Wegen Corona: Filme mit Elyas M'Barek, Karoline Herfurth und Moritz Bleibtreu werden verschoben

Bereitet sich die deutsche Filmindustrie auf einen neuen Kino-Lockdown vor? Aufgrund der aktuellen Lage wurden einige Filme vom Release-Kalender genommen. Die Schweiz ist davon ebenfalls betroffen.

Karoline Herfurth in «Wunderschön» © Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Man kennt das Spiel der vergangenen zwei Jahre: Weil sich Produzenten und Studios sorgen, dass ihre Filme während der Pandemie nicht anständig performen können, werden diese einfach nach hinten geschoben - mit der Hoffnung, dass die Situation ein paar Monate später eine andere, das heisst bessere ist. In den letzten Monaten mussten wir jedoch nicht mehr oft über solche Entscheidungen berichten. Sogar Blockbuster wie No Time to Die und Dune waren in diesem Jahr endlich auf der grossen Leinwand zu sehen. Nun scheint es in Deutschland aber mit den Filmverschiebungen wieder loszugehen. Betroffen sind davon aber vorerst nur deutsche Produktionen.

Warner Bros. Deutschland und Constantin Film haben einige ihrer Filme vom Release-Kalender genommen: Karoline Herfurths Tragikomödie Wunderschön (geplant war der Start am 16. Dezember 2021), die Komödie Caveman mit Moritz Bleibtreu (23. Dezember 2021), die Vorname-Fortsetzung Der Nachname (20. Januar 2022) und die Romanze Liebesdings mit Elyas M'Barek (17. Februar 2022). Neue Startdaten wurden bis jetzt noch nicht kommuniziert.

Mit dieser Entscheidung der deutschen Verleiher sind auch die Schweizer Kinostartdaten dieser Filme hinfällig. Denn bei den meisten Filmen wird aus Marketing- und Raubkopie-Gründen geschaut, dass die Kinostarts in Deutschland und in der Deutschschweiz auf den gleichen Tag fallen.

Wieso nur deutsche Filme betroffen sind

Einige werden sich nun fragen, wieso hier nur deutsche Produktionen betroffen sind. Dies hat mit dem einfachen Grund zu tun, dass die Verleiher und Studios in Deutschland bei ihren heimischen Produktionen selbst über das Schicksal ihrer Filme entscheiden können. Ganz anders ist die Situation bei Hollywood-Blockbustern. Dort haben viel mehr Leute ein Mitsprachrecht, was mit den Kinostartdaten der Grossproduktionen passiert. Ein Kinostart kann also nicht so einfach verschoben werden.

Muss man sich nun Sorgen um Spider-Man machen?

Für Film-Fans bleibt nun zu hoffen, dass sich die Coronasituation in Deutschland nicht noch verschlimmert. Sollte die deutsche Regierung aufgrund der Fallzahlen die Kinos wieder schliessen lassen, dann würden auch hierzulande die Kinostartdaten von Spider-Man: No Way Home und Matrix Resurrections auf wackligen Beinen stehen - eben auch wegen den bereits erwähnten Marketing- und Raubkopien-Gründen.

Aber wir wollen den Teufel jetzt mal nicht an die Hand malen und hoffen, dass Warner und Constantin nicht aus Angst einer weiteren Kinoschliessung die Filme verschoben haben, sondern alles versuchen, um bei diesen Filmen das Maximum an den Kinokassen herauszuholen.

Chris Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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