Schaue dir in dieser Woche die Nominierten für den Schweizer Filmpreis für nur je 5 Franken an

Die Kinos sind zwar weiterhin zu, doch die Woche der Nominierten wird trotzdem durchgeführt. Noch bis zum 28. März 2021 kannst du dir viele neue Schweizer Filme für nur 5 Franken anschauen.

«Platzspitzbaby», «Cinq Nouvelles du Cerveau», «Das Spiel», «Wanda, mein Wunder» © Ascot Elite, Praesens Film, Solothurner Filmtage, Filmcoopi

In der Woche, in der jeweils die Schweizer Filmpreise vergeben werden, zeigen die Kinos Filmpodium (Zürich) und Cinémas du Grütli (Genf) die nominierten Werke auf ihren Leinwänden. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Da die Kinos wegen der Pandemie weiterhin geschlossen sind, kann man sich die nominierten Filme vom 22. bis zum 28. März über die Websites der Kinos nach Hause streamen. Jeder Film ist dabei während eines Zeitfensters von 24 Stunden abrufbar.

Neben bereits regulär im Kino gelaufenen Produktionen wie Platzspitzbaby oder Mare sind auch Filme dabei, welche ihren Kinostart noch gar nicht hatten. So kann man heisserwartete Schweizer Produktionen wie Wanda, mein Wunder oder Cinq Nouvelles du Cerveau schon in dieser Woche zuhause geniessen. Pro Film bezahlt man dabei lediglich 5 Franken. Alle Nominierten findet ihr hier.

Wer die Filme auf Deutsch oder mit deutschen Untertiteln schauen möchte, kauft sich sein Ticket über die Website des Filmpodiums. Französisch gibt es beim Cinémas du Grütli. Nach dem Ticketkauf erhält man einen Link per E-Mail. Über diesen Link bekommt man direkten Zugriff zum ausgewählten Film. Die Gewinner der Schweizer Filmpreise, die am 26. März vergeben werden, sind dann am 27. und am 28. März gratis auf den beiden Kinowebsites zu sehen.

Die Anzahl Tickets sind während der ganzen Woche der Nominierten limitiert. Vom 22. bis 26. März sind die Plätze pro Kino auf 50 limitiert, am Wochenende dann auf 100 Plätze pro Kino.

Nachfolgend das ganze Programm vom 22. bis zum 26. März sowie die Direktlinks zu den jeweiligen Filmen.

Montag, 22. März 2021

Atlas

Inhalt: Die kletterbegeisterte Allegra und ihr Freund möchten das Atlasgebirge in Marokko erklimmen. Dort werden sie Opfer eines Terroranschlages auf ein beliebtes Kaffee. Allegra kehrt als einzige Überlebende des Quartetts in die Schweiz zurück, wo sie nicht nur mit ihren äusseren Wunden zu kämpfen hat.

OutNow-Kritik: Der Tessiner Regisseur Castelli hat sein Publikum fest im Griff und liefert nach einigen Startschwierigkeiten ein tolles Stück Kino, welches vor allem auch technisch beeindruckt. Zur ganzen Kritik.

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«Atlas»
«Atlas» © Solothurner Filmtage

Cinq Nouvelles du Cerveau

Inhalt: Aus gut 100 Milliarden Neuronen besteht unser Gehirn. Und benötigt so viel Energie wie eine Glühbirne. Wie geht das? Obzwar sich die Technologie rasant verbessert, kommt die Forschung bei der Beantwortung nur langsam voran. Vielleicht weil sie zum Unbeschreiblichen vordringen will: dem Bewusstsein.

OutNow-Kritik: Die Komplexität der Materie, die Laien einzunebeln droht, wird hier sehr gut kondensiert und die Weite des Feldes der Neurowissenschaft zwischen technologischer Wissensvermehrung und philosophischer Horizonterweiterung spürbar gemacht. Zur ganzen Kritik.

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Spagat

Inhalt: Lehrerin Marina hat eine Affäre mit dem Ukrainer Artem. Als dessen Tochter Ulyana, Schülerin in Marinas Klasse, einen Diebstahl begeht, geraten sie in grosse Schwierigkeiten. Ihr illegaler Aufenthalt droht aufzufliegen und Ulyanas Traum von der Teilnahme am Kunstturnwettbewerb rückt in weite Ferne.

