Netflix-Hammer: Streamingriese zahlt 450 Millionen Dollar für zwei «Knives Out»-Sequels

Nein, das ist kein 1.-April-Scherz. Daniel Craigs Detektiv Benoit Blanc wird in zwei weiteren Filmen ermitteln - und das auf Netflix. Die Dreharbeiten zur ersten Fortsetzung sollen im Sommer beginnen.

© Impuls Pictures AG

Das clevere Whodunit Knives Out war ein schöner Überraschungserfolg. Der top besetzte Krimi kostete 40 Millionen Dollar, der dann weltweit über 311 Millionen Dollar einspielte. Regisseur Rian Johnson liess schnell verkünden, dass Fortsetzungen mit Daniel Craigs Detektiv Benoit Blanc geplant seien - ganz im Stil der Hercule-Poirot-Reihe von Agatha Christie. Um die Rechte an den Fortsetzungen ist in den vergangenen Wochen ein regelrechter Kampf entbrannt. So sollen Netflix, Apple und Amazon alle hohe Geldbeträge geboten haben. Laut Variety hat sich Netflix letzten Endes durchgesetzt.

Laut dem News-Portal lässt sich Netflix die Rechte an den zwei Knives Out-Fortsetzungen sage und schreibe 450 Millionen Dollar kosten. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Dreharbeiten der beiden Filme je 225 Millionen Dollar verschlingen werden - Benoit Blanc wird also wohl kaum in eine Weltraumschlacht verwickelt. Es geht hier lediglich um die Rechte an den Filmen, die dann nur Netflix besitzen wird. Ob neben Netflix-Veröffentlichungen auch ein Kinostart geplant ist, ist noch nicht bekannt.

Die gebotenen 450 Millionen Dollar sind auf jeden Fall ein Ausrufezeichen von Netflix. Der Streamingkrieg ist gerade in einer heissen Phase, in der Disney+ immer mehr Abonnenten gewinnt und neue Player wie HBO Max (Warner Bros.) und Paramount+ auf den Markt drängen. Mit der Knives-Out-Reihe hat Netflix gegenüber dem Konsumenten nun ein weiteres gutes Argument, weshalb sich ein Abo lohnen würde.

Im ersten Knives Out ging es um den vermeintlichen Selbstmord eines 85-jährigen Krimiautors. Der unter mysteriösen Umständen engagierte Detektiv Benoit Blanc (Daniel Caig) durfte sich dann mit der Familie des Verstorbenen herumschlagen, was immer wieder mit vielen Lachern verbunden war. Den Film gibt es momentan bei vielen VoD-Anbietern im Angebot. Bei Netflix findet man den Film momentan noch nicht.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Variety
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