaum jemand kennt

Allen, die nach dem neusten Film der «Scream»-Reihe unbedingt noch mehr Slasher-Material brauchen, können wir weiterhelfen. Denn wir haben für euch ein paar unbekanntere Genre-Perlen ausgegraben.

Szenenbild aus «Scream» © Paramount

Hatchet

Victor Crowley, gespielt von Horror-Ikone Kane Hodder, muss sich nicht hinter den grossen Namen des Slasher-Genres verstecken. Der Fiesling, der im Sumpfgebiet von New Orleans sein Unwesen treibt, killt in Adam Greens Hatchet in einer Art und Weise, wie man es in Slashern nur selten zu Gesicht bekommt. Die extrem blutigen, handgemachten Tötungsszenen sind es alleine wert, sich diesen Splatterspass zu gönnen - da verzeiht man auch gerne den etwas plumpen Humor. [Yannick Suter]

Hier zu sehen: DVD, Blu-ray und auf Apple TV

Nightmare Beach

Diablo, der Anführer einer Motorradgang, wird auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Ein Jahr später wird in Miami Spring Break gefeiert. Während die jungen Leute feiern, bringt ein mysteriöser Killer in Motorradkluft Menschen mittels Elektrizität um. Der Film macht mit ein paar schönen Kills und gutem Achtziger-Sound die schlechten schauspielerischen Leistungen wieder wett. Diese Mischung macht Nightmare Beach zu einer gut ansehbaren Slasher-Komödie. [Christoph Reiser]

Hier zu sehen: DVD, Blu-ray und Prime Video

Peeping Tom

Wegen der gezeigten Gewalt von der Kritik damals verrissen und deshalb gefloppt - anscheinend auch ein Grund, warum Hitchcock seinen zwei Monate später erscheinenden Psycho nicht der Presse zeigen wollte -, gilt Peeping Tom heute als Vorläufer des modernen Slasherfilmes. Der Film um einen Kameramann (gespielt von Sissi-Gatte Karlheinz Böhm), der die Todesangst seiner Opfer filmt, ist nicht nur filmhistorisch interessant, sondern auch ein verdammt unheimlicher Film, weil er dem Publikum die Sichtweise des Killers aufzwingt. [Chris Schelb]

Hier zu sehen: DVD, Blu-ray und Prime Video

Sleepaway Camp

Von der Prämisse her hört sich Sleepaway Camp wie ein typischer Achtzigerjahre-Slasher an, in dem bei einem Sommerferienlager nacheinander Jugendliche ins Gras beissen und man sich fragt, welcher Psychopath schlussendlich der Täter ist. Das mittlerweile zum Kulthit avancierte B-Movie zeigt aber, dass auch Slasher-Filme erzählerische Diversität und komplexe Charaktere aufweisen können. [Christian Wolf]

Hier zu sehen: DVD und Blu-ray

Scare Campaign

Was läuft denn so im Fernsehen? In diesem Genrebeitrag aus Australien sucht eine Versteckte-Kamera-Show im TV immer extremere Wege, um das abgebrühte Teenie-Publikum hinter dem Ofen hervorzulocken - bis die Grenzen zwischen Inszenierung und Realität verschwimmen. Mit 76 Minuten ist Scare Campaign ein netter kleiner Horrorsnack für zwischendurch, der nebenbei auch noch eine fein dosierte Prise Gesellschaftskritik mitbringt. [Simon Eberhard]

Hier zu sehen: DVD, Blu-ray und Apple TV

Hell Fest

Kirmes und Vergnügungspark sind immer gut als Horrorkulisse. Das weiss auch Regisseur Gregory Potkin, der für den Schnitt von Get Out verantwortlich war. Mit einem hippen Cast, in Erinnerung bleibenden Mordszenen und zum Nägelkauen verleitenden Spannungssequenzen schlägt Hell Fest in die Kerbe der Post-Scream-Slasher ein und kann locker mit den besten von ihnen mithalten. [Marco Albini]

Hier zu sehen: DVD, Blu-ray und Apple TV

The Burning

Nach dem Erfolg von Friday the 13th musste jedes Studio seinen eigenen Sommercamp-Slasher haben. So auch «Real Life Monster» Harvey Weinstein, der den Film hier nicht nur produzierte, sondern auch am Drehbuch beteiligt war. Dieser in Deutschland verbotene Slasher ist for allem wegen der gory Make-up-Effekte von Genrelegende Tom Savini und des fantastischen Eighties-Scores sehenswert. Mit Jason Alexander und Holly Hunter gibt es auch ein paar bekannte Gesichter zu sehen. [Marco Albini]

Hier zu sehen: DVD und Blu-ray

April Fool's Day

Eine superreiche College-Studentin lädt ihren Freundeskreis auf ihr Anwesen ein, das auf einer abgelegenen Insel liegt. Da der 1. April bis dahin noch nicht zum Slasher verwurstet wurde wie jeder andere Feiertag, war dieser Film nur eine Frage der Zeit. Diese Slasherkomödie lebt von der Frage, was ein Scherz ist und was echt, was immer wieder zu überraschenden Wendungen führt. [Marco Albini]

Hier zu sehen: DVD und Blu-ray

Sorority House Massacre II

Bereits der erste Teil dieser Slasher-Reihe ist ziemlich kultig, doch die Fortsetzung setzt noch einen drauf. Die Mordwaffe des Killers ist tatsächlich eine mit einem elektrischen Bohrer ausgestattete Gitarre. Damit wird nicht nur gemordet, sondern auch gerockt, denn diese Roger-Corman-Produkion hat mit seiner Musikvideo-Optik auch parodistische Züge. Einer der vielleicht verrücktesten Slasher der Nineties. [Marco Albini]

Hier zu sehen: DVD und Blu-ray

Detention

Wenn Joseph Kahn nicht gerade Musikvideos mit Megastars wie Taylor Swift oder Jennifer Lopez dreht, macht er absolut crazy Filme. Wer Torque gesehen hat, weiss, dass keine Subtilität zu erwarten ist. Detention ist Parodie und Hommage an eine Reihe von Genres und an die Neunziger. Nebst High-School-Slasher-Elementen enthält dieser spassige, kultige Film unter anderem sogar eine Zeitmaschine. Absolut durchgeknallt und ein absolutes Muss für Fans des abstrusen Kinos. [Marco Albini]

Hier zu sehen: DVD, Blu-ray und Apple TV

In 3 Tagen bist du tot

Warum denn in die Ferne schweifen, liegt das Blutige doch so nah: In In 3 Tagen bist du tot kreischen die Teenies auf Österreichisch. Andreas Prochaska verlegt den klassischen Slasher in die Alpen. Damit erfindet er das Genre nicht neu, schafft aber einen unterhaltsamen 90-Minüter mit allen Zutaten, die es fürs Genre braucht. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann gleich noch das Sequel nachschieben. [Simon Eberhard]

Hier zu sehen: DVD und Blu-ray

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Instagram
  6. Letterboxd
Teilen
Auf Facebook teilen  Auf Twitter teilen 
Datum
Quelle
OutNow