Der momentane Oscar-Favorit: Trailer zum Drama «Belfast» von Regisseur Kenneth Branagh

Branagh erzählt in seiner neusten Regiearbeit die Geschichte einer Familie, die in den Sechzigern in Nordirland lebt. Eines Tages muss die Familie eine schwere Entscheidung fällen.

© Focus Features

Im Mittelpunkt des Films steht Buddy, ein kleiner Junge an der Schwelle zum Erwachsenwerden, dessen Leben von familiärer Liebe, kindlichen Streichen und einer aufblühenden Romanze geprägt ist. Doch als seine geliebte Heimatstadt Belfast zunehmend in Aufruhr gerät, steht seine Familie vor einer folgenschweren Entscheidung: hoffen, dass der Konflikt vorübergeht, oder alles, was sie kennen, für ein neues Leben zurücklassen.

Das jeweils im September stattfindende Toronto International Film Festival ist immer auch ein Indikator, was für Filme dann Monate später bei den Oscars mitmischen werden. Besonders die Filme, die am TIFF den Publikumspreis gewinnen, dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf ein paar Goldmännchen machen. So triumphierten in den letzten Jahren unter anderem Nomadland, Jojo Rabbit und Green Book in Toronto. Bei der 2021-Ausgabe holte sich die Familiengeschichte Belfast den begehrten Publikumspreis und so gilt der Film momentan als der grosse Favorit im Oscar-Rennen.

Der in Belfast aufgewachsene Kenneth Branagh verarbeitet in dem Film unter anderem seine eigene Kindheit. Als er selbst neun Jahre alt war, verliess seine Familie wegen dem Nordirlandkonflikt die Heimat und zog nach England. Für diesen persönlichen Film konnte Branagh so bekannte Leute wie Jamie Dornan (Fifty Shades of Grey), Ciarán Hinds (Munich), Caitriona Balfe (Le Mans 66) und Dame Judi Dench (James Bond - Skyfall) gewinnen.

Belfast hat noch keinen Schweizer Kinostart. Dies dürfte sich aber wohl ändern, wenn da noch weitere Filmpreise dazukommen. Die Oscarverleihung 2022 soll am 27. März 2022 über die Bühne gehen.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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