So viele Filme! Grosses Gedränge im Januar 2022

Das neue Jahr fängt für Film-Fans gut an - also für jene, die mehr als nur einmal pro Woche ins Kino gehen. Aufgrund ständiger Verschiebungen ist der Januar nun rappelvoll mit heisserwarteten Filmen.

«The Black Phone», «Morbius», «Spencer» und «Scream» © Universal, Sony Pictures, DCM, Paramount Pictures

Ja, das Kinojahr 2021 ist noch lang nicht abgeschlossen - uns erwarten unter anderem noch Last Night in Soho, Ghostbusters: Legacy, House of Gucci, Paul Verhoevens Benedetta, Spider-Man: No Way Home, Matrix Resurrections, Pedro Almodóvars Madres paralelas und das Adam-Driver-Musical Annette -, aber wir wagen trotzdem schon heute einen kleinen Blick in die Zukunft. Genauer gesagt haben wir uns mal den Kinomonat Januar angesehen und dabei festgestellt, wie voll dieser mit heisserwarteten Filmen ist.

Aufgrund der Pandemie mussten viele Filme immer wieder verschoben werden. Während fast eines ganzen Jahres nur wenige grosse Filme veröffentlicht wurden, scheinen sie nun alle aufs Mal zu kommen. Doch nicht nur das. Auf der Filmproduktionsseite wurden die Arbeiten noch wenigen Monaten Shutdown wieder aufgenommen und alle diese gedrehten Filme wollen jetzt natürlich ebenfalls am besten Ort - dem Kino - gezeigt werden. Da kann man leicht den Überblick verlieren. Wir sagen euch nun, was für Highlights euch alleine im Januar 2022 erwarten.

Ein Fest für Horrorfans

Halloween liegt zwar schon wieder hinter uns, aber die Filmstudios haben nicht nur den Oktober als idealen Zeitpunkt für ihre Grusler bestimmt, sondern auch den Januar. Dann, wann es vielerorts immer noch früh zappenduster ist und so diese Filme besser einfahren. So starten im Januar 2022 gleich zwei der meisterwarteten Horrorfilme von 2022 in unseren Kinos. Zum einen ist da Scream, der fünfte Teil der legendären Slasher-Saga, in dem sich Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette erneut die Ehre geben. Der erste Trailer begeisterte Millionen und dürfte diese dann auch am 13. Januar 2022 in die Kinos bringen.

Trailer zu «Scream»

© Paramount Pictures

Nach minder unheimlich war der erste Trailer zu The Black Phone. In der neusten Produktion der Horrorschmiede Blumhouse wird ein Junge von einem Serienkiller entführt und in einen Keller gesperrt. Seine einzige Fluchthoffnung: ein eigentlich defektes Telefon an der Wand, mit dem der Junge mit den früheren Opfern des Killers kommunizieren kann. Laut den ersten Stimmen von der Weltpremiere am US-amerikanischen Fantasic Fest ist Regisseur Scott Derrickson (Sinister) erneut ein erstklassiger Schocker gelungen, der an einigen Stellen an die gefeierte Stephen-King-Adaption It erinnert. Deutschschweizer Kinostart ist am 27. Januar 2022.

Trailer zu «The Black Phone»

© Universal Pictures

Actionblockbuster um Actionblockbuster

Die Soundboxen in den Kinos tun uns heute schon leid. Nachdem sie schon dank Spidey und Neo viel aushalten mussten, gibt es im neuen Jahr keine Verschnaufpause. Am 6. Januar sollen gleich zwei Agentenfilme in die Kinos kommen. Zum einen ist da The 355, ein Actionfilm über weibliche Agenten (u.a. Jessica Chastain, Diane Kruger, Penélope Cruz und Lupita Nyong'o), und zum anderen wird The King's Man anlaufen, das Prequel zur erfolgreichen Kingsman-Reihe. Ursprünglich hätte der Film mit Ralph Fiennes schon zu Weihnachten starten sollen, doch dann entschied Disney, dass man sich besser nicht mit der dort platzierten Konkurrenz anlegen möchte.

Trailer zu «The King's Man»

© 20th Century Studios

Brachial geht es dann nur eine Woche später weiter. In der Actionkomödie The Man from Toronto mit Woody Harrelson, Kevin Hart und The Big Bang Theory-Star Kaley Cuoco werden der erfolgreichste Auftragskiller der Welt und New Yorks grösster Versager in einer auf Airbnb ausgeschriebenen Wohnung miteinander verwechselt. Das klingt auch dank des Casts nach sehr viel Spass.

