Landen noch weitere fürs Kino gedachte Blockbuster direkt auf Disney+?

Laut Deadline sollen sich die Verantwortlichen bei Disney überlegen, ein paar ihrer Realfilm-Remakes von Animationfilmen nicht ins Kino zu bringen, sondern stattdessen direkt auf Disney+ zu lancieren.

Soll zuerst exklusiv im Kino laufen: «Black Widow» © Marvel Studios

Erst letzte Woche gab das Studio Warner Bros. bekannt, dass man Wonder Woman 1984 in den USA an Weihachten direkt auf dem Streamingportal HBO Max auswerten wird - mit einem gleichzeitigen Kinostart, wo möglich. Diese Nachricht liess einen Richtung Disney schauen, das einen ähnlichen Film im Line-up hat: Black Widow. Doch obwohl Disney mit Mulan und Soul schon zwei Blockbuster für eine Direktauswertung auf Disney+ bestimmt hat, wird laut Deadline ein solcher Release für Black Widow nicht einmal diskutiert. Der Marvel-Film mit Scarlett Johansson soll weiterhin zuerst exklusiv ins Kino kommen; sein Start ist momentan auf den 6. Mai 2021 festgesetzt. Aber bei anderen Filmen scheint die Lage etwas anders zu sein.

Es geht dabei um Cruella, Pinochio von Robert Zemeckis und Peter Pan and Wendy. Es handelt sich dabei allesamt um Realfilm-Updates/Remakes von bekannten Animationsfilmen. In Cruella wird Emma Stone zur Bösewichtin, die es auf 101 Dalmatiner abgesehen hat. Der Film von Regisseur Craig Gillespie (I, Tonya) ist bereits im Kasten und hatte ursprünglich ein Startdatum im Dezember 2020. Doch der Release wurde bereits während den Dreharbeiten im Sommer 2019 auf Ende Mai 2021 verschoben. Doch bleibt der Film nun auch dort?

Disney möchte in Zukunft vermehrt auf Streaming setzen und da hilft es natürlich, wenn man grosse und bekannte Stoffe exklusiv auf der eigenen Plattform (Disney+) auswerten kann. Eine Strategie könnte sein, dass man die nächsten Realfilm-Updates/Remakes direkt auf Disney+ stellen wird, wenn man sich keine hohen Box-Office-Zahlen von diesen Filmen erhofft. Vieles wird bei Disney diskutiert, da das Studio momentan auch unter Covid-19 leidet. In Stein gemeisselt ist aber noch nichts.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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