Dies sind die Filme, die wegen Corona am weitesten nach hinten geschoben wurden

Die Studios verschieben auch im Jahr 2021 weiterhin ihre Filme. Wir wollten herausfinden, auf welche wir wegen der Pandemie schon am längsten warten. Beim Ergebnis gibt es einige Überraschungen.

Im Uhrzeigersinn: «Minions: The Rise of Gru», «Black Widow», «Top Gun: Maverick», «James Bond - No Time to Die» © Universal, Marvel Studios, Paramount, Universal

Momentan berichten wir wieder fast wöchentlich über Startverzögerungen von allen möglichen Filmen - entweder weil der Start weltweit angepasst werden muss oder weil hierzulande die Kinos geschlossen sind. Nachdem Disney bei vielen Filmen wieder einige Anpassungen vorgenommen hat, haben wir uns gewundert, wie lange wir eigentlich schon auf die verschiedenen Blokbuster warten. Wir haben daraufhin im Release-Daten-Archiv gestöbert und den Rechenschieber hervorgenommenn (ok, es war Excel) und haben anhand der Startdaten versucht zu ermitteln, wie viele Tage wir nun schon zusätzlich auf die Grossproduktionen warten müssen.

Berücksichtigt wurden dabei nur Startdatenanpassungen für die Deutschschweiz, die nach dem weltweiten Coronausbruch im März 2020 vorgenommen wurden. Bei James Bond - No Time to Die zum Beispiel haben wir jene Verzögerungen ignoriert, die durch Drehbuchanpassungen und den Regie-Wechsel verursacht wurden.

Obwohl wir schon gefühlt ewig auf den soeben erwähnten Bond-Streifen warten, hat es der Film nicht auf den ersten Platz geschafft. Mit einem grossen Abstand thront Minions: The Rise of Gru auf dem ersten Platz. Um fast zwei Jahre oder genau 721 Tage wurde wegen der Pandemie die Wartezeit auf die Animationsfilmfortsetzung verlängert. Danach folgt No Time to Die mit 546 Tagen Verspätung, gefolgt - etwas überraschend - von Morbius (539 Tage) und Death on the Nile (483 Tage).

Verspäten sich um 103 Wochen: Gru und die Minions in «Minions: The Rise of Gru»
Verspäten sich um 103 Wochen: Gru und die Minions in «Minions: The Rise of Gru» © Universal Pictures International Switzerland. All Rights Reserved.

Spannend ist auch, dass die Liste nicht nur aus grossen Blockbustern besteht, sondern sich auch etwas kleinere Produktionen wie The Green Knight oder Last Night in Soho Plätze in der Top-15 sichern konnten - auch wenn natürlich alle Filme am liebsten auf eine Aufnahme in dieser Liste verzichtet hätten. Witzig ist auch, dass das Sci-Fi-Epos Dune und der kleine Actionfilm Nobody genau auf gleich viele Verschiebungstage kommen. In der Pandemie sind sie alle gleich.

Auch wenn sich die Liste deprimierend liest, darf nicht vergessen werden, dass sie auch etwas Positives aussagt. Die unterschiedlichen Studios und Distributoren glauben weiterhin an diese Filme - und damit auch an die Kinos. Es wäre ein Leichtes, diese Produktionen jetzt an Streamingdienste wie Netflix oder Amazon zu verhökern. Davon wurde abgesehen, und es ist höchstens ein zeitgleicher Start im Kino und auf einer hauseigenen Plattform vorgesehen, wie zum Beispiel Black Widow auf Disney+ oder Dune auf HBO Max.

© OutNow, Grafik: Nicolas Nater

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Letterboxd
Teilen
Auf Facebook teilen  Auf Twitter teilen 
Datum
Quelle
OutNow / Procinema
Themen