«Zwei meiner Töchter besitzen Flammenwerfer»: Der «Free Guy»-Talk mit Ryan Reynolds und Co.

Wir konnten an einer Pressekonferenz zur Actionkomödie teilnehmen. Dabei sprachen die Stars und Regisseur Shawn Levy über naive Figuren und worauf man im Film unbedingt achten sollte.

Joe Keery, Ryan Reynolds, Jodie Comer, Shawn Levy, Taika Waititi und Utkarsh Ambudkar am Set von «Free Guy» © 20th Century Studios

In Free Guy spielt Deadpool-Star Ryan Reynolds den Bankangestellten Guy, der eines Tages realisiert, dass er nichts anderes als eine Hintergrundfigur im Videospiel Free City ist. Die Actionkomödie begeistert mit wilder Action, hat jedoch auch das Herz am rechten Fleck - zu unserer ganzen Kritik.

Anlässlich des Schweizer Kinostarts von Free Guy am 12. August 2021 wurden wir an eine Online-Pressekonferenz zum Film eingeladen, bei der die Stars Ryan Reynolds, Jodie Comer, Taika Waititi, Utkarsh Ambudkar, Joe Keery und LilRel Howery sowie Regisseur Shawn Levy zugegen waren.

Ryan Reynolds und Jodie Comer in «Free Guy»
Ryan Reynolds und Jodie Comer in «Free Guy» © 20th Century Studios

OutNow: Free Guy war einer jener Filme, die wegen der Pandemie immer wieder verschoben wurden. Freut es euch, dass der Film nun in den Kinos startet?
Shawn Levy: Es war emotional ein rechtes Auf und Ab. Aber die Dreharbeiten haben solchen Spass gemacht, sodass wir uns jetzt sehr freuen, diesen Film mit den Menschen zu teilen. Hoffentlich überträgt sich die Freude, die wir hatten, auch auf das Publikum im Kino. Wenn man die ersten Reaktionen sieht, scheint uns dies gelungen zu sein.

OutNow: Fast alle kennen Ryan Reynolds als unflätigen Deadpool. Wie war es nun, für Free Guy den völlig naiven Guy zu spielen, Ryan?
Ryan Reynolds: Ich habe mich an Peter Sellers' Hauptfigur in dem grossartigen Film Being There orientiert. Das war mein Ausgangspunkt. Es hat etwas wirklich Wunderbares, eine Figur zu spielen, die irgendwie naiv und unschuldig, und - wie es im Film einmal gesagt wird - wie ein vierjähriger Erwachsener ist. (lacht)

Ryan Reynolds und Lil Rel Howery in «Free Guy»
Ryan Reynolds und Lil Rel Howery in «Free Guy» © 20th Century Studios

OutNow: Ryan Reynolds und Lil Rel Howery spielen in dem Film NPCs (non-player character), für welche die ganze Action um sie herum völlig normal ist. War es herausfordernd, am Set die ganze Action um einen herum zu ignorieren?
Lil Rel Howery: Wenn du zum ersten Mal einen Flammenwerfer siehst, bist du natürlich baff. Ich musste den Flammenwerfer-Leuten eine Weile beim Üben zuschauen, bevor ich mich auf meine Szenen vorbereiten konnte.
Ryan Reynolds: Ich habe drei Töchter. Zwei davon besitzen einen Flammenwerfer. Also, da bin ich völlig unempfindlich gegenüber all diesen Ablenkungen. Ich kann mich auf so ziemlich alles konzentrieren, selbst wenn ein ganzes Gebäude brennt.

OutNow: Der sonst immer so fröhlich wirkende Taika Waititi spielt hier den Bösewicht. Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet?
Taika Waititi: Ehrlich gesagt wusste ich nicht wirklich, was ich zu erwarten hatte, oder was ich tun musste. Aber Regisseur Shawn Levy hatte Vertrauen in mich. Ich habe mir dann überlegt, ob Levy vielleicht absichtlich seine Karriere ruinieren möchte. Letzten Endes spiele ich in all meinen Charakteren einfach Versionen meiner eigenen Mutter - dies ist nun die Version, die nicht erwachsen geworden ist.

Taika Waititi, Utkarsh Ambudkar und Joe Keery
Taika Waititi, Utkarsh Ambudkar und Joe Keery © 20th Century Studios

OutNow: Der Film ist voll mit Easter-Eggs, die nicht immer leicht zu finden sind. Worauf sollen die Leute während dem Film achten?
Joe Keery: Es gibt so viele lustige, kleine Dinge. In den Ego-Shooter-Spielen machen die Figuren immer eine ganz lustige Bewegung, wenn sie die Hocke gehen müssen. Solche Bewegungen sieht man bei uns ganz oft im Hintergrund.
Jodie Comer: Als ich den fertigen Film sah, hat es mir grossen Spass gemacht, die Leute zu beobachten, die ständig gegen die Wand rannten. (lacht)
Utkarsh Ambudkar: Wir haben eine Menge grossartiger Leute aus der Videospiel-Community, die alle Teil des Films sind. Diese zu entdecken, dürfte für die Game-Fans ein grosser Spass sein.

OutNow: Wieso soll man Free Guy unbedingt auf der grossen Leinwand sehen?
Shawn Levy: Free Guy wurde mit einem Ziel vor Augen gemacht: kollektives Vergnügen. Das ist es, was wir anstrebten. Das ist zwar eine Erfahrung, die man auch zu Hause auf der Couch machen kann. Aber in der Dunkelheit unter anderen Menschen fühlt es sich ganz anders an.

© 20th Century Studios

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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