Die 100 besten Filme seit es OutNow gibt: Plätze 40-31

Wir hatten schon länger nicht mehr einen Film von Christopher Nolan in unserer Liste. Hier ist er gleich mit zwei seiner Werke vertreten. Ausserdem findet hier ganz grosses Drama-Kino Platz.

«Batman Begins», «Eternal Sunshine of the Spotless Mind», «Ascot Elite» © Warner Bros, Universal, Ascot Elite

40. Ex Machina

Faszinierend, unheimlich, sexy, intelligent und spannend: Bevor er uns mit Annihilation endgültig von seinem Können überzeugte, brachte Alex Garland 2014 Ex Machina in die Kinos. Der Sci-Fi-Film setzte statt auf Thrill auf Actionelemente. Fans von sogenannten Slow-Burning-Thrillern haben daran genauso ihre Freude wie Fans von Blade Runner und Co. Ex Machina ist einer der spannendsten und intelligentesten Robofilms der letzten Jahre. Alicia Vikanders Auftritt als weiblicher Roboter verhalft ihr zudem zum internationalen Durchbruch. [Swantje Oppermann]

© Universal Pictures Switzerland

39. Interstellar

Interstellar ist komplex, schwer und von der ersten Minute an mitreissend. Dank schauspielerischen Glanzleistungen, epischer (Orgel-)Musik und eindrücklicher Bilder überzeugt Christopher Nolans Werk auf ganzer Linie. Während die wissenschaftlichen Hintergründe interessieren, Bild und Ton Spannung erzeugen, bietet das persönliche Familiendrama um den ehemaligen NASA-Piloten Cooper und seiner Tochter eine emotionale Verbundenheit. Mit Memento, der Batman-Reihe und Inception legte Christopher Nolan die Messlatte für seine zukünftigen Filme hoch. Mit Interstellar gelang es ihm den Erwartungen mehr als nur gerecht zu werden. [Diana Rolny]

© 2014 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

38. Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Mit dem Drehbuch von Charlie Kaufman, einem Meister des surrealen, existentialistischen Kinos, hat Regisseur Michel Gondry eine der wohl melancholischsten Liebesdramen der Filmgeschichte inszeniert. Darin möchte sich der verlassene Joel die Erinnerungen an seine Ex Clementine löschen lassen. Jim Carrey zeigt sich in einer seiner wenigen ernsten Rollen und macht dabei eine unerwartet gute Figur. Dieses düstere Gedankenexperiment ist von einer dystopischen und technik-pessimistischen Atmosphäre geprägt, die auf den Zuschauer seine suggestive Wirkung entfaltet. [Teresa Vena]

© Studio / Produzent

37. The Hitchhiker's Guide to the Galaxy

Nur wenige Literaturverfilmungen sind so gut geraten, dass sie ihrer Vorlage gerecht werden. Der englische Regisseur und Musikproduzent Gareth Jennings hat den absurd-komischen und einmalig-originellen Science-Fiction-Stoff des Schriftstellers Douglas Adams präzise und originell inszeniert. Wie die Buchreihe von Adams hat auch der Film, in der Martin Freeman eine der Hauptrollen übernimmt, die ihm zu einem internationalen Erfolg verholfen hat, Kultstatus-Potenzial. Der Film behält den schwarzen Humor der Vorlage bei und erweckt die vielen skurrilen Figuren der Geschichte zum Leben. [Teresa Vena]

© Studio / Produzent

36. Batman Begins

Batman Begins war der Beginn der neuen und düsteren Batman-Ära von Christopher Nolan, der zwar mit Insomnia und Memento bereits geliefert hatte, aber auf der grossen Bühne noch kein Grosser war. Umso erstaunlicher war der «Wumms», den er mit Batman Begins hinterliess. Ein mutiger, cleverer und vor allem ernster Einstieg in die Reihe mit einem grandiosen Christian Bale als Fledermaus. Batman Begins gab die Richtung vor und ist noch heute die vielleicht beste Origin-Story überhaupt. [Yannick Suter]

