Es geht weiter mit «Lupin»: Unsere Meinung zum zweiten Teil der ersten Staffel

Dies ist kein Spiel mehr: Assane Diops Rachefeldzug gegen Hubert Pellegrini hat seine Familie zerstört. Er steht mit dem Rücken zur Wand und muss einen neuen Plan schmieden.

© Netflix

Inhalt

Am Ende von Episode fünf verschwindet Raoul (Etat Simon), der Sohn von Assane Diop (Omar Sy) und Claire (Ludivine Sagnier) während eines Ausflugs in die Normandie scheinbar spurlos. Dementsprechend verzweifelt suchen die beiden bei Beginn von Staffel 1B nach ihm. Unerwartet kriegen sie bei der Suche Hilfe von Polizist Youssef Guedira (Souffiane Guerrab), der sich aber gegenüber Assane nicht als Polizist zu erkennen gibt. Die beiden vereint die Liebe zu Meisterdieb Arsène Lupin, einer Romanfigur von Anfang des 20. Jahrhunderts.

Natürlich wird der Rachefeldzug von Assane gegen Hubert Pellegrini (Hervé Pierre) durch die Suche nach seinem Sohn nur unterbrochen. Dass Pellegrini vor 25 Jahren seinen Vater ins Gefängnis wandern liess, für einen Schmuck-Diebstahl, der nie stattgefunden hat, vergisst Assane nicht. Trotz seines Hasses auf Hubert Pellegrini kommt Assane dabei dessen Tochter Juliette (Clotilde Hesme) wieder näher.

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Was taugt der zweite Teil?

Wie die erste Hälfte der 1. Staffel sind auch die neuen Folgen sehr unterhaltsam, auch wenn die Story ein wenig vorhersehbar ist. Doch diese Serie hat neben der Story noch viel mehr zu bieten. Klar, Omar Sy, dessen Stern mit dem Film Intouchables aufgegangen ist, muss man mögen. Aber auch die restlichen Darsteller machen ihre Sache mehr als ordentlich. Leider sieht man von Nicole Garcia, welche die Ehefrau von Hubert Pellegrini spielt, nur in einer einzigen Episode etwas von ihrer Schauspielkunst.

Genau wie in den Anfang 2021 erschienenen fünf Episoden nehmen uns auch die neuen Folgen wieder an diverse Sehenswürdigkeiten von Paris mit - nachdem man zu Beginn noch kurz die Kieselstrände von Étretat, einem schönen Ort in der Normandie, bewundern konnte. Auch die prachtvolle Villa der Familie Pellegrini, deren Szenen im Museum Nissim de Camondo gedreht wurden, durfte als Schauplatz nicht fehlen. Und wem das noch nicht reicht, der oder die wird sich am abwechslungsreichen Soundtrack erfreuen können.

Die zweite Hälfte der ersten Staffel von Lupin lässt sich gut an einem Stück schauen, sowohl was die Länge angeht (total etwas über dreieinhalb Stunden), als auch was den Inhalt betrifft. Gegenüber den ersten fünf Episoden ist der Ton etwas ernster. Die Tricks sind ein bisschen weniger geworden, dafür kommt ein wenig Romantik auf. Die bereits etablierten Rückblenden funktionieren wiederum sehr gut. Wer sich von den ersten fünf Episoden gut unterhalten gefühlt hat, wird auch bei den neuen Folgen nicht enttäuscht werden - einige hübsche Twists inklusive.

Von Hauptdarsteller Omar Sy ist übrigens bereits durchgesickert, dass es eine weitere Staffel von Lupin geben wird. Vor dem Jahr 2022 ist allerdings nicht mit einer Veröffentlichung zu rechnen.

Christoph Reiser [chr]

Christoph arbeitet seit 2020 als Freelancer für OutNow. Er weiss, dass man Animationsfilme nicht hassen darf, dafür liebt er Sergio-Leone-Western. Der Besuch eines Filmfestivals ist zuoberst auf seiner Bucket-List, naja fast. Und er mag kein Popcorn im Kino, denn er steht auf Chips.

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