Startschuss für die 77. Filmfestspiele von Venedig

Heute beginnen die Filmfestspiele von Venedig. Die «Mostra» ist der erste der grossen Filmevents, der einen wie auch immer gearteten Standardbetrieb nach der Covid-19-Katastrophe aufnimmt.

Keine freie Sicht auf den roten Teppich: Eine Mauer vor dem Palazzo del Cinema in Venedig soll die Ausbreitung des Virus verhindern. © OutNow

Cate Blanchett als Jury-Präsidentin, Ehrenpreisträgerin Tilda Swinton, Matt Dillon und die Französin Ludivine Sagnier gehören zu den internationalen Stars, die auf dem roten Teppich erwartet werden. Für sie und alle anderen Besucherinnen und Besucher gelten spezielle Regeln. Das von den Organisatoren aufgestellte Sicherheitskonzept reicht von der Maskenpflicht während den Filmvorführungen bis hin zu Corona-Tests für Gäste, die ausserhalb von Europa oder aus den Risikogebieten gemäss der Liste der italienischen Gesundheitsbehörden anreisten.

Ansammlungen von Zaungästen am roten Teppich, die auf dem Lido schon immer etwas breiter war als anderswo, werden mittels einer eigens errichteten Mauer schon im Keim erstickt. Der Sicherheitsabstand auf dem Festivalgelände ist auf einen Meter angesetzt. Dass überall Desinfektionsmittel bereit steht, versteht sich von selbst.

Im Line-Up spielt das italienische Kino die grösste Rolle. Grosse Hollywood-Studios bleiben der Ausgabe 2020 fern. Auch der Streamingdienst Netflix, der in den vergangenen Jahren immer wieder Prestigeprojekte am Lido präsentierte, fehlt.

Es mangelt aber nicht an heisserwarteten Filmen aus aller Welt. Darunter neue Werke des Ungarn Kornel Mundruczo (Pieces of a Woman), der norwegisch-amerikanischen Indie-Filmerin Mona Fastvold (The World to come) oder von Gia Coppola, die ihren Beziehungsfilm Mainstream lanciert. Der heisserwartete Film des Festivals ist Nomadland, der in China geborenen Regisseurin Chloe Zhao, mit Frances McDormand in der Hauptrolle.

OutNow is auch vor Ort und berichtet