Von Leaks und betrunkenen Vorsprechen: 11 Fun Facts zu «James Bond - Spectre»

Auch bei Daniel Craigs viertem Einsatz als 007 wollte nicht alles so klappen, wie gewünscht. Die Probleme begannen dabei sogar, bevor überhaupt die Kameras gestartet wurden.

© Sony Pictures

Bond-Skript im Netz

Im November 2014 wurde Sony Pictures von Hackern angegriffen. Wichtige E-Mails und sogar Teile von Drehbüchern gerieten an die Öffentlichkeit. Darunter waren auch frühe Spectre-Drehbuchversionen von Autor John Logan. Die Produzenten heuerten daraufhin zusätzliche Drehbuchautoren an, um Änderungen am Ende vorzunehmen. Trotz diesem Stress wurden die Dreharbeiten dann im Dezember 2014 aufgenommen.

Ein One-Take, der gar keiner war

Die Eröffnungsszene in Spectre - die «El Dia de los Muertos»-Parade - ist für einen James Bond-Film insofern einzigartig, da diese Szene scheinbar ohne Schnitt auskommt. Sowas hatte es in keinem anderen Bond-Film zuvor gegeben. Jedoch ist diese Szene nur vermeintlich ohne Schnitt - es sind nämlich drei Schnitte darunter, die aber so gut kaschiert wurden, dass man einen zweiten oder einen dritten Blick aufwenden muss, um diese zu erkennen. Spectre-Regisseur Sam Mendes stellte dann später auch sein Kriegepos 1917 fast ohne offensichtliche Schnitte fertig.

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Aus 1'500 mach 10'000

Für den Dreh in Mexico City wurden 1'500 Statisten benötigt, um die Parade und die Helikopter-Sequenz am Hauptplatz zu filmen. In der Postproduktion wurde mit Computereffekten nachgeholfen, sodass aus 1'500 Personen 10'000 wurden. Der Helikopter wurde extra gebaut für Stunts wie das «Barrel Rolling» und das «Free Diving». Geflogen wurde dieser vom berühmten Red Bull-Akrobat-Piloten Chuck Aaron. In einer Szene flog er mit dem Heli knapp 10 Meter über die Statisten, während sich zwei Stuntmänner, die Bond und Sciarra verkörperten, einen Kampf am Heli lieferten.

Betriebsgeheimnis

Stunt-Koordinator Gary Powell und Fahrzeug-Supervisor Chris Corbould hatten für die Verfolgungsjagd zwischen Bond und Hinx (Dave Bautista) viele Strassen im Rom in Visier. Es entstand ein langes Tauziehen mit den Behörden von Rom, bis sie endlich die Freigabe für die Absperrungen erhielten, um an ihren gewünschten Abschnitten die Verfolgungsjagd zwischen dem Aston Martin und dem Jaguar drehen zu können. Für den Dreh kamen acht Aston Martins und sieben Jaguars zum Einsatz. Interessant dabei ist, dass Aston Martin bekannt gab, nur zehn Stück vom Aston Martin DB10 zu produzieren und in den Verkauf zu bringen. Bisher ist nicht bekannt, ob die Aston Martins, die im Film verwendet wurden, zu den limitierten zehn Stück gehören. Ob diese dann repariert und zum Verkauf freigegen wurden oder ob eine tatsächlich eigene, fabrikneue Zehner-Serie Aston Martin DB 10 verkauft wurden, bleibt weiterhin Geheimnis des Autoherstellers.

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18 Jahre Wartezeit

Pierce Brosnan erzählte 1997 in einem Interview mit dem Playboy-Magazin, dass Monica Bellucci als Bond-Girl in Tomorrow Never Dies in Betracht gezogen wurde. Doch konnte sich die Italienerin damals nicht gegen Teri Hatcher durchsetzen. Mit ihrer kleinen Rolle in Spectre hat es Bellucci dann 18 Jahre später doch noch in einen Bond-Film geschafft.

