613 Gespräche wegen ein paar kleiner Szenen! 11 Fun Facts zu «James Bond - Skyfall»

Der Bond-Film hat bisher am meisten Geld eingespielt. Doch bis zum fertigen Film gab es sehr viel zu tun. Was alles, das enthüllt unser Hintergrundbericht zu Daniel Craigs drittem 007-Einsatz.

© Sony Pictures Releasing GmbH

Aufwändige Eröffnung

Die Eröffnungsszene wurde in Istanbul sowie in Adana und dessen Umgebung gedreht. Für diese Szenen benötigte es vier Monate an Vorbereitungen, drei Monate für Proben und schliesslich zwei Monate, in denen die Kameras dann liefen. Am Ende arbeiteten 200 Crew-Mitglieder aus England sowie weitere 200 aus der lokalen Region mit - und dies alles für schlussendlich gerade einmal 12 Minuten Film.

Angst um Bond

Daniel Craig performte viele seiner Stunts selbst. Darunter den Kampf zwischen ihm und seinem Gegenspieler Ola Rapace auf dem Dach eines fahrenden Zuges. Produzentin Broccoli hatte während der Drehs dieser Szenen grösste Sorge, dass ihrem Hauptdarsteller was Schlimmes zustossen könnte. Doch Craig wollte den Kampf unbedingt authentisch wirken lassen. Auch übernahm Craig das Herunterrutschen zwischen den Rolltreppen in der Londoner U-Bahn persönlich und meisterte diese Aufgabe mit Bravour.

Grosser Abschied

Für Dame Judi Dench war es der letzte Auftritt als «M». Mit damals 77 Jahren war es für sie an der Zeit, den Posten abzugeben. Da auch ihre Rolle in der Story eine signifikante Rolle spielt, hatte Dench als «M» in Skyfall ihren längsten Auftritt. Zum Vergleich: Desmond Llewelyn als Q hatte in seinen 17 Auftritten zusammengerechnet weniger Screentime als Dench in Skyfall.

© 2011 Sony Pictures Releasing GmbH

Eine Rückkehr von Sean Connery?

Die Rolle des Kincade (gespielt von Albert Finney) war ursprünglich für Sean Connery gedacht. Die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson wollten Connery engagieren und ihn als Cameo für diese Rolle besetzen. Regisseur Sam Mendes war aber gegen diesen Vorschlag. Für ihn ist und bleibt Connery Bond. Seiner Meinung nach sollte er nicht für einen James-Bond-Film in einen anderen Charakter schlüpfen. Und falls doch, hätte dies sowieso für Verwirrung und Ablenkung gesorgt.

Zuhause bei John Barry

Das Haus, in dem M wohnt und dort auf James Bond trifft, ist das ehemalige Zuhause des einstigen James-Bond-Komponisten John Barry. Damit wollten die Filmemacher ihm Tribut zollen für seine vielen Arrangements, die er für die James-Bond-Filme komponiert hatte.

Wohin bloss mit der Gun-Barrel-Sequenz?

Auch der dritte Bond-Film mit Daniel Craig hatte die Gun-Barrel-Sequenz nicht dort, wo sie traditionellerweise sein sollte. Regisseur Sam Mendes wollte diese Szene eigentlich zu Beginn einsetzen. Jedoch war er der Ansicht, dass der Gun-Barrel künstlerisch zur Vorsequenz nicht passen würde. Daher verbannte er diesen an das Ende des Films, wo anschliessend noch das «50th Anniversary of Bond»-Logo die Sequenz schmückte.

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Aufgeregter Bösewicht

Als Javier Bardem als Bösewicht Raoul Silva gecastet wurde, nahm er dies noch ziemlich cool. Doch bei seinem ersten Drehtag bei Skyfall, an dem die Verhörszene zwischen ihm, M und Bond auf dem Programm stand, musste der erste Take abgebrochen werden. Bardem war vor lauter Freude äusserst aufgeregt. Als die Kameras bereits liefen, posaunte er einfach raus, dass er es nicht glauben könne, mit Dame Judi Dench und Daniel Craig einen Film zu drehen.

Don't mind me, I'm just the Villain

Schon beim Casting hatte Bardem eine visuelle Vorstellung seines Raoul Silva. So sagte Bardem zu Sam Mendes, dass er für Silva etwas mit seiner Haar- und Augenfarbe spielen würde. Als Bardem an seinem ersten Drehtag verkleidet als Silva auftauchte, wurde er von niemandem erkannt.

613 Gespräche wegen ein paar kleiner Szenen

Manche Drehorte haben eben ihre Tücken: Für die Sequenz auf Calis Beach, einem abgelegenen Strand unweit des türkischen Fethiye, wo Bond nach seinem «Abschuss» abtaucht und mit Skorpionen spielt, mussten die für die Drehorte zuständigen Personen eine grosse Challenge auf sich nehmen. Um die Dreherlaubnis zu erhalten, mussten Verhandlungen mit allen 613 Teilbesitzern des Strandes geführt werden. Wie viel Zeit dies in Anspruch genommen hat, ist nicht bekannt.

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Sprengung ohne schlechtes Gewissen

Der Showdown des Filmes findet in Bonds altem Zuhause statt, der «Skyfall Lodge». Diese ist kein echtes Gebäude: Es handelt sich um eine im schottischen Glencoe eigens für den Film erbaute Aussenkulisse aus Sperrholz und Gipsstein, welche die Macher dann auch ohne schlechtes Gewissen in die Luft sprengen konnten.

Nr. 3 in der Schweiz

Geschätzte 200 Millionen US-Dollar betrug das Budget für Skyfall. Gut investiertes Geld, denn als erster Bond-Film überhaupt knackte Skyfall die Milliardenmarke. Am Ende wurden fast 1.10 Milliarden US-Dollar eingespielt. Auch in der Schweiz war der Film ein Grosserfolg. Mit 1'199'249 verkauften Tickets ist es hierzulande nicht nur der erfolgreichste Bond-Film aller Zeiten, sondern rangiert auch auf dem dritten Platz der Schweizer Kinocharts seit der Datenerfassung. Mehr Tickets ginen nur für Titanic (1'940'840) und Intouchables (1'446'585) über die Kinotheke.

Arsen Seyranian [sen]

Arsen, ein James Bond-Fan mit einem Faible für Soundtracks, begann als Freelancer und durfte sogar ein halbes Jahr lang die rechte (und linke) Hand des Chefredaktors sein. Zwar nicht immer der Schnellste, wenn das Neuste im Kino läuft, aber letztlich landet so ziemlich jeder Film vor seinen Augen.

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