Die Kinos im Kanton Graubünden schliessen für zwei Wochen

Die Bündner Regierung hat für die Festtage und die Wintersaison ein Gesamtschutzkonzept verabschiedet. Es umfasst vorübergehende einschränkende Massnahmen, welche auch die Kinos betreffen.

Lief bis heute recht erfolgreich in den Bündner Kinos: Der Dokumentarfilm «Suot tschêl blau» © Outside the Box

Die Covid-19-Fallzahlen haben gesamtschweizerisch in den letzten Tagen nur noch leicht abgenommen. In Graubünden steigen die Zahlen sogar leicht an oder stagnieren auf hohem Niveau. Aus diesem Grund hat die Bündner Regierung nur reagiert.

Das heute vorgestellte «Gesamtschutzkonzept Graubünden» soll die Pandemie eindämmen, die Wintersaison in den Tourismusregionen gewährleisten und Feierlichkeiten im privaten Kreis an Weihnachten und Neujahr ermöglichen. Die Massnahmen beinhalten, dass Orte der Unterhaltung und Freizeit vom 4. Dezember bis und mit 17. Dezember 2020 geschlossen bleiben müssen. Gemeint sind damit unter anderem Kinos, Theater, Museen, Bibliotheken, Clubbetriebe, Wellnesszentren und Eissportanlagen.

Damit ist Graubünden der bereits dritte Deutschschweizer Kanton, welcher für Kinos strengere Massnahmen erlassen hat, als sie vom Bund vorgegeben wurden. Zuvor beschlossen schon Bern und Basel Stadt ähnliche Massnahmen. In Bern müssen die Kinos bis mindestens zum 14. Dezember 2020 geschlossen bleiben, während in Basel eine Veranstaltungsobergrenze von 15 Personen gilt - der Bund gibt momentan eine Obergrenze von 50 Personen vor.

In einer Pressekonferenz am Freitag hat Bundesrat Alain Berset verkündet, dass die Fallzahlen besorgniserregend sind und es sein könnte, dass am Freitag, dem 11. Dezember, strengere Massnahmen beschlossen werden könnten. Was für Massnahmen dies sein könnte, wollte er nicht verraten.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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