«The Book of Boba Fett» - So ist Kapitel 3

Die neue Star-Wars-Serie auf Disney+ steht ganz im Zeichen von Boba Fett, der nach dem Untergang des Imperiums und dem Tod seines letzten Auftraggebers Jabba nach einer neuen Bestimmung sucht.

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Eckdaten

Episodentitel: The Streets of Mos Espa
Regie: Robert Rodriguez
Drehbuch: Jon Favreau
Dauer: 38 Minuten

Das passiert

Nach einem weiteren vereitelten Mordanschlag auf Boba Fett (Temuera Morrison) geben die Hutt-Zwillinge endlich auf, seine Macht in Frage zu stellen. Als Geschenk bringen sie ihm ein sowohl grosses als auch grosszügiges Geschenk. Des Weiteren wird Boba von einem seiner Vasallen besucht, der Hilfe gegen eine junge Strassengang sucht. In den Flashbacks verhandelt Boba weiter mit den Pykes und findet seinen Tusken-Stamm ausgelöscht vor.

Review

Es gibt zwei Indizien, welche auf Regisseur Robert Rodriguez hindeuten: Danny Trejo gibt sein Debut im Star Wars-Universum und ein paar Charaktere aus Alita: Battle Angel scheinen sich in die Streamingserie verirrt zu haben. Die Strassengang auf ihren bunt lackierten Kirmes-Vespas passen optisch überhaupt nicht nach Tatooine. Die jungen Recken mit ihren Roboterteilen wirken wie ein Fremdkörper in dieser Umgebung und hätten vielleicht irgendwo auf Coruscant oder Corellia besser funktioniert. Sophie Thatcher als Drash mag eine coole, toughe Figur sein, doch irgendwie wirkt dies alles noch etwas unausgegoren.

Danny Trejo als Rancorwärter passt besser in diese Welt. Die Aussicht auf Boba, der auf einem Rancor reitet, dürfte jedem Fan das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen und man kann gespannt auf die Umsetzung dieser angeteaserten Szene sein. Ein weiterer Höhepunkt dieser Folge ist der Gladiatoerenwookie Black Krrsantan, bekannt aus den aktuellen Star Wars Comics, der endlich in Aktion gezeigt wird und beweist, dass er ein äusserst zäher Gegner ist.

Nebst rasanter Action gibt es aber auch einen emotionalen Höhepunkt, als Boba auf die Leichen seines Tusken-Stammes trifft. Dieser Cliffhanger lässt auf einen zornigen Boba hoffen, der mit der Nikto Gang ein für allemal aufräumt.

Fazit

Auch nach der dritten Folge ist noch nicht klar, was Boba genau motiviert, Mos Espa regieren zu wollen. Seine Fähigkeiten als Gangsterboss sind fragwürdig und diese Darstellung droht Boba als Charakter etwas zu verweichlichen. The Book of Boba Fett scheint eine Serie zu sein, die erst nach der letzten Folge wirklich verstanden und kritisiert werden kann.

Marco Albini [ma]

2003 verfasste Marco seine erste Kritik auf OutNow und ist heute vor allem als Co-Moderator des OutCast tätig. Der leidenschaftliche «Star Wars»-Fan aus Basel gräbt gerne obskure Genrefilme aus, aber Komödien sind ihm ein Gräuel.

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Kommentare Total: 2

goe

Das stimmt, die Möchtegern-Vespa-Gang ist eigentlich überflüssig. Da hätten es Speeder auch getan. Auch das Bürgermeister-Cabrio ist etwas fehl auf Tatooine. Trotzdem fand ich die Folge gut und ein idealer Teaser auf alles, was noch kommt. Sie müssen ja die Story etwas ausschmücken. Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor. So lässt die Folge sich zusammenfassen.

th

die folge vermochte mich nicht zu überzeugen. die 80er-töffligang ist lächerlich. zudem unglaubwürdig dass der boba nach der beschwerlichen reise zum eintreiben des schutzgeldes sich dann mit der lapidaren aussage «wir zahlen nix, da schon jemand anders geld will» abspeisen lässt und mit leeren händen von dannen zieht.

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