Nein, danke. Die persönlichen Filmenttäuschungen von 2021
Tja, man kann nicht immer gewinnen. Ein paar Filme liessen unsere Redaktorinnen und Redaktoren in diesem Jahr etwas ernüchtert zurück. Welche das sind und woran es gelegen hat, erfahrt ihr hier.

Black Widow
Was für ein uninspirierter Start in die Marvel-Phase vier! Klar, Scarlett Johansson und Florence Pugh sind tolle Schauspielerinnen, aber in Black Widow müssen sie sich mit einer dermassen zähen Geschichte rumschlagen, dass auch sie den Film nicht retten können. Ein absolut nichtssagender Actionfilm, den ich fünf Minuten nach Ende fast schon wieder vergessen hatte. [Simon Eberhard]

Halloween Kills
Zugegeben, ich war noch nie ein grosser Fan der Halloween-Reihe. Aber was mir bei Halloween Kills vorgesetzt wurde, grenzt fast an Körperverletzung. Hirnlose Gore-Orgien ersetzen eben keine Spannung - und damit konnte das Original seinerzeit punkten. Zurück bleibt eine sterbenslangweilige und voraussehbare Schlachtplatte mit einem durch und durch hassenswerten Figurenpersonal. [Chris Bucher]

Luca
Mit Luca musste ein weiterer Animationsfilm aus dem Hause Pixar auf einen Kinostart verzichten. Nach dieser Enttäuschung folgte die Ernüchterung: Luca ist nicht gut. Mit satten, sommerlichen Farben und einem netten Setting an der italienischen Küste kommt zumindest ein wenig Sommerstimmung in die gute Stube. Leider können weder die Figuren, noch die Handlung, noch der Humor überzeugen und man setzt stattdessen auf eine Aneinanderreihung aller Klischees, die mit Italien verbunden werden können. Der dämliche Wunsch der Hauptfigur, eine Vespa zu besitzen, hat als Aufhänger eines Filmes nicht gerade viel Fleisch am Knochen. [Marco Albini]

Red Notice
Mit grossem Tamtam wurde der bis dato teuerste Netflix-Streifen angekündigt und prompt zum erfolgreichsten Film der Streamingplattform. Kein Wunder, bringt der Film mit Gal Gadot, Ryan Reynolds und Dwayne «The Rock» Johnson doch geballte Starpower mit sich. Das war es dann aber auch schon. Der Plot von Red Notice ist so löchrig wie ein Sieb. Dies gepaart mit teils schlechter CGI sowie lahmen Witzen wurde hier eindeutig zu viel Potenzial verschenkt. [Swantje Oppermann]

Resident Evil: Welcome to Raccoon City
Das Reboot der Resident Evil-Filme wollte sich stärker an den Games orientieren. Tolle Idee! Leider macht Vorlagentreue noch lange keinen guten Film daraus. «Resident Evil: Welcome to Raccoon City» ist eine Vollkatastrophe. Das miese Skript sorgt für viel Frust und Fehlbesetzungen sowie dämliche Jumpscares beerdigen das Unterfangen komplett. Da hilft auch kein grünes Kraut mehr. [Chris Bucher]

Space Jam: A New Legacy
Was haben wir uns gefreut, als bekannt wurde, dass der Klassiker Space Jam ein Sequel bekommt - und dann liefern die Verantwortlichen von Warner so einen Quark ab! Die Looneys um Bugs Bunny werden zu Nebenfiguren, der hauseigene Streamingkanal wird auf plumpe Art beworben und Sportler LeBron James ist nicht mal auf dem Spielfeld überzeugend. Auch die vielen Cameos machen aus diesem Film schlichtweg keinen Spass. Sorry, Bugs und Daffy! [Dani «muri» Maurer]

Tom & Jerry
Wer kennt sie nicht, die schlaue Maus Jerry und den wütend-tollpatschigen Kater Tom! Erwartet habe ich nicht viel von dieser Realverfilmung mit den animierten zwei Erzfeinden, doch nicht nur fehlt die Erzählstimme aus der TV-Serie, sondern auch die beiden menschlichen Hauptdarsteller Chloë Grace Moretz und Michael Peña sind einfach nur peinlich. Enttäuschung ist hier, wenn tiefe Erwartungen von der Realität unterboten werden. [Christoph Reiser]

Wonder Woman 1984
Die bekannteste Superheldin des DC-Universums hatte mit ihrem ersten eigenen grossen Kinofilm Erfolg, mit dem Sequel dann nicht mehr so ganz. Nun jagt sie einen Gegenstand, der Wünsche erfüllt, ärgert sich mit dem Mandalorian rum und muss gegen eine schlecht animierte Cheetah kämpfen. Ausser der bemühten Gal Gadot und dem basslastigen 80s-Sound bleibt hier nichts hängen. Dieser Ausflug in die Vergangenheit ist sinnlos. [Dani «muri» Maurer]
