Die 18. Ausgabe des Fantoche Festivals geht zu Ende

Sechs Tage lang sind Animationsfilmfans durch Baden gepilgert und haben ab den kurzen und langen Kunstwerken gelacht, gestaunt und geweint. Mit der Preisverleihung endete die 18. Ausgabe.

Zum letzten Mal: bonne projection! © Fantoche

Im Jubiläumsjahr - es sind genau 25 Jahre seit der ersten Ausführung des Fantoche vergangen - wagte es das Fantoche als eines der ersten Filmfestivals seit dem pandemiebedingten Lockdown im Frühling, wieder eine physische Ausführung stattfinden zu lassen. Geübte Fantoche-Besucher durften so also auch bei der 18. Ausführung (ganz zu Beginn fand das Fantoche nur alle zwei Jahre statt) wieder viele bekannte Gesichter sehen. Allerdings war dieses Mal schon einiges anders: Viele Filmemacher aus dem Ausland waren gar nicht erst angereist und das beschränkte Angebot aktueller Langspielfilme musste durch Reprisen älterer (aber toller) Filme ergänzt werden. Und natürlich war da die Maskenpflicht, an die sich die Zuschauer auch alle brav hielten.

Böse Zungen könnten behaupten, dass das Festivalfeeling dieses Jahr ein bisschen fehlte. Dies war schon allein daran zu erkennen, dass die Kinos aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen maximal halb gefüllt werden durften. Volle Säle gab es so also nicht wirklich, was dem Ganzen schon ein kleines bisschen den Event-Charakter nahm. Der Vorteil war allerdings, dass man dank der reservierten Sitzplätze auch nie wirklich anstehen musste und so auch noch kurz vor Programmbeginn problemlos schnell in den Saal flitzen konnte. Zudem wurde das Live-Programm um weitere Online-Angebote ergänzt, die auch noch einige Zeit länger zugänglich sein werden. Details dazu gibt es auf www.fantoche.ch. Die Preisträger der verschiedenen Kurzfilm-Wettbewerbsektionen findet ihr hier.

Passend zum diesjährigen Schwerpunktthema «Heldinnen» hat das Fantoche als achtes Schweizer Filmfestival den Pledge für Gleichheit und Inklusion an Filmfestivals von SWAN (Swiss Audiovisual Network) unterzeichnet. So waren dieses Jahr auch 52 % aller Filme, die am Festival gezeigt wurden, von Frauen gemacht worden.

OutNow war dieses Jahr mit einer etwas grösseren Equippe vor Ort als sonst. Von den Langfilmen berichten wir in unserem Special.

Petra Schrackmann [pps]

Petra arbeitet seit 2007 für OutNow und haut auch für Lektorat und Listicles in die Tasten. Als Genrefan verbringt sie ihre Film- und Serienabende lieber mit Zombies, Hobbits oder RVAGs als mit Rom-Coms. Als Leseratte ist sie fasziniert von Comic- und Buchverfilmungen (sogar den schlechten!).

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