Schon alle gesehen? Die zehn besten Netflix-Filme von 2021

Nachdem wir schon unsere Netflix-Serien-Bestenliste veröffentlicht haben, folgt hier nun noch die Rangliste mit den besten Netflix-Filmen. An diesen Filmen solltet ihr besser nicht vorbeiscrollen.

«Bo Burnham: Inside», «The Mitchells vs. The Machines», «tick, tick…Boom!» © Netflix

10. Passing

Rebecca Halls Regiedebüt ist vermutlich eine der differenziertesten und intelligentesten Auseinandersetzungen mit dem Thema Rassismus. Auch wenn der Film auf einem Roman von 1929 basiert, ist die Geschichte absolut zeitgemäss. Die Schwarz-Weiss-Form hat nicht nur einen künstlerisch wertvollen und poetischen Einschlag, sondern dient zusätzlich auf besonders geschickte Weise dazu, dem Inhalt eine tiefgründige Ebene zu geben. [Teresa Vena]

9. Fear Street 1994

Regisseurin Leigh Janiak inszenierte mit dem ersten Teil ihrer «Fear Street»-Trilogie ihre Liebeserklärung an das Slasher-Revival der Neunzigerjahre voller Spannung, Gore und mit einem tollen Cast, aus dem vor allem Olivia Scott Welch heraussticht. «Retro» und «Hommage» sind Worte, die oft herumgeworfen werden, aber der Regisseurin gelingt das Kunststück, eine spannende Geschichte zu erzählen und dem Genre enorm präzise zu huldigen. [Marco Albini]

8. The Power of the Dog

Was für ein Comeback: Nach zwölf Jahren Absenz von der grossen Leinwand rockte Jane Campion das Filmfestival Venedig. Nicht nur gewann sie den Silbernen Löwen für die beste Regie, sondern - viel wichtiger! - schwang auch in unserem Jury Grid überlegen obenaus. Nicht umsonst: Ihr stiller Western hinterfragt gekonnt gängige Männlichkeitsideale und überzeugt durch seine stimmungsvolle Inszenierung. [Simon Eberhard]

7. The Harder They Fall

Jeymes Samuels revisionistischer Western orientiert sich klar an Vorbildern wie Sergio Leone und Quentin Tarantino. Statt auf Geschichtstreue setzen die Macher jedoch auf Hochglanzästhetik und einen modernen, hitverdächtigen Soundtrack, der von keinem Geringeren als Jay-Z produziert wurde. Dank des gutgelaunten Traum-Casts rund um Idris Elba, Regina King und Jonathan Majors feuert The Harder They Fall Zweieinhalbstunden solider Unterhaltung voller Schiesspulver, Banküberfälle und Mexican Standoffs auf die Zuschauer ab. [Swantje Oppermann]

6. Fear Street 1666

«Zurück zum Anfang» ist im Falle dieses gruseligen Abschlusses der Trilogie doppeldeutig zu verstehen. Durch das Setting im 17. Jahrhundert mit Wäldern, irischen Akzenten, dichten Nebelschwaden und Okkultismus kommt richtig Gänsehautstimmung auf. Gleichzeitig schliesst sich der Kreis, der mit Fear Street 1994 geöffnet wurde, auf überraschende Weise. Wohliges Angstgefühl garantiert! [Marco Albini]

5. Don't Look Up

Die Welt steht kurz vor ihrem Untergang - doch niemanden interessiert's. Adam McKays brandaktuelle und starbesetzte Satire, die eigentlich gar keine ist, posaunt frei heraus, wie dämlich wir eigentlich sind. Damit zeigt er nichts Neues oder Weltbewegendes, aber er zeigt es auf eine Art und Weise, die einfach gut tut. Don't Look Up kommt zur genau richtigen Zeit mit der nötigen und exakt passenden Portion Humor. [Yannick Suter]

4. tick, tick…Boom!

Regisseur Lin-Manuel Miranda widmet der Broadway-Ikone Jonathan Larson eine filmische Hommage, die den zermürbenden kreativen Schaffensprozess mit eingängigen Musiknummern unterlegt. Dafür lässt er einen Cast voller Multitalente über die Leinwand tanzen. Mal mit Selbstironie, mal von Verzweiflung geplagt, singt sich Andrew Garfield in Bestform durch dieses Meta-Musical samt Mitwipp-Potenzial. Dabei gelingt dem Film ein besonderes Kunststück: Er lässt die Zuschauer auch ohne Happy End positiv gestimmt zurück. [Swantje Oppermann]

3. The Guilty

Hat es dieses US-Remake des Fingernägel-vernichtenden Den skyldige wirklich gebraucht? Natürlich nicht, aber selbst für Kenner des Originals quetscht Regisseur Antoine Fuqua mit einer dichten Inszenierung und besonders der leidenschaftlich-intensiven Performance von Jake Gyllenhaal als leidender Polizist in der Notrufzentrale das Maximum an Spannung heraus - auch wenn im Gegensatz zum Dänen-Knaller die Remake-Macher gegen Ende hin der Mut verlässt. [Chris Schelb]

2. Bo Burnham: Inside

Nach einer fünf Jahre dauernden Auszeit war Bo Burnham bereit, wieder auf die Bühne zu treten - und dann kam Corona. Darauf produzierte er mit Inside praktisch im Alleingang eine Auseinandersetzung mit dem Internet, sozialen Problemen und vor allem sich selbst. Es entstand ein brillantes Werk voller Ohrwürmer, cleverem Witz und einer tiefen Traurigkeit. Einfach grossartig. [Nicolas Nater]

1. The Mitchells vs. The Machines

Eine willkommene Abwechslung in der Animationswelt: Die Geschichte um Katie und ihre Familie, die einen letzten gemeinsamen Roadtrip unternehmen wollen, ist zeitgemäss inszeniert mit kinderfreundlicher Sozialkritik. Dazu kommen die knalligen, überzeichneten und teils recht wilden Visuals. Ein toller Film für die ganze Familie, so klischiert dieser Satz auch ist. [Nicolas Nater]

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