Freut euch! Die 12 besten Filme von 2021, die wir schon sehen konnten

Bei diesen Filmen gibt es von uns mindestens einen Daumen nach oben. Wir sagen euch, auf welche Filme ihr euch im Kinojahr 2021 freuen könnt und nennen euch auch noch gleich die Gründe dafür.

Mads Mikkelsen in «Drunk» © Pathé Films AG

Auch wenn die Reisemöglichkeiten im Jahr 2020 aus offensichtlichen Gründen etwas eingeschränkt waren, haben wir es trotzdem an einige Filmfestivals geschafft, wo wir viele Filme schauen konnten, die erst 2021 in die hiesigen Kinos kommen werden. Bleibt einfach zu hoffen, dass wir diese Filme auch tatsächlich an den genannten Daten im Kino sehen können und sie nicht plötzlich auf Video-on-Demand-Portalen auftauchen. So oder so lohnt es sich definitiv, sich diese Filme auf die Watchlist zu setzen.

Drunk - Kinostart: 28. Januar 2021

Um was geht es?

Es gibt die Theorie, dass der Mensch mit 0.5 Promille zu wenig auf die Welt gekommen ist. Mit einem leicht erhöhten Pegel würden die Probleme kleiner und die Kreativität steigen. Vier Lehrer (u. a. Mads Mikkelsen) wollen das überprüfen und versuchen, während der Arbeit ständig 0.5 Promille intus zu haben.

OutNow meint:

Der differenzierte Umgang mit dem Thema sowie ein tolles vom grossartigen Mads Mikkelsen angeführtes Schauspieler-Ensemble machen Another Round zu einem unterhaltsamen Rausch von einem Film - ohne Kopfschmerzen am Morgen danach. Zur ganzen Kritik.

«Druk»
«Druk» © Pathé Films

The Nest - Kinostart: 28. Januar 2021

Um was geht es?

Rory O'Hara (Jude Law) zieht mit seiner Familie aus den USA zurück nach England in eine riesige Villa. Der Rohstoffhändler hat von seinem ehemaligen Arbeitgeber ein vielversprechendes Angebot erhalten. Rorys Frau Alison (Carrie Coon) hat jedoch ihre Bedenken und kaum angekommen im neuen Zuhause, geschehen merkwürdige Dinge.

OutNow meint:

Der zweite Spielfilm des kanadischen Regisseurs Sean Durkin begeistert mit einem clever geschriebenen Drehbuch, einer ruhigen, aber furchterregenden Atmosphäre und sorgfältigem Spannungsaufbau. Zur ganzen Kritik.

«The Nest»
«The Nest» © Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved.

Caught in the Net - Kinostart: 18. Februar 2021

Um was geht es?

Drei mädchenhaft aussehende, volljährige Schauspielerinnen geben sich für ein filmisches Experiment im Internet in Chaträumen als 12-Jährige aus. Es dauert nicht lange, bis die drei von Männern kontaktiert werden, welche die Frauen zu missbrauchen versuchen.

OutNow meint:

Der verstörende Dokumentarfilm öffnet einem beim Thema «Missbrauch von Jugendlichen im Netz» nicht wirklich die Augen, da er eigentlich nur das bestätigt, was man als Erwachsener im Grunde schon weiss. Was er jedoch mit Nachdruck mit krassen Bildern bestätigt, schüttelt einen regelrecht durch. Zur ganzen Kritik.

«Caught in the Net»
«Caught in the Net» © Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved.

The Courier - Kinostart: 18. Februar 2021

Um was geht es?

Der britische Geschäftsmann Wynne (Benedict Cumberbatch) reist während des Kalten Krieges regelmässig nach Moskau und erhält vom sowjetischen Offizier Penkovsky (Merab Ninidze) geheime Informationen. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft. Doch ständig droht die Gefahr, aufzufliegen.

OutNow meint:

Ein hochspannendes Stück Agentenfilm, welches sich vor allem durch seine gekonnte Inszenierung und das tolle Schauspiel von Benedict Cumberbatch und Merab Ninidze auszeichnet. Zur ganzen Kritik.

«The Courier»
«The Courier» © Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved.

Sweat - Kinostart: 4. März 2021

Um was geht es?

Influencerin Sylwia begeistert ihre Follower auf den Social-Media-Kanälen täglich mit Fitnessvideos und Eindrücken aus ihrem Privatleben. Als sie ein emotionales Video veröffentlicht, erntet sie dafür Kritik von ihren Sponsoren. Und noch schlimmer: Ein Stalker erwartet sie vor ihrer Wohnung.

OutNow meint:

Mit seinem zweiten Spielfilm serviert der in Polen lebende schwedische Regisseur Magnus von Horn ein beklemmendes, spannend inszeniertes Influencer-Drama, das den Nerv der Zeit trifft. Zur ganzen Kritik.

«Sweat»
«Sweat» © Natalia Łączyńska Lava Films

Wanda, mein Wunder - Kinostart: 11. März 2021

Um was geht es?

Nach einem Schlaganfall ist der wohlhabende Josef Wegmeister-Gloor auf Hilfe angewiesen. Für die Betreuung wird die Polin Wanda eingestellt. Die aufgestellte, unbeschwerte Art der jungen Pflegerin bringt Leben in das grosse Anwesen und sie wird zu Josefs wichtigster Bezugsperson.