OutNow-Kritik: Christian Johannes Kochs Spielfilmdebüt hat es in sich. Sein ruhiges und sorgfältig inszeniertes Drama ist keine leichte Kost und behandelt diverse Themen wie die Liebe, das Familienleben und die Migration auf authentische Weise Zur ganzen Kritik.

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«Spagat»
«Spagat» © Zurich Film Festival

Dienstag, 23. März 2021

Mare

Inhalt: Als ein polnischer Gastarbeiter die Waschmaschine der kroatischen Hausfrau Mare flicken soll, könnte sich für sie die Möglichkeit entwickeln, einen Teil von ihrer ehemaligen Freiheit wiederzuerlangen und aus ihrem Alltragstrott auszubrechen.

OutNow-Kritik: Der sehr persönliche Film der Schweizer Regisseurin Andrea Štaka fängt die kleinen Dramen des kleinbürgerlichen Schicksals mit strahlend sonnigen Bildern einer Kamera aus der analogen Zeit ein. Zur ganzen Kritik.

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© Frenetic Films

Das neue Evangelium

Inhalt: Der kontroverse Dramaturge Milo Rau vermischt in seinem Film Dokumentation und Fiktion. Bei der Suche nach Darstellerinnen und Darstellern für einen modernen Jesusfilm trifft er in Matero auf eine Arbeiterbewegung, die für faire Konditionen in der Landwirtschaft kämpft.

OutNow-Kritik: Der Dokupart dieses besonderen Projektes ist ein informativer und erschreckender Blick auf die Aubeutung der Landwirtschaftsarbeiter in Italien. Zur ganzen Kritik.

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© Vinca Film

Beyto

Inhalt: Beyto ist der perfekte Sohn. Er schreibt gute Noten und macht keine Schwierigkeiten. Denn für die Einwandererfamilie aus Zentralanatolien ist eines klar: Ihr Sohn soll es mal besser haben als sie selbst. Diese Hoffnung wird allerdings jäh zerstört, als Beyto sich in Maik verliebt.

OutNow-Kritik: Der Film zeigt auf, wie schwierig es ist, alte Denkmuster abzulegen, mit Traditionen zu brechen und wie gross die Angst davor ist, was «die anderen» wohl sagen werden. Zur ganzen Kritik.

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© Frenetic Films

Mittwoch, 24. März 2021

Platzspitzbaby

Inhalt: 1995: Nach der Auflösung der offenen Zürcher Drogenszene ziehen die elfjährige Mia und ihre Mutter ins Zürcher Oberland. Wegen der Sucht der Mutter flüchtet Mia oft in eine Fantasiewelt und wird Teil einer Kindergang, die langsam zur Ersatzfamilie wird.

OutNow-Kritik: Die Bestseller-Verfilmung funktioniert vor allem aufgrund der beiden Hauptdarstellerinnen auf der emotionalen Ebene. Auch zeichnet Regisseur Pierre Monnard ein realistisches Bild einer festgefahrenen Situation, die nicht immer einfach zum Ansehen ist. Zur ganzen Kritik.

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© Ascot Elite

Il mio Corpo

Inhalt: Der sizilianische Junge Oscar und der nigerianische Flüchtling Stanley sind perspektivlos in ihrem sozialen und geographischen Umfeld gefangen. Beide leiden unter unterschiedlichem psychischen Druck und möchten ausbrechen. Bloss wie, wann und wohin?

OutNow-Kritik: An diesen 80 Minuten inszenierter Verlorenheit dranzubleiben, ist eine Herausforderung. Denn diese greift, da eine dezidierte Führung der Zuschauer komplett fehlt, allmählich auf dieselben über. Ein Effekt, der nicht nur eine Schattenseite hat, sondern auch durchaus reizvoll sein kann. Zur ganzen Kritik.

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«Spagat»
«Spagat» © Sister Distribution

Burning Memories

Inhalt: Beim Betrachten eines Bildes erinnert sich Regisseurin Alice Schmid urplötlich daran, wie sie vor über 60 Jahren sexuell missbraucht worden ist. Um ihr Trauma zu verarbeiten, reist sie mit ihrem Akkordeon in die Wüste Südafrikas. Dort will sie lernen, das Unaussprechliche auszusprechen.

