Paramount verkauft Fortsetzung zu «Der Prinz aus Zamunda» an Amazon

Das Sequel zum Eddie-Murphy-Klassiker hätte eigentlich im Dezember/Januar in die Kinos kommen sollen. Doch daraus scheint nun nichts zu werden, denn Amazon wird in Kürze die Rechte an dem Film haben.

© Paramount

Das Hollywood-Studio Paramount verkauft weiterhin fleissig seine fürs Kino gedachten Filme an Streaminganbieter. Alleine in diesem Jahr landeten schon die Paramount-Produktionen The Lovebirds und The Trial of the Chicago 7 bei Netflix. Amazon, der grosse Konkurrent von Netflix, möchte jedoch auch mitmischen und wird sich deshalb in Kürze die Rechte zu Der Prinz aus Zamunda 2 (OV-Titel: «Coming 2 America») sichern. Dies melden mehrere Branchenportale.

Der Film hätte eigentlich an Weihnachten in die US-Kinos und Anfang Januar in die hiesigen Lichtspielhäuser kommen sollen. Landet der Film nun bei Amazon, dürfte ein Kinostart vom Tisch sein. Denn Amazon wird den Film wohl exklusiv auf seiner Plattform «Amazon Prime Video» haben wollen. Noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern. Da Paramount zum Film vor Monaten noch Promotionsvereinbarungen mit McDonalds und einer Whiskey-Marke abgeschlossen hat, muss jetzt noch verhandelt werden, ob und wie Amazon diese Promo-Deals übernehmen wird.

Amazon wird sich die Rechte zu der Komödie einiges kosten lassen - Variety spricht von etwa 125 Millionen Dollar. Amazon sei momentan recht aggressiv auf dem Markt unterwegs, um sich begehrte Titel zu sichern. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Amazon die Borat-Fortsetzung exklusiv bei sich haben wird - Streamingstart ist am 23. Oktober 2020.

Das Vorgehen ist verständlich, denn die ersten Kinos schliessen wegen zu wenigen Filmen und ausbleibendem Publikum wieder. Es ist anzunehmen, dass die Covid-19-Fallzahlen in den kommenden Monaten aufgrund der kalten Jahreszeit wieder steigen und die Leute es sich so eher wieder Zuhause gemütlich machen werden. Mit einem Film wie Der Prinz aus Zamunda 2 hätte Amazon einen Film im Programm, der als Publikumsmagnet funktionieren könnte.

In der Fortsetzung erfährt Prinz Akeem (Eddie Murphy), dass er einen Sohn hat, der in den Vereinigten Staaten von Amerika lebt. Natürlich reist er sofort hin, um den möglichen Thronfolger kennenzulernen.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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