OutNow meint:

Im neuen Film von Bettina Oberli (Die Herbstzeitlosen) wird subtile Gesellschaftskritik in eine bittersüsse Tragikomödie eingebettet. Mit viel Fingerspitzengefühl und pointierter Komik inszeniert, lässt der Film auf unterhaltsame Weise die Fassade einer gut situierten Familie bröckeln. Zur ganzen Kritik.

«Wanda, mein Wunder»
«Wanda, mein Wunder» © Filmcoopi

The Father - Kinostart: 18. März 2021

Um was geht es?

Der pensionierte Ingenieur Anthony (Anthony Hopkins) ist stark dement. Für seine Tochter Anne (Olivia Colman) ist das keine einfache Situation, denn lieber würde sie nach Paris zu ihrem Partner ziehen. Kann sie ihren verwirrten Vater in London zurücklassen?

OutNow meint:

Das Demenz-Drama wird fast komplett aus der Sicht eines Mannes erzählt, der seinem Verstand nicht mehr trauen kann. Auf diese Weise wird das Gefühlschaos des Protagonisten spürbar gemacht, und dank der genialen Performance von Anthony Hopkins geht man dabei richtig mit. Zur ganzen Kritik.

«The Father»
«The Father» © Courtesy of TIFF

Nomadland - Kinostart: 18. März 2021

Um was geht es?

Weil sie ihren Job und ihr Haus verloren hat, reist Fern (Frances McDormand) mit ihrem Van als Nomadin durch das Wüstengebiet des amerikanischen Westen. Sie hält sich mit Teilzeit-Jobs über Wasser und arbeitet unter anderem bei Amazon. Auf ihrer Reise trifft sie mehrere Menschen, die ein ähnliches Schicksal erlitten.

OutNow meint:

Chloé Zhaos neues Werk ist ein wunderschön inszeniertes, feinfühliges Roadmovie mit dokumentarischem Charakter. Sie wirft einen kritischen Blick auf das ökonomische und das soziale System der USA und verschafft den tiefen Schichten der Gesellschaft Gehör. Frances McDormand ist die ideale Besetzung für die Hauptfigur und spielt einmal mehr überragend. Zur ganzen Kritik.

«Nomadland»
«Nomadland» © The Walt Disney Company Switzerland. All Rights Reserved.

Kleine Heimat - Kinostart: 25. März 2021

Um was geht es?

Hanni Isler und Rosa Zehnder gehören zu den letzten verbliebenen Erstmietern einer Wohnung in einem Zürcher Wohnblock. Die Immobilie wurde verkauft und ein Neubau ist geplant. Für die Senioren heisst es nun, Abschied zu nehmen von einem Ort, an dem sie während gut 60 Jahren wohnten.

OutNow meint:

In Heimeligkeit lullt einen der Film ein. Zwischen M-Budget-Spaghetti, von mächtigen Bäumen umrahmten angerosteten Gireizli und Kaffee und Kuchen fühlt man sich wieder wie in Grosis Stube. Im Nullkommanichts wachsen einem die betagten Herrschaften Isler, Zehnder und Schäfli - es sind vielmehr Hanni, Rösli und Kurt - ans Herz. Zur ganzen Kritik.

«Kleine Heimat»
«Kleine Heimat» © Zurich Film Festival

Here We Are - Kinostart: 8. April 2021

Um was geht es?

Uri ist Autist und lebt bei seinem Vater. Sie unternehmen zusammen Ausflüge, füttern Uris Fische oder bewältigen gemeinsam den Alltag. Doch Uris Mutter, welche getrennt von dessen Vater lebt, hat für Uri einen Platz in einer Institution gefunden. Ist Uri bereit für eine solch grosse Veränderung?

OutNow meint:

Durch eine angenehme Mischung aus Witz und Tragödie spricht der Film unterschiedlichste Stimmungslagen an und bleibt so stets unterhaltsam und mitreissend. Zur ganzen Kritik.

«Here We Are»
«Here We Are» © Agora Films

Supernova - Kinostart: 15. April 2021

Um was geht es?

Tusker (Stanley Tucci) und Sam (Colin Firth) sind seit vielen Jahren ein Paar mittleren Alters. Tusker ist an Demenz erkrankt. Sie unternehmen mit einem Wohnmobil einen Roadtrip durch England und merken dabei immer mehr, dass ihre Zukunftsvorstellungen weit auseinandergehen.

OutNow meint:

Herzzerreissende Szenen zwischen den beiden Männern und Dialogzeilen, die bis ins Mark treffen, wechseln sich immer wieder mit fast schon heiteren oder sehr liebevollen Szenen ab. Diese Kombination aus all diesen Emotionen macht den Film zu einem grossartigen Erlebnis. Zur ganzen Kritik.

«Supernova»
«Supernova» © Zurich Film Festival

Contra - Kinostart: 28. Oktober 2021

Um was geht es?

Nachdem er in seiner Vorlesung die Studentin Naima (Nilam Farooq) diskriminiert hat, wird Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) dazu verdonnert, ihr bei einem wichtigen Debattierwettstreit zur Seite zu stehen. Trotz ihrer Unterschiede werden sie zu einem starken Team.

OutNow meint:

Das tolle Drehbuch und die schwungvolle Regie sorgen für kurzweiligen Spass mit Tiefgang. Zur ganzen Kritik.

«Contra»
«Contra» © Praesens Film

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Kommentare Total: 1

yab

Verstehe den Sweat-Hype nicht: Nervtötend bereits in den Anfangsminuten und bleibt es durchs Band. Dann doch lieber Influenza, als Influencer!

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