Das Venedig-Tagebuch von OutNow - Tag 2 - Internationale Solidarität!

Beim venezianischen Appell zu mehr Solidarität innerhalb der Filmwelt spielte auch ein Schweizer Festival eine Rolle. Die Chance auf Lokalkolorit liessen wir uns nicht entgehen. Mit Fotobeweis!

Mindestabstand gewährt: Auch für Fan-Fotos gilt in Venedig «im Minimum 1 Meter» - Lili Hinstin (l.) mit OutNower Gianluca Izzo © OutNow

Corona hat auch Auswirkungen auf Kriegsbeile. Während Filmfestivals sich normalerweise argwöhnisch beäugen und einander die besten Filme wegschnappen wollen, bewirkte die virusbedingte Kinokrise 2020 diesbezüglich lindernde Wirkung. Die künstlerischen Leiter der wichtigsten europäischen Filmfestivals haben sich am Eröffnungsabend der 77. Internationalen Filmfestspiele von Venedig zusammengerauft, um die Gemeinschaft der Filmfestivals in Europa und der ganzen Welt zu vertreten.

So standen Alberto Barbera (Filmfestspiele Venedig), Carlo Chatrian (Berlinale), Thierry Fremaux (Festival de Cannes), Lili Hinstin (Locarno Film Festival), Vanja Kaludjeric (Rotterdam Film Festival), Karel Och (Karlovy Vary) und José Luis Rebordinos (San Sebastián) Schulter an Schulter im Palazzo del Cinema und taten so, als wären sie ziemlich beste Freunde. Nur Tricia Tuttle vom London Film Festival fehlte aus persönlichen Gründen.

Schiefe Finanzlagen und fiese Streaming-Konkurrenz wird ihr Übriges dazu beigetragen haben, dass die Fest-Bossinnen und Bosse sich zu salbungsvollen Worten verleiten liessen. Wir zitieren: «Festivals sind keine blossen Werbevitrinen, um das Beste der Kreativität von Autoren und Filmemachern hervorzuheben, sondern werden immer mehr zu Kulturzentren, zu Bildungsstätten im Dienste junger Regisseure, zu Gelegenheiten für die kulturelle Aufklärung des Publikums und sie dienen nicht zuletzt auch der Erziehung junger Menschen durch schöne und bereichende Filmerfahrungen. Es sind Orte, die Forschung und Debatte fördern und bei denen Kreativität und Freiheit des künstlerischen Ausdrucks zusammenkommen, um einen fruchtbaren und unverzichtbaren Dialog mit dem Publikum und der Gesellschaft zu führen.»

OutNow nützte die Chance nach der dazugehörigen Pressekonferenz für ein Föteli mit Locarno-Direktorin Lili Hinstin. Wenn wir Schweizer schon mal mit Europa gemeinsame Sache machen, muss man dies schliesslich für die Nachwelt festhalten.

Weitere Venedig-Fotos made by OutNow gibt's während des ganzen Festival drüben bei Instagram im Profil von OutNow.CH.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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