Von «Olga» bis «Mad Heidi»: Die meisterwarteten Schweizer Filme von 2022

Vom Festival-Darling bis hin zur Exploitation-Granate hat das Schweizer Filmschaffen in diesem Jahr alles zu bieten. Wir stellen euch die so unterschiedlichen Filme von 2022 vor.

«Soul of a Beast», «Mad Heidi», «Prinzessin» © Ascot Elite, Decoy Films, Cineworx

99 Moons

Regie: Jan Gassmann (Chrigu, Europe, She Loves)
Cast: Valentina Di Pace, Dominik Fellmann

Blickte Regisseur Jan Gassmann in seinem gefeierten Europe, She Loves noch auf vier unterschiedliche Paare, fokussiert er sich in seinem neusten Film auf ein Paar, das durch Gefühle verbunden ist, die an Besessenheit grenzen.

Geplanter Kinostart: Erstes Quartal 2022

Die goldenen Jahre

Regie: Barbara Kulcsar (Zu zweit, Nebelgrind)
Cast: Stefan Kurt, Esther Gemsch, Ueli Jäggi

In der Komödie merkt das frisch pensionierte Ehepaar Alice und Peter, dass sie beide völlig andere Vorstellungen vom Ruhestand haben. Als die beiden auf eine Kreuzfahrt gehen, kehrt Alice spontan nicht mehr von einem Landausflug aufs Schiff zurück. Das Drehbuch schrieb Petra Volpe (Die göttliche Ordnung).

Geplanter Kinostart: 27. Oktober 2022

«Die goldenen Jahre»
«Die goldenen Jahre» © Sava Hlavacek

Foudre

Regie: Carmen Jaquier (Heimatland)
Cast: Lilith Grasmug, Lou Iff, Diana Gervalla

Im Sommer 1900 kehrt die 17-jährige Elisabeth zu ihrer Familie zurück, nachdem sie diese fünf Jahre zuvor verlassen hatte, um ins Kloster einzutreten. Ihr Beweggrund für ihre Rückkehr: Der geheimnisvolle Tod ihrer Schwester.

Geplanter Kinostart: Zweites Quartal 2022

La ligne

Regie: Ursula Meier (Home, L'enfant d'en haut)
Cast: Valeria Bruni Tedeschi, India Hair, Dali Benssalah

Im heisserwarteten neuen Film von Berlinale-Preisträgerin Ursula Meier geht es um die junge Margaret, die ihre Mutter Christina während eines Streits tätlich angreift. Nachdem sie deswegen von der Polizei verhaftet wird, darf sich Margaret anschliessend dem Haus der Familie nicht mehr als 200 Meter nähern.

Geplanter Kinostart: noch offen

La Mif

Regie: Frédéric Baillif (Edelweiss Revolution)
Cast: Charlie Areddy, Kassia Da Costa, Amandine Golay

Hat am Zurich Film Festival 2021 das Goldene Auge im Fokus-Wettbewerb gewonnen. Der Film zeigt Mädchen in einem welschen Erziehungsheim, die alle ein schlimmes Schicksal durchgemacht und in einander eine neue Familie gefunden haben. Doch das Zusammenleben mit den Erzieherinnen und Erziehern ist auch nicht immer einfach.

Geplanter Kinostart: 17. März 2022

«La Mif»
«La Mif» © Joseph Areddy

Lost in Paradise

Regie: Fiona Gelsomina Ziegler
Cast: Dominique Jann, Ivan Pokorny, Andri Schenardi

Eugen (Dominique Jann) ist Ende dreissig und frönt in Prag, der Heimatstadt seines Vaters, einem unbekümmerten Bohème-Dasein. Für den von ihm aufgebauten Musikklub lebt und brennt er - bis dort ein fatales Feuer ausbricht. Er ist gezwungen in die Schweiz zurückzukehren, um das Geld für die Renovation aufzutreiben. Bei seiner Rückkehr wird er dabei mit seiner Familie konfrontiert.

Geplanter Kinostart: 12. Mai 2022

«Lost in Paradise»
«Lost in Paradise» © Frenetic Films

Luchsinger und die Götter

Regie: Markus Köbeli
Cast: Manfred Liechti, Andrea Zogg, Max Rüdlinger

Vier Schweizer Rentner verbringen ihren Lebensabend aus ökonomischen Gründen in Bali. Als dann aber einem von ihnen im Billig-Exil das Geld ausgeht und ein anderer, der eine fette Pension bezieht, im Sterben liegt, entschliessen sie sich, ihre Leben zu tauschen.

Geplanter Kinostart: Zweites Quartal 2022

Mad Heidi

Regie: Johannes Hartmann (Halbschlaf, Deadlocked)
Cast: Alice Lucy, Casper Van Dien, David Schofield

Das wird ein (Splatter-)Fest! In einer dystopischen Schweiz, die unter die faschistische Herrschaft eines Käsemagnaten gefallen ist, lebt Heidi als einfache junge Frau in den Bergen. Doch entfacht ihre Sehnsucht nach persönlicher Freiheit eine Revolution. Aus dem naiven Bergmädchen wird eine wilde Kämpferin, die den Käsefaschisten das Handwerk legen muss. Fuck yeah!

