«You»: Doppelt ge«dexter»t, killt besser

Nach New York und Los Angeles verlagert sich das Geschehen nun in die Nähe von San Francisco. Der Ort wechselt, doch Joe zieht seine Blutspur weiter, und neuerdings ja mit einer Gehilfin.

© Netflix

Worum geht es?

Joe (Penn Badgley) und seine Frau Love Quinn (Victoria Pedretti) sind von L. A. nach Madre Linda (zu Deutsch: «schöne/wunderbare Mutter»), einem Vorort von San Francisco gezogen. Bald schon kommt ihr Sohn Henry Forty Quinn-Goldberg zur Welt. Das Familienglück scheint perfekt. Doch Joe ist schon sehr bald von seiner Nachbarin Natalie Engler (Michaela McManus) fasziniert. Und im Gegenzug macht sich der noch jugendliche Stiefsohn von Natalie, Theo Engler (Dylan Arnold), an Love ran. Love hat ein wenig mehr Probleme als Joe, sich von alten Gewohnheiten zu lösen. Die beiden entscheiden sich schliesslich, zur Paartherapie zu gehen.

Wir finden:

Die dritte Staffel bietet weiterhin Spannung und viel Morbidität. In den ersten paar Episoden ist die Serie deutlich schwarzhumoriger als die ersten beiden Staffeln. Etwas nervig ist das sehr oft behandelte Impfthema (Masern). Doch je näher das Ende rückt, desto dramatischer wird es und findet eher wieder in die Tonalitäts-Gefilde der ersten beiden Staffeln zurück. Durch die dauernden inneren Monologe von Joe erinnert die Serie nach wie vor sehr stark an Dexter. Das grosse Fragezeichen der Serie bleibt, wie es sein kann, dass man mit zwei Protagonisten mitfiebert, die Dinge so machen, wie sie sie machen. Die vierte Staffel ist bereits bestätigt und dürfte in gut einem Jahr erscheinen.

Christoph Reiser [chr]

Christoph arbeitet seit 2020 als Freelancer für OutNow. Er weiss, dass man Animationsfilme nicht hassen darf, dafür liebt er Sergio-Leone-Western. Der Besuch eines Filmfestivals ist zuoberst auf seiner Bucket-List, naja fast. Und er mag kein Popcorn im Kino, denn er steht auf Chips.

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OutNow