Leonardo DiCaprio wird Sektenführer Jim Jones spielen

Der Oscar-Preisträger wird mit seiner Produktionsfirma ein Projekt über den Mann umsetzen, der sich zusammen mit über 900 Anhängern bei einem Massen(selbst)mord umbrachte.

Leonardo DiCaprio in «Once Upon a Time in Hollywood» © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Nachdem er zwischen The Revenant und Once Upon a Time in Hollywood satte vier Jahre ohne eine Rolle verstreichen liess, arbeitet Leonardo DiCaprio momentan wieder wie verrückt. Die Netflix-Komödie Don't Look Up soll am 9. Dezember in die Deutschschweizer Kinos kommen, soeben hat er mit Robert De Niro den Martin-Scorsese-Thriller Killers of the Flower Moon abgedreht und im US-Remake von Drunk soll er in Kürze auch die Hauptrolle übernehmen. Nun hat Leo ein weiteres Projekt auf seine To-do-Liste genommen.

So wird er mit seiner Produktionsfirma Appian Way einen Film über den Sektenführer Jim Jones umsetzen und auch gleich die Hauptrolle spielen. Das Drehbuch wurde von Scott Rosenberg geschrieben, der unter anderem auch die Skripte zu Con Air, Jumanji: Welcome to the Jungle und Venom verfasst hatte.

Jim Jones war ein Sektenführer, der im Jahr 1956 seine eigene Kirche namens «Peoples Temple» gründete. In den Siebzigern errichtete er mit seinen Anhängern die Stadt Jonestown im südamerikanischen Staat Guyana. Dort wollte er ein sozialistisches Paradies aufbauen, das frei von der Unterdrückung durch die US-Regierung war. Als im November 1978 eine Delegation des US-Kongresses nach Jonestown reiste, um mögliche Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen, wurde die Delegation von Jones' Anhänger ermordet. Danach befiel Jones seiner Gefolgschaft, die zu diesem Zeitpunkt auf über 900 Menschen angewachsen war, den Massensuizid, bei dem auch Jones ums Leben kam.

Das Studio MGM konnte sich bereits die Distributionsrechte an dem Film sichern. Wann das Biopic in die Kinos kommen wird, ist noch nicht bekannt.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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