Geplanter Kinostart: Sommer 2022

Alice Lucy als Mad Heidi
Alice Lucy als Mad Heidi © Decoy Films

The Mies van der Rohes

Regie: Sabine Gisiger (Dürrenmatt: Eine Liebesgeschichte, Yalom's Cure)

In Gisigers neuem Dokumentarfilm wird die bewegende Familiengeschichte der Mies van der Rohes erzählt. Dies jedoch nicht aus der Sicht des bekannten Architekten Ludwig Mies van der Rohe, sondern aus jener von Frau Ada, seinen Töchtern Georgia, Manna und Traudel und seiner Geliebten Lilly Reich

Geplanter Kinostart: Zweites Quartal 2022

Olga

Regie: Elie Grappe
Cast: Anastasia Budiashkina, Sabrina Rubtsova, Caterina Barloggio

Elie Grappes Film ging für die Schweiz ins Oscar-Rennen und feierte am Cannes-Filmfestival seine Premiere. Das Drama dreht sich um die 15-jährige ukrainische Turnerin Olga. Weil ihre Mutter eine regierungskritische Journalistin ist, ist sie in Kiew nicht mehr sicher. So kommt sie zum Training in die Schweiz, das Land ihres Vaters. Doch die Situation in ihrem Heimatland macht ihr zu schaffen.

Geplanter Kinostart: 24. Februar 2022

«Olga»
«Olga» © Studio / Produzent

Presque

Regie: Bernard Campan
Cast: Bernard Campan, Marilyne Canto, Laëtitia Eïdo

Kommt der neue Intouchables etwa aus der Schweiz? In der Komödie von Bernard Campan geht es um den körperlich beeinträchtigten Igor, der sich mit Louis anfreundet, der ein Bestattungsunternehmen führt. Als Louis eine Überführung einer Leiche ins Ausland in Angriff nehmen muss, begleitet Igor in. Uns konnte der Film bereits überzeugen. In unserer Kritik schrieben wir, dass der Film durch herrlichen Humor und gefühlvolle Tragik brilliert.

Geplanter Kinostart: 7. April 2022

«Presque»
«Presque» © JMH

Prinzessin

Regie: Peter Luisi (Der Sandmann, Flitzer)
Cast: Johanna Bantzer, Matthias Habich, Fabian Krüger

Josef ist alkoholabhängig, sein Leben entgleitet ihm mehr und mehr. Durch den Einzug seiner Halbschwester Nina und deren Tochter findet Josef endlich Halt und einen Sinn in seinem Leben. Als Nina Jahre später Hilfe braucht, ist es Josef, der nun für sie da ist.

Geplanter Kinostart: 27. Januar 2022

«Prinzessin»
«Prinzessin» © Cineworx

Red Jungle - Jungle Rouge

Regie: Zoltan Horvath, Juan José Lozano (Témoin indésirable)

Im Animationsfilm geht es um Raul Reyes, einen Sprecher der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, der im März 2008 von der CIA und der kolumbianischen Armee getötet wurde. Der Film zeichnet das Leben von Reyes anhand von Daten nach, die auf einem Computer im zerbombten Lager gefunden wurden. Könnte der neue Chris the Swiss werden.

Geplanter Kinostart: Erstes Quartal 2022

Réduit

Regie: Leon Schwitter
Cast: Peter Hottinger, Dorian Heiniger

Im äusserst beklemmend klingenden Drama von Langfilmdebütant Leon Schwitter unternehmen Benny und sein Vater Michael einen Ausflug in die Berge. Bald realisiert der Junge, dass sein Vater nicht mehr in die Zivilisation zurückkehren möchte und er seinen Sohn und sich selbst in den Felswänden vor der Aussenwelt beschützen möchte.

Geplanter Kinostart: Erstes Quartal 2022

Die schwarze Spinne

Regie: Markus Fischer (Zoe & Julie - Hidden Marks, Der Bestatter)
Cast: Lilith Stangenberg, Ronald Zehrfeld, Anatole Taubman

Die Verfilmung der bekannten Gotthelf-Novelle, in der die Hebamme Christine einen gefährlichen Pakt mit dem Teufel eingeht. Fortan mit einer Spinnenpest bestraft, wird Christine von der Retterin zur Gejagten.

Geplanter Kinostart: 10. März 2022

«Die schwarze Spinne»
«Die schwarze Spinne» © Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved.

Soul of a Beast

Regie: Lorenz Merz (Cherry Pie)
Cast: Luna Wedler, Ella Rumpf, Lolita Chammah

Schon im letzten Sommer in Locarno abgefeiert, kommt der neue Film des Filmkollektivs 8horses (Der Unschuldige, Cronofobia) im April endlich auch offiziell in die Kinos. In dem Film, den wir in Locarno «emotional, opulent und trotz viel Züri-Groove sehr international» nannten, geht es um einen sehr jungen Vater, der sich in die beste Freundin seines Kumpels verliebt.

Geplanter Kinostart: 14. April 2022

«Soul of a Beast»
«Soul of a Beast» © Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved.

Unrueh

Regie: Cyril Schäublin (Dene wos guet geit)
Cast: Monika Stalder, Lilith Stangenberg, Michael Fehr

Sein sauber beobachteter Spielfilmerstling Dene wos guet geit sorgte an Festivals weltweit für Furore. Für sein Nachfolgeprojekt ging Cyril Schäublin nun in die Vergangenheit, genauer gesagt ins Jahr 1877. Protagonistin Josephine arbeitet in einer Uhrenfabrik und stellt das Unruhrad her, das mechanische Herz der Uhren. Sie lernt dabei neue Wege der Organisation von Geld, Zeit und Gemeinschaft kennen und engagiert sich in der örtlichen Gewerkschaft der anarchistischen Uhrmacher.

Geplanter Kinostart: 29. September 2022

Chris Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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OutNow/Swiss Films
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