© Studio / Produzent

35. Roma

«Neeein, nicht Netflix!»: Viele Filmfans rauften sich die Haare, als bekannt wurde, dass der Streaminggigant Alfonso Cuaróns semi-autobiographisches Drama gekauft hatte. Denn der bild- und tongewaltige Film schreit nach einer grossen Leinwand mit anständiger Soundanlage. Glücklicherweise bestand Cuarón auf einem parallelen Kinorelease. Sogar in der Schweiz konnte Roma auf ausgewählten Leinwänden bestaunt werden. Es lohnte sich: In grossartigen Schwarzweissaufnahmen erzählt der Regisseur die Geschichte einer indigenen Haushaltshilfe im Mexico City der Siebziger - und erschuf damit ein Meisterwerk. [Simon Eberhard]

© Netflix

34. The Wolf of Wall Street

The Wolf of Wall Street wird, trotz toller Nebendarstellern wie Jonah Hill oder Margot Robbie, zur One-Man-Show von Leonardo DiCaprio. Was uns dieser Mann hier zeigt, sucht seinesgleichen. Mit voller Inbrunst spielt er den ständig unter Drogen stehenden und total die Realität verlierenden Wallstreet-Börsenmakler Jordan Belfort. Zu Beginn als kleiner Fisch, später als grossen Börsenhai spielt DiCaprio riesig auf. Die Filmbiografie von Martin Scorsese ist mit knappen drei Stunden Laufzeit nie langweilig und äusserst unterhaltsam. Wenn auch alles etwas überrissen wirken mag, ist gut vorstellbar, dass Jordan Belfort ein solches Leben geführt haben könnte. Kein typischer, dennoch ein guter Scorsese! [Yannick Bracher]

© Universal Pictures Switzerland

33. There Will Be Blood

158 Minuten Daniel Plainview. Ein Mann zwischen Ehrgeiz und Wahnsinn, gefangen zwischen Kapitalismus und Religion. Daniel Day-Lewis ist in der Hauptrolle aussergewöhnlich und genauso faszinierend wie die ersten 17 Filmminuten ohne Dialog. Die Musik von Jonny Greenwood brennt sich ins Gedächtnis ein wie der brennende Ölturm und das Humpeln von Daniel Day-Lewis. Einen klassischen Spannungsbogen findet man hier genauso wenig wie in den anderen Werken von Paul Thomas Anderson. Es ist ein ehrlicher und erschreckender Film über Amerikas Geschichte und den Kampf um die Seele eines Mannes. [Sven Martens]

© Studio / Produzent

32. The Avengers

Wisst ihr noch, als auf den Avengers-Postern sechs Köpfe Platz fanden? Das erste Treffen der Avengers brach nicht nur finanziell alle erdenklichen Erfolge, sondern unterhielt auch hervorragend - und ab da war das Marvel Cinematic Universe nicht mehr aus der Kinolandschaft wegzudenken. Joss Whedon schuf ein toll balanciertes Werk, in dem jeder Avenger seinen Platz und seine Aufgabe hatte; die Witze und Emotionen sassen und die Action war aufregend. Und ja, den Hero-Shot vor der Grand Central Station werden wir wohl nie mehr vergessen. [Nicolas Nater]

© Marvel Studios

31. Manchester by the Sea

Manchester by the Sea ist ein tieftrauriger Film über die Trauer selbst. Die langsame Enthüllung von Lee Chandlers Schicksal zieht einen am Ende den Boden unter den Füssen weg. Hauptdarsteller Casey Affleck geht dabei komplett in der Rolle auf und überragt den gesamten Cast inklusive Michelle Williams. Die Inszenierung von Regisseur Kenneth Lonergan ist dabei konsequent und fehlerlos; hier passt alles zusammen. Das merkt man besonders an den zahlreichen witzigen Momenten, denn der Film sorgt nicht über seine gesamte Dauer für Schwermut. [Sven Martens]

© Universal Pictures International Switzerland. All Rights Reserved.

Plätze 30-21

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