Microsoft kauft Bethesda-Besitzer ZeniMax Media

Was für eine Bombe: Microsoft kauft ZeniMax Media, die Besitzerin von Bethesda und allen untergeordneten Studios, darunter id, Arkane, MachineGames und Bethesda Softworks.

«Wir gehören jetzt zu Microsoft!» © Bethesda

Die nächste Konsolengeneration steht vor der Tür und Microsoft lässt lapidar in einem Tweet eine der verrücktesten Bomben der Gamebranche platzen: Das Unternehmen kauft ZeniMax Media für 7.5 Milliarden Dollar. Also etwa so viel, wie Disney für Marvel Studios und Star Wars zusammen bezahlte.

Das Unternehmen ist der Besitzer von acht Studios und über 2300 Angestellten weltweit. Die Studios von ZeniMax Media entwickelten einige der beliebtesten und angesehensten Spiele der letzten zwanzig Jahre. Namentlich sind dies der Publisher Bethesda Softworks mit Bethesda Game Studios (Fallout und The Elder Scrolls), Arkane Studios (Dishonored und Prey), MachineGames (Wolfenstein), id Software (Doom, Quake und Rage) und Tango Gameworks (The Evil Within).

Das heisst, alle diese Studios und deren Franchises und Games gehören nun Xbox. In naher Zukunft werden alle Bethesda-Spiele im Xbox Game Pass integriert. Zudem werden Bethesda-Games beim Release direkt via Game Pass verfügbar sein. Doch was heisst dies für die etwas entferntere Zukunft?

Zum einen besitzt Sony zeitlich limitierte Exklusivrechte für die Games Deathloop und Ghostwire Tokyo, die beide von Bethesda vertrieben werden. Diese Rechte plant Xbox-Chef Phil Spencer so zu belassen. Diese Verträge wurden schliesslich schon vor langer Zeit unterschrieben.

Werden ausserdem Playstation-Spieler von künftigen Bethesda-Games, zum Beispiel Starfield oder The Elder Scrolls VI ausgeschlossen? Jein. Spencer liess verlauten, dass die Spiele für Xbox und PC erscheinen. Bei anderen Konsolen würde auf einer Fall-zu-Fall-Basis entschieden.

Dies ist für Xbox kein Novum. Vor fünf Jahren kaufte Microsoft den Minecraft-Entwickler Mojang, Minecraft verschwand folglich aber nicht von Playstations, Nintendo-Konsolen oder iPhones. Ebenfalls erschienen Titel wie die grossartigen Cuphead oder Ori and the Will of the Wisps für Nintendo Switch, ersteres sogar für Playstation, einfach erst eine gewisse Zeit nach dem Xbox-Release. Playstation-Spieler dürften also auch weiterhin in den Genuss von Bethesda-Spielen kommen. Was dies für die Industrie als Ganzes heisst, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Nicolas Nater [nna]

Nicolas schreibt seit 2013 für OutNow. Er moderiert seit 2017 zusammen mit Marco Albini den OutCast. Ausser für Geisterbahn-Horrorfilme, überlange Dramen und Souls-Games ist er filmisch wie spielerisch für ziemlich alles zu haben. Ihm wird aber regelmässig vorgeworfen, er hätte nichts gesehen.

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