«Eternals»-Spoiler: Weshalb eine Figur beim Showdown nicht mitmacht und wem die Stimme in der Abspannszene gehört

Da der 26. MCU-Film schon zwei Wochenenden in den Kinos hinter sich hat, beantworten wir jetzt zwei Fragen, welche sich die Kinogängerinnen und Kinogänger vielleicht auch gestellt haben.

© Marvel Studios

Zwar steht mit Spider-Man: No Way Home bereits schon der 27. Film des Marvel Cinematic Universe in den Startlöchern, doch müssen wir jetzt noch schnell etwas genauer über Eternals reden. Denn es gibt zwei Sachen, die uns nach dem Schauen für eine Weile keine Ruhe gelassen haben. Zum Glück war Regisseurin Chloé Zhao so nett und hat in Interviews die dringend benötigen Antworten geliefert.

Achtung, dies die letzte Warnung: Es folgen nun Spoiler zu Eternals

Frage 1: Wieso genau war einer der Eternals beim Showdown abwesend?

Auch wenn die Meinungen bei dem Film auseinandergehen, sind sich doch viele einig, dass Kumail Nanjiani mit seiner Figur Kingo den Kolleginnen und Kollegen regelmässig die Show gestohlen hat. Sein Eternal, der als Bollywood-Star mächtig Geld scheffelt, hat auch dank seines Dieners viele herrliche Szenen und im Vorfeld gab vor allem Nanjianis physische Transformation zu reden. Die aufgebauten Muckis kamen dabei auch einige Male im Film zum Einsatz, jedoch nicht beim grossen Finale.

Kumail Nanjiani als Kingo und Harish Patel als Diener Karun in «Eternals»
Kumail Nanjiani als Kingo und Harish Patel als Diener Karun in «Eternals» © Marvel Studios

Beim Showdown möchte der Grossteil der Eternals verhindern, dass die Erde durch die Geburt des Celestials Tiamut zerstört wird. Dabei sollten die Eternals eigentlich den reibungslosen Ablauf dieser Geburt sicherstellen. Es kommt so zum Kampf zwischen dem linientreuen Ikaris (Richard Madden) und anderen Eternals. Doch Kingo hält sich aus diesem Streit raus. Kingo ist nicht damit einverstanden, was der Grossteil der Eternals vorhat, aber er wird sie auch nicht aufhalten. Danach ist Kingo nicht mehr zu sehen. Ein eher ungewöhnlicher Abgang für einen Helden in einer Comicverfilmung. Im Interview mit Uproxx erklärt Regisseurin und Drehbuchautorin Chloé Zhao diese Entscheidung:

«Das ist für mich persönlich einer der wichtigsten Momente. Denn wir möchten mit diesem Film einige der Grundlagen des Genres in Frage stellen. Darunter die Idee, dass Menschen automatisch rettungswürdig sind. Und auch die Vorstellung, dass man sich immer durch alles durchschlagen muss. Man muss körperlich gewalttätig sein, um heldenhaft zu sein, solange man auf der richtigen Seite steht. Kingo liebt die Erde, aber er hat starke Überzeugungen, genau wie Ikaris. Der grosse Unterschied zwischen diesen Figuren ist jedoch, dass Kingo zwar persönlich an etwas glaubt, aber nicht denkt, dass er andere Menschen für seinen Glauben verletzen sollte. Wenn wir die Menschheit vor die Wahl stellen, wie viele von ihnen würden wohl eine Entscheidung fällen? Ich glaube, viele von uns würden diese Entscheidung aussitzen. Wir könnten uns sagen: Weisst du was, ich werde nicht Gott spielen. Vielleicht sollten wir uns manchmal einfach fügen und der Natur ihren Lauf lassen.»

Kumail Nanjiani als Kingo in «Eternals»
Kumail Nanjiani als Kingo in «Eternals» © Marvel Studios

Frage 2: Wem gehört die Stimme in der Abspannszene?

Wenn man jemanden wie Kit Harington für einen MCU-Film castet, dann wird dieser auch eine grosse Rolle einnehmen, oder? Schaut man sich Eternals jedoch an und läuft beim Abspann aus dem Kino raus, dann wird man sich schon fragen, ob Marvel da den Game of Thrones-Star verheizt hat? «Der spielte ja nur den Freund von Eternal Sersi und hatte in seinen gefühlt drei Szenen nicht viel zu melden. Was für eine Verschwendung.» Das ist aber gar nicht der Fall, wie die Szene nach dem Abspann beweist.

Kit Harington als Dane Whitman mit Gemma Chans Sersi in «Eternals»
Kit Harington als Dane Whitman mit Gemma Chans Sersi in «Eternals» © Marvel Studios

In der Post-Credits-Szene öffnet Haringtons Dane Whitman eine alte Truhe, die ein Schwert enthält. Als er das Schwert anfasst, wird er von einer Figur aus dem Off aufgeschreckt, die zu ihm sagt: «Sind Sie sicher, dass Sie dazu bereit sind, Mr. Whitman?» Bei dem Schwert handelt es sich um die legendäre «Ebenholzklinge», die in den Comics bei Danes Verwandlung in den Helden «Black Knight» eine wichtige Rolle spielt. Aber wem gehört nun die Stimme aus dem Off? Auch hier hat Chloé Zhao eine deutliche Antwort.

«Es ist die Stimme einer meiner Lieblingssuperhelden, Mr. Blade persönlich. Blade, Blade, Blade, yeah», so Zhao in einem Interview mit Fandom.

Mahershala Ali in «Alita: Battle Angel»
Mahershala Ali in «Alita: Battle Angel» © 2018 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Es ist kein Geheimnis, dass der Vampirjäger Blade Teil des MCUs werden wird. Der zweifache Oscarpreisträger Mahershala Ali wird den Daywalker verkörpern, der zuvor in drei Filmen von Wesley Snipes gespielt wurde. Nun ist Alis Blade immerhin mal stimmlich im MCU angekommen. In der Comic-Serie «Captain Britain and MI13» von 2008 und 2009 arbeiteten Black Knight und Blade zusammen. Es ist also möglich, dass sich Marvel von dieser Serie inspirieren lässt. Zuerst wird Blade jedoch einen MCU-Einzelfilm erhalten. Die Dreharbeiten dazu sollen im Juli 2022 beginnen. Mit einem Kinostart ist dann Ende 2023 oder Anfang 2024 zu rechnen.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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