Trotz vieler Filmverschiebungen: Das Horror-Kinoprogramm an Halloween 2020 lässt sich sehen

Auch wenn grosse Filme wie «Candyman» und «Halloween Kills» ins nächste Jahr verschoben wurden, wird man dieses Halloween im Kino nicht auf Unheimliches verzichten müssen.

«The Craft: Legacy» © Sony Pictures

Die Wochen kurz vor Halloween sind für die grossen Hollywoodstudios jeweils auch immer ein guter Zeitpunkt, um Horrorfilme zu lancieren. Denn an dem unheimlichen Feiertag lässt es sich noch eine Spur mehr gruseln. So wurden unter anderem alle Filme der Saw- und Paranormal Activity-Reihe kurz vor Halloween in die Kinos gebracht.

Auch 2020 hätte mit Halloween Kills ein heisserwarteter Schocker in die Lichtspielhäuser kommen sollen, doch verschoben Blumhouse und Universal den Release auf 2021. Danach bekam das Candyman-Update den begehrten Halloween-Slot, doch auch dieser Film wurde nach hinten geschoben. Bedeutet dies, dass sich der Horror-Fan an Halloween im Jahr 2020 alleine zuhause gruseln muss? Mitnichten! Denn am 29. Oktober 2020 werden gleich zwei neue Horrorfilme in den Kinos veröffentlicht, und zudem plant das RiffRaff in Zürich am 31. Oktober 2020 gleich eine ganze Horrornacht. Wir stellen euch die zwei Filme und den Event vor.

«The Craft: Legacy» - Kinostart: 29. Oktober 2020

Es handelt sich hierbei um ein Sequel zu dem Neunziger-Kultfilm The Craft, welcher bei uns eher unter dem deutschen Titel «Der Hexenclub» bekannt sein dürfte. Im Original spielten Robin Tunney, Fairuza Balk, Neve Campbell und Rachel True vier Schülerinnen, die sich mit Zaubersprüchen und Flüchen als Hexen versuchen. In der Fortsetzung, die vom bekannten Horrorstudio Blumhouse (Get Out, Invisible Man) produziert wurde, testen vier Teenager-Hexen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ihre neu entdeckten Kräfte - und handeln sich damit eine Menge Ärger ein. Das Hexenquartett wird von Cailee Spaeny, Gideon Adlon, Lovie Simone und Zoey Luna gespielt, in weiteren Rollen sind Michelle Monaghan und David Duchovny zu sehen.

«Follow me» - Kinostart: 29. Oktober 2020

Alle, die es lieber etwas brutaler haben, dürften bei Follow me auf ihre Kosten kommen. Darin geht es um den Influencer-Superstar Cole, der mit Freunden nach Moskau fliegt. Dort soll es für die Gruppe in einen Escape Room gehen. Was als Spiel beginnt, wird aber bald zum Kampf ums nackte Überleben. Mit Escape Room hatten wir zwar erst 2019 einen Grusler um die beliebte Freizeitbeschäftigung. Doch, weil der Film von Adam Robitel eine tiefe Freigabe (ab 13) hatte, kamen die Gorehounds nicht wirklich auf ihre Kosten. Dies möchte Follow me nun ändern. Der vom Trailer her an Saw erinnernde Film, der auch unter dem Titel «No Escape» bekannt ist, hat in den USA eine Freigabe ab 17 kassiert. Der Gewaltgrad dürfte also höher sein. Oder, um es in den Worten von Jigsaw zu sagen: «Oh, yes, there will be blood!»

Halloween-Filmmarathon im Riffraff am 31. Oktober 2020

Wer sich zu Halloween die volle Dröhnung an Horrorfilmen geben möchte, geht am 31. Oktober 2020 ins Kino RiffRaff in Zürich. Die Kinobetreiber veranstalten in Zusammenarbeit mit dem NIFFF (Neuchâtel International Fantastic Film Festival) eine ganze Nacht des Schreckens. Für 30 Franken bekommt man von 23:00 bis 7:00 acht Stunden an Horrorfilmen serviert. Damit man nicht einschläft, serviert das Kino die ganze Nacht durch Kaffee, der im Ticketpreis inbegriffen ist. Welche Filme gezeigt werden, ist geheim. Laut den Veranstaltern sind es «vier auserlesene Überraschungsfilme von den 1970er-Jahren bis heute.»

Fair Warning: Ihr solltet euch einfach ganz sicher sein, ob ihr die Nacht durchmachen wollt. Denn aufgrund der Corona-Pandemie fahren an den Wochenenden keine Nachtzüge- und -busse. Wer also beim Filmmarathon mitmachen möchte, jedoch nicht in Zürich wohnt, dürfte erst ab 5 Uhr morgens wieder einen Zug oder Bus nach Hause haben.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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