OutNow-Kritik: Ein schwerer, unangenehmer, aber auch ein entwaffnend ehrlicher und persönlicher Film, in dem die Regisseurin offen über ihr Innenleben und ihre Traumata spricht. Zur ganzen Kritik.

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© Outside the Box

Beste Abschlussfilme

- Alma nel Branco 25'
- Bićemo Najbolji 20'
- Amazonen einer Grossstadt 66'

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«Amazonen einer Grossstadt»
«Amazonen einer Grossstadt» © cineworx

Donnerstag, 25. März 2021

Schwesterlein

Inhalt: Lisa vernachlässigt Job und Familie, um sich aufopferungsvoll um ihren kranken Bruder Sven zu kümmern. Beide sind eng mit dem Theater verbunden und können ohne die Bühne genauso wenig glücklich sein wie ohne einander. Gemeinsam geben sie sich Halt.

OutNow-Kritik: Ein berührender Film, der durch das intensive Spiel der beiden Hauptdarsteller lebt. Es ist eine Geschichte, die völlig normal und alltäglich wirkt, ohne Kitsch oder aufgesetztes Drama, bewegend und emotional. Zur ganzen Kritik.

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© Praesens Film

NOT ME - A Journey with Not Vital

Inhalt: Dokumentarfilmregisseur Pascal Hofmann porträtiert den im Unterengadin geborenen Künstler Not Vital. Dabei folgt Hofmann dem Künstler nach Peking, Patagonien, Niger, New York und wieder zurück in Vitals Heimat in Sent im Kanton Graubünden.

OutNow-Kritik: Dieser Dokumentarfilm sieht verdammt gut aus. Die Bilder sind von umwerfender Schönheit, wofür Kameramann Benny Jaberg zurecht mit dem Deutschen Kamerapreis 2020 ausgezeichnet wurde. Zur ganzen Kritik.

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© RECK Filmproduktion

Beste Kurz- und Animationsfilme 2021

- Das Spiel 17'
- Deine Strasse 7'
- Red Ants Bite 23'
- Trou Noir 29'
- Tuffo 30'
- Darwin's Notebook 9'
- Écorce 15'
- Only a Child 6

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«Das Spiel»
«Das Spiel» © Solothurner Filmtage

Freitag, 26. März 2021

Wanda, mein Wunder

Inhalt: Nach einem Schlaganfall ist der wohlhabende Josef Wegmeister-Gloor auf Hilfe angewiesen. Für die Betreuung wird die Polin Wanda eingestellt. Die aufgestellte, unbeschwerte Art der jungen Pflegerin bringt Leben in das grosse Anwesen und sie wird zu Josefs wichtigster Bezugsperson.

OutNow-Kritik: Mit viel Fingerspitzengefühl und pointierter Komik inszeniert, lässt der Film auf unterhaltsame Weise die Fassade einer gut situierten Familie bröckeln. Zur ganzen Kritik.

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© Filmcoopi

Nemesis

Inhalt: Der Film widmet sich der Zerstörung eines einzigartigen Bahnhofs in Zürich und dem Neubau eines Gefängnis- und Polizeizentrums an seiner Stelle. Aus der Perspektive vom Fenster des Filmemachers, begleitet von den Aussagen mehrerer Ausschaffungshäftlingen, dokumentiert der Film, wie wir mit der Auslöschung von Geschichte und ihrem Ersatz durch totale Sicherheit umgehen.

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© Frenetic Films

Citoyen Nobel

Inhalt: Jacques Dubochet realisiert nach seinen Nobelpreisgewinn, dass er seinen neuen Bekanntheitsgrad für Gutes nutzen möchte. Als er eine Rede von Greta Thunberg hört, ist er berührt und inspiriert und beteiligt sich rege an der Debatte um den Klimaschutz.

OutNow-Kritik: Ein spannendes Porträt eines kurrligen Menschen, der sich plötzlich im Rampenlicht sieht und Gutes tun möchte. Mit seiner sympathischen und offenen Art ist Jacques Dubochet eine tolle Hauptfigur und sein Engagement ist bewundernswert. Zur ganzen Kritik.

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© Filmcoopi

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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OutNow