50 Jahre Frauenstimmrecht: filmo feiert in der achten Staffel starke Frauen

Im Februar 1971 wurde in der Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt. filmo zeigt deshalb in seiner achten Staffel zehn ausgesuchte Schweizer Filme von Frauen und über Frauen.
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© filmo

Das Frauenstimmrecht wurde zwar im Februar 1971 eingeführt, doch filmo geht mit seiner Retrospektive viel weiter zurück. Der 1929 erschienene Frauennot - Frauenglück, bei dem neben Regisseur Edouard Tissé auch der legendäre Sergej M. Eisenstein (Panzerkreuzer Potemkin) hinten den Kulissen mitgewirkt hat, erzählt das Schicksal von drei Frauen, die heimlich abtreiben. Der Film galt bei seinem Erscheinen als Skandal und wurde teilweise sogar verboten. filmo zeigt in seiner achten Staffel eine Spezial-Edition, welche die Originalversion von 1929 sowie die adaptierte und vertonte Version des Stummfilms von 1936 enthält.

Ebenfalls um Abtreibung geht es in dem Schweizer Filmklassiker Dilemma von 1940. Darin will eine Frau abtreiben und wendet sich deshalb an ihren Vater, welcher jedoch nicht nur Frauenarzt ist, sondern auch Abtreibungsgegner.

Nicht für minder rote Köpfe sorgte 1978 der Dokumentarfilm Behinderte Liebe, in dem Regisseurin Marlies Graf Dätwyler zum ersten Mal im Schweizer Film das Tabu-Thema «Sexualität mit Behinderung» thematisierte. Der Film porträtiert vier junge Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, die sich mit Menschen ohne körperliche Beeinträchtigung über Liebe und Sexualität austauschen.

Weitere Filme in der achten filmo-Staffel sind das Scheidungsdrama Seelische Grausamkeit, die Migrantinnen-Doku Il valore della donna è il suo silenzio, der international gefeierte Rebellinnen-Thriller La Salamandre von Alain Tanner, Daniel Schmids Heute Nacht oder nie, der 2011 für den Auslands-Oscar vorgeschlagene Giochi d'estate von Rolando Colla und Richard Dindos Dokumentarfilm Max Haufler, der Stumme.

Szene aus «Eine andere Geschichte»
Szene aus «Eine andere Geschichte» © filmo

Das Herzstück der neuen Staffel dürfte jedoch der Dokumentarfilm Eine andere Geschichte sein. In dem fast dreistündigen Werk zeigt Regisseurin Tula Roy den Kampf der Frauen für ihre Rechte zwischen 1910 bis 1991 auf.

Alle diese Filme und noch viele mehr kann man ab sofort auf den etablierten Schweizer VoD-Plattformen blue, cinefile, AppleTV, UPC, Sky, eyelet, Daily Movies und neu auch bei filmingo unter dem Label «filmo» streamen.

Über filmo: filmo ist eine im Juni 2019 gestartete Initiative der Solothurner Filmtage, ermöglicht durch Engagement Migros, ein Förderfonds der Migros-Gruppe. filmos Ziel ist es, Schweizer Filmklassikern nachhaltig mehr Sichtbarkeit im digitalen Raum zu verschaffen.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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