Deshalb durfte das herzige Schwein bei «Vaiana» nicht mit auf das grosse Abenteuer

Viele Disney-Fans fanden es schade, dass der dämliche Hahn der Haupt-Sidekick von Heldin Vaiana war. Uns wurde nun erklärt, weshalb Disney sich für Heihei und gegen das Schwein Pua entschieden hat.

© Disney

Sie gehören zu einem anständigen Disney-Film einfach dazu: die tierischen Sidekicks. Besonders bei den kleinen Disney-Fans erfreuen sich Figuren wie Mushu (Mulan), Meeko (Pocahontas) und natürlich Timon und Pumpaa (The Lion King) einer grossen Beliebtheit und landen dann nach dem Film oft auch als Plüschfiguren in den Kinderzimmern.

Der Disney-Film Vaiana von 2016 verzichtete ebenfalls nicht auf tierische Sidekicks und bot mit dem Schwein Pua und dem Hahn Heihei gleich zwei solche Figuren. Dabei war es vor allem das Schwein, welches reihenweise Herzen zum Schmelzen brachte. Doch als Vaiana dann nach gut 20 Minuten zu ihrem Abenteuer aufbricht, hatte sie in ihrem Boot nicht etwa Pua dabei, sondern Heihei als blinden Passagier.

Viele Disney-Fans waren enttäuscht, hätten sie doch lieber dem herzigen und hilfreichen Schwein noch etwas länger zugeschaut. Wir haben nun von Regisseur Don Hall persönlich erfahren, weshalb man sich bei Disney für Heihei und gegen Pua entschieden hat.

Zur Sprache kam dies während unseres Interviews zu Raya and the Last Dragon. Angesprochen auf den dortigen Sidekick Tuk Tuk holte Don Hall, der bei «Raya» und «Vaiana» Regie führte, etwas aus und erklärte, weshalb Pua zuhause bleiben musste.

«Wir wollten Heldin Vaiana keinen Verbündeten an die Seite stellen. Wir wollten es ihr auf ihrem Abenteuer so schwer wie möglich machen. Den sehr liebevollen, liebenswerten und hilfreichen Pua konnten wir da nicht gebrauchen. Wir nahmen deshalb den blöden Hahn, der gar keine Hilfe ist. So haben wir die Entscheidung bezüglich des Haupt-Sidekicks gefällt.»

Diese Begründung ist verständlich, wurde Pua in den ersten Minuten doch immer wieder als fröhlicher Zeitgenosse gezeigt, welcher Vaiana sogar einmal das Paddel reicht. Die Fans von Pua dürfen sich nun mit dem Gedanken trösten, dass das Schwein einfach zu gut war für das wilde Abenteuer. Ist ja auch was.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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