Der Oktober leert sich langsam: Zwei weitere grosse Filme werden verschoben

Christopher Nolans «Tenet» wird noch eine Weile der einzige grosse Blockbuster in den Schweizer Kinos bleiben. Universal und Sony haben je einen ihrer Filme nach hinten geschoben.

Candyman © Universal

Wonder Woman 1984 weg, The King's Man weg. Viel bleibt nicht mehr an Blockbustern im Oktober übrig - und jetzt sind es nochmals zwei weniger.

Zum einen hat Universal den Horrorfilm Candyman auf «irgendwann 2021» verschoben. Das spirituelle Sequel zum 1992-Grusler hätte am 15. Oktober 2020 in die Kinos kommen sollen und wäre der ideale Film zu Halloween gewesen. Doch nun müssen die Kinogänger etwas Anderes zum Fürchten suchen. Ursprünglich hätte der Film sogar im Juni 2020 anlaufen sollen, was jedoch ebenfalls wegen Covid-19 verunmöglicht wurde.

Aber nicht nur Fans von Horrrorfilmen müssen sich auf neuen Stoff gedulden, sondern auch Familien. Denn Sony Pictures wird den Animationsfilm Connected nicht am 22. Oktober 2020 in die Kinos bringen. Sony lässt jedoch verlauten, dass der Film noch in diesem Jahr anlaufen wird. Ein genaues Datum wurde jedoch nicht genannt. In dem Film von den Produzenten Phil Lord und Chris Miller (Spider-Man: Into the Spider-Verse) geht es um eine Familie, welche die Apokalypse verhindern muss.

«Connected»
«Connected» © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Somit bleiben im Oktober noch Eden für jeden, Jim Knopf und die wilde 13, Peninsula, Antebellum, Dark Waters, Death on the Nile, Yakari und Black Widow als Grossproduktionen übrig - der Marvel-Film mit Scarlett Johansson soll jedoch momentan ebenfalls auf der Kippe stehen. 2020 ist blöd.

Auffällig bei der Liste der «Verbleibenden» ist, dass es sich mit Ausnahme von Death on the Nile und Black Widow alles um Filme handelt, welche bereits in den USA veröffentlicht wurden (zum Beispiel Dark Waters) oder keinen Start in den Staaten haben - wie der Schweizer Film Eden für jeden. Wenn ein Film also einen Start in den USA in den nächsten zwei Monaten vor sich hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass er verschoben wird. Denn die Lage in den USA ist immer noch äusserst chaotisch. Ein Beweis dafür, dass die grossen Studios weiterhin zu sehr auf den US-Markt schauen und die Bedürfnisse von anderen Territorien ignorieren.

Trailer zu «Candyman»

© Universal Pictures

Untertitelte Originalfassung

© Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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