Neue Corona-Massnahmen: Das musst du jetzt für den Kinobesuch wissen

Da die täglichen Fallzahlen in Kürze fünfstellig sein werden, hat der Bundesrat neue Massnahmen beschlossen. Darunter auch eine Maskenpflicht in Innenräumen. Ausnahmen sind aber möglich.

Ob Nanni Moretti echt eine Maske anhat? Szene aus «Chacun son cinéma» © Studio / Produzent

Update vom 20. Dezember 2021:

In den Kinos gilt von nun an 2G und eine Maskenpflicht. Damit können nur noch Geimpfte und Genesene Kinovorstellungen besuchen. Wer weder geimpft und/oder genesen ist, kommt mit einem negativen Testergebnis nicht mehr in eine Vorstellung. Diese Regel gilt für alle Personen über 16 Jahren. Zudem gilt in den Sälen für alle wieder eine Maskenpflicht. Für die Konsumation von Getränken und Snacks darf die Maske kurz abgenommen werden. Es darf dabei nur im Sitzen konsumiert werden.

Original-News vom 3. Dezember 2021 mit veralteten Informationen

Es sah lange Zeit gut aus und wir freuten uns schon, dass wir keine blöden Newsberichte mehr über das Coronavirus schreiben müssen. Doch es kam anders. Die Fallzahlen schiessen wieder in die Höhe und haben so den Bundesrat gezwungen, das Heft wieder in die Hand zu nehmen. Am Freitag, 3. Dezember wurden nun neue Massnahmen beschlossen, die ab dem 6. Dezember 2021 in Kraft treten werden. Wir sagen euch, welche davon die Kinos betreffen werden. Es folgt

Maskenpflicht kann, muss aber nicht zurückkommen

Ab dem 6. Dezember wird die Maskenpflicht auf alle Innenräume ausgeweitet. Für den Kinobesuch bedeutet dies, dass innerhalb der Lichtspielhäuser wieder eine Maske getragen werden muss. Dies, weil der Bundesrat weiterhin 3G (geimpft, genesen, getestet) erlaubt und sich so «getestete Menschen» im Kino anstecken könnten, die wegen einer fehlenden Impfung oder keiner durchgemachten Coronaerkrankung nicht gut genug geschützt sind. Für den Konsum von Snacks und Drinks darf die Maske aber weiterhin kurz abgenommen werden.

Das grosse Aber

ABER öffentliche Einrichtungen mit Zertifikatspflicht dürfen laut dem Bundesrat die 2G-Regel einführen - Kinos gehören zu solchen Einrichtungen. Machen die Betreiber davon Gebrauch, dürfen nur noch Menschen, die entweder geimpft oder genesen sind, die betroffenen Kinos besuchen. Wer weder geimpft noch genesen ist und bisher mit einem negativen Test in die Kinos gekommen ist, müsste in diesem Fall draussen bleiben. Sexy: Führt ein Kino die 2G-Regel ein, entfällt die Maskenpflicht. Begründet wird dies folgendermassen: «Geimpfte und genesene Personen sind deutlich weniger ansteckend und nach einer Ansteckung mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit von einem schweren Verlauf oder einer Hospitalisation geschützt.»

Das Bundesamt für Gesundheit schreibt weiter: «Zu diesem Zweck muss die Prüf-App für die Covid-Zertifikate erweitert werden. Diese Anpassung wird erst per 13. Dezember 2021 zur Verfügung stehen. Bis dann müssen die Betreiber der Einrichtungen oder die Veranstalter manuell prüfen, ob die entsprechende Person geimpft oder genesen ist. Ein freiwilliger Einsatz der 2G-Regel wurde in der Konsultation gewünscht, unter anderem weil etwa in Discos ein Betrieb mit Sitzpflicht bei Konsumation nicht wirtschaftlich sei.»

Die Kinobetreiber können also selber entscheiden, ob sie mit 2G oder 3G arbeiten möchten. Am besten informiert ihr euch vor einem Kinobesuch schnell auf der Website des Kinos, welche Regel zum Einsatz kommt.

All jene, die sich jeweils für einen Kinobesuch einem Antigen-Schnelltests unterzogen, müssen nun neu wissen, dass der Schnelltest nur noch 24 und nicht mehr 48 Stunden lang gültig ist.

Keine Sitzplatzbeschränkungen

Den Kinobetreibern ist es weiter erlaubt, alle Plätze in einem Saal zu verkaufen. Es gibt keine Beschränkungen. Gemäss einer Vorgabe des Covid-19-Gesetzes sind Kapazitätsbeschränkungen für öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe sowie Veranstaltungen und private Zusammenkünfte aufzuheben, sobald der impfwillige erwachsene Teil der Bevölkerung «ausreichend geimpft» ist.

Diese Bestimmung hat das Parlament im Rahmen der Beratungen in der Sommersession 2021 beschlossen. Nach den Anstrengungen der Kantone und des Bundes im Zusammenhang mit der Impfwoche muss davon ausgegangen werden, dass die impfwilligen Personen ab 12 Jahren in der Schweiz geimpft sind. Dem Bundesrat ist es aufgrund der Vorgabe des Covid-19-Gesetzes nicht mehr möglich, aus epidemischer Sicht wünschenswerte Kapazitätsbeschränkungen anzuordnen

Chris Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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