Das «Die Hard»-Prequel ist vom Tisch

Das Projekt, das lange unter dem Titel «McClane» bekannt war, wird nicht realisiert. Dies bestätigte Produzent Lorenzo di Bonaventura in einem Interview. Disney habe kein Interesse daran.

Bruce Willis in «Die Hard» © 20th Century Studios

Seit der Übernahme von 20th Century Fox gehört Disney nicht nur The Simpsons, Avatar und das Alien-Franchise, sondern der Konzern kann nun auch mit der Die Hard-Reihe («Stirb langsam») machen, was man möchte. Was man jedoch nicht möchte, ist ein Prequel.

Wie Produzent Lorenzo di Bonaventura in einem Interview verkündet hat, wird es das geplante Prequel vorerst nicht geben. Das Projekt geistert schon seit ein paar Jahren durch Hollywood und sollte den Titel «McClane» tragen. Darin sollte gezeigt werden, wie aus dem einfachen Cop John McClane die Person wurde, die wir im Actionklassiker von 1988 so lieben gelernt haben. Die Rolle hätte natürlich von einem jungen Schauspieler gespielt werden müssen, doch Bruce Willis war ebenfalls für einen Auftritt eingeplant. Di Bonaventura vergleicht den Film im Interview mit Polygon mit The Godfather Part 2, wo wir die jungen Jahre von Marlon Brandos Don Vito Corleone zu sehen bekamen. In der Rolle des jungen Vito brillierte Robert De Niro.

So etwas wird es für die «Die Hard»-Reihe nun nicht geben - und das ist auch gut so. Das Wunderbare an Die Hard ist ja, dass Bruce Willis' Cop ein geschiedener Versager ist, der zum Helden wird. Wenn uns nun ein Prequel zeigen würde, dass er zuvor schon ein Held war, wertet dies das Original ab.

Das soll aber nicht heissen, dass Disney gar keine Pläne mit John McClane hat. Die Verantwortlichen arbeiten immerhin schon an einer Alien-TV-Serie. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis Disney eigene Pläne offenlegt - immerhin gehört «Die Hard» zu einer der bekanntesten Action-Reihen aller Zeiten.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Polygon
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