Big Bada Boom

Die Explosion des Spectre-Stützpunkts mitten in der Wüste (gedreht in Marokko) ging ins Guinness Buch der Weltrekorde ein. Die Explosion dauerte ca. 7,5 Sekunden und benötigte ungefähr 33 Kilo an Sprengstoff sowie um die 8'420 Liter an Kerosin - keine Filmexplosion war jemals grösser. Die Film-Crew musste im Vorfeld auch die Landbevölkerung sowie Nomaden im Umkreis von 33 Kilometern informieren, damit diese wussten, was es mit der baldigen Explosion auf sich hat und dass es keinen Grund zur Sorge gibt.

Mit Alkohol zum Vorsprechen

Als Léa Seydoux für ihre Rolle zum Vorsprechen antraben musste, trank sie zuvor ein wenig Alkohol, um ihre Nervosität zu verringern. Allerdings ging das Vorsprechen in die Hose: Sie vergass teilweise ihre Texte und war dann einfach nicht bei der Sache. Sie fragte dann, ob sie an einem anderen Tag nochmals zum Vorsprechen kommen könnte, was tatsächlich bewilligt wurde. Beim zweiten Mal klappte alles Bestens.

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Der Nachfolger von Tom Jones

Zum ersten Mal nach Thunderball durfte bei Spectre wieder mal ein männlicher Solo-Künstler den Titelsong liefern. Sam Smith lag mit seinen Songs im Trend und war bereits weltbekannt. Grund genug, dass die Bond-Produzenten sich für ihn entschieden. Smith war total aus dem Häuschen und konnte sich aus der namhaften Liste bestehend aus Lana Del Rey, Sia, Ed Sheeran und Rihanna durchsetzen. Mit Erfolg: «Writings on the Wall» gewann sogar einen Oscar als bester Song.

Gary Oldman hatte keinen Bock

Nach seinen bemerkenswerten Auftritten als Hans Landa in Inglourious Basterds und als fieser Zirkusdirektor in Water for Elephants hatten die Bond-Produzenten Christoph Waltz als möglichen Kandidaten für die Rolle des Franz Oberhauser bzw. Ernst Stavro Blofeld im Hinterkopf. Auf dem Wunschzettel der Produzenten standen aber auch Chiwetel Ejiofor und Gary Oldman. Letzterer lehnte die Rolle sogar ab - weil er keine Lust hatte, sechs Monate in das Projekt zu investieren.

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Nolan mochte auch nicht

Es hat etwas gedauert, bis Sam Mendes sich dazu entschieden hatte, nach Skyfall den Regieposten bei Spectre zu übernehmen. Bei den Produzenten Broccoli und Wilson waren auch Ang Lee, Tom Hooper, David Yates, Shane Black, Nicolas Winding Refn und Christopher Nolan im Gespräch. Nolan (The Dark Knight) war sogar ein Wunschkandidat, sodass sich das Gerücht lange hielt, dass er den nächsten Bond drehen wird. Doch Nolan gab später zu verstehen, dass er gegenwärtig nichts an Bond verändern würde, da es mit Daniel Craig sehr gut laufe. Sollte Bond wieder eine Art Reboot erleben, so würde er gerne dann die Regie übernehmen.

Money Money Money

Geschätzte 245 Millionen US-Dollar kostete Spectre. Weltweit eingebracht hat dieser dann knapp über 880 Millionen US-Dollar. Somit konnte Spectre seinen Vorgänger Skyfall, der die Milliardengrenze überschritten hatte, nicht knacken. Dafür war Spectre mit seinen 148 Minuten damals der längste Bond-Film der Reihe - No Time to Die hat sich diesen Rekord nun jedoch mit einer Laufzeit von 163 Minuten geschnappt. Daniel Craigs Gage für seine Rolle betrug 39 Millionen US-Dollar, was ihn zum bestbezahlten Bond-Darsteller machte.

Arsen Seyranian [sen]

Arsen, ein James Bond-Fan mit einem Faible für Soundtracks, begann als Freelancer und durfte sogar ein halbes Jahr lang die rechte (und linke) Hand des Chefredaktors sein. Zwar nicht immer der Schnellste, wenn das Neuste im Kino läuft, aber letztlich landet so ziemlich jeder Film vor seinen Augen.

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