Etwas ernster wird es dann wohl bei Deep Water zugehen, einem Erotikthriller von Spezialist Adrian Lyne (Fatal Attraction, Unfaithful) mit Ana de Armas und Ben Affleck. Darin erlaubt ein Ehemann seiner Frau Affären. Doch dann beginnen die Liebhaber der Frau auf mysteriöse Art und Weise zu verschwinden. Eigentlich für einen Start im November 2020 vorgesehen, wurde der Film immer wieder verschoben und soll nun am 13. Januar 2022 starten. Da es aber momentan weder zu The Man from Toronto noch zu Deep Water Promomaterial (wie Bilder und Trailer) gibt, sind dies zwei Kandidaten, die noch verschoben werden könnten.

Den Abschluss im Blockbuster-lastigen Januar macht dann Morbius, der nächste Film in Sonys Spider-Man-Universum, zu dem auch die beiden Venom-Filme gehören. In dem Film versucht sich ein von Jared Leto gespielter Wissenschaftler von einer tödlichen Krankheit zu heilen - wird dadurch jedoch zu einem Vampir. Spannend ist dabei auch, dass Michael Keatons Figur aus Spider-Man: Homecoming hier wieder auftritt. Was dies wohl für die Zukunft des MCU und Sonys Marvel-Projekte bedeutet?

Trailer zu «Morbius»

© Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Januar ist Oscar-Zeit

In der Schweizer Filmbranche ist bekannt, dass wenn man ganz viele Preise oder Nominationen auf ein Poster druckt, dann bringt dies die Leute hierzulande in die Kinos. Passend zu der Verleihung der Golden Globes am 9. Januar 2022 und der Bekanntgabe der Oscarnominationen am 8. Februar 2022 laufen zu Beginn des Jahres jede Menge «Awards Contender» an. Im Januar bringt dies uns deshalb so heisserwartete Filme wie Cyrano von Joe Wright (Atonement, Darkest Hour), Licorice Pizza von Paul Thomas Anderson (Boogie Nights, There Will Be Blood), Publikumsliebling The Worst Person in the World von Joachim Trier, Nightmare Alley von Guillermo del Toro (The Shape of Water) und Spencer, in dem Kristen Stewart als Prinzessin Diana brilliert.

Trailer zu «Licorice Pizza»

© Universal Pictures

Das nächste Schweizer-Filmwunder?

Anfang 2020 begeisterte das Schweizer Drama Platzspitzbaby die Massen. Bevor die Kinos dann zwei Monate später schliessen mussten, gingen bereits weit mehr als 300'000 Tickets für das Drama über die Kinotheke. Vielleicht bringt ja der Kinostart Mitte Januar auch der Bestselleradaption Die schwarze Spinne einen gleich grossen Erfolg. Im Drama nach einer Novelle von Jeremias Gotthelf lässt sich eine junge Frau mit dem Teufel ein. Eine Entscheidung, die sie schnell bereuen wird. Der erstklassig besetzte Streifen (Lilith Stangenberg, Ronald Zehrfeld, Anatole Taubman) hat das Zeug zum nächsten Schweizer Kassenhit. Deutschschweizer Kinostart ist am 13. Januar 2022.

Aber auch unsere Nachbarn wollen uns mit ihren produzierten Geschichten in die Kinos locken. Aus Österreich kommt das Biopic Klammer, in dem es um den bekannten Ösi-Skifahrer und seine Rivalität mit dem Schweizer Bernard Russi geht (Start: 6. Januar 2022). Am ZFF, wo der Film seine Weltpremiere feierte, konnte uns der Streifen überzeugen. Aus Deutschland kommt derweil Der Nachname, die Fortsetzung zum Komödien-Hit Der Vorname. Auch hier werden sich Florian David Witz, Christoph Maria Herbst und Caroline Peters wieder genüsslich zanken.

Trailer zu «Klammer»

Es hilft also sicher, wenn man in den nächsten Wochen den Wunschzettel noch etwas anpasst, damit es dann den einen oder anderen Kinogutschein (mehr) unter dem Weihnachtsbaum gibt. Denn im Februar geht es unter anderem weiter mit Uncharted, Moonfall, Ambulance und King Richard weiter, bevor dann Anfang März The Batman ansteht.

Die erwähnten Filme, sortiert nach Veröffentlichungsdatum:

6. Januar

- The 355 (Action)
- The King's Man (Action)
- Klammer

13. Januar

- Cyrano (Oscar)
- Deep Water (Thriller)
- The Man from Toronto (Action)
- Die schwarze Spinne
- Scream (Horror)

20. Januar

- Licorice Pizza (Oscar)
- Der Nachname
- The Worst Person in the World (Oscar)

27. Januar

- The Black Phone (Horror)
- Morbius (Action)
- Nightmare Alley (Oscar)
- Spencer (Oscar)

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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