Die Schweizer Kinos müssen bis und mit dem 22. Januar 2021 geschlossen bleiben

Das wars mit dem Kinojahr 2020. Die Lichtspielhäuser in der Schweiz sind nur noch heute Freitag geöffnet. Ab Samstag, dem 12. Dezember 2020, sind Filmvorführungen im Kino verboten.

Szene aus «La La Land» © Ascot Elite

Was in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien gilt, gilt jetzt auch für die Schweiz: Ab dem Samstag, dem 12. Dezember 2020, sind hierzulande keine Filmvorführungen mehr erlaubt.

Zuerst herrschte bei vielen Filmschaffenden ordentlich Verwirrung. Denn laut den neuen Massnahmen dürfen Kulturinstitutionen und Unterhaltungs- und Freizeiteinrichtungen offenbleiben, müssen dann jedoch zwischen 19:00 und 6:00 sowie ganztags an Sonntagen und Feiertagen geschlossen bleiben. Als Beispiele werden vom Bund Museen und Galerien, Bibliotheken und Archive, botanische und zoologische Gärten, Casinos und Spielhallen genannt. Gehören die Kinos, welche Kultur und Unterhaltung zu bieten haben, etwa auch in diese Kategorie? Oder fallen Kinovorführungen unter das Veranstaltungsverbot, welches ebenfalls ab dem 12. Dezember 2020 in Kraft tritt?

Dies wollten die Journalisten an der Pressekonferenz des Bundesrates ebenfalls wissen und hakten nach. Von Michael Gerber, dem stellvertretenden Leiter der Abteilung Recht beim Bundesamt für Gesundheit, kam dann folgende Antwort: «Bei den Kinos handelt es sich grundsätzlich um Kulturinstitutionen, die müssten also um 19:00 bereits schliessen. Allerdings haben wir auch noch das Veranstaltungsverbot, also Filmvorführungen sind verboten. Insofern bedeuten die geltenden Regeln hier wahrscheinlich eine Schliessung der Kinos.»

Das bedeutet also, dass Kinos bis 19:00 weiterhin geöffnet bleiben dürfen, dort jedoch keine Filme gezeigt werden dürfen. Es dauerte nicht lange, bis das auf Social Media zu Reaktionen führte:

Die neuen Massnahmen gelten bis und mit Freitag, dem 22. Januar 2021. Damit müssen sich nun Filme wie Run, The Nest, Mandibules, Freaky und viele weitere neue Startdaten suchen.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Kommentare Total: 1

solanumnigrum

Um König Theoden aus "Lord Of the Rings" zu zitieren: "So it begins."

Und nicht nur er muss sich mit einer unangenehmen, beinahe unbezwingbaren Bedrohung rumschlagen.
Die Herzen von Filmfans und Filmschaffenden werden vom COVID-19-Virus auf einen Schlag gebrochen.
Bleibt zu hoffen, dass eine Art "Kino-Gandalf" beim ersten Licht des fünften Tages erscheint, um uns aus der Misere zu retten.

See you in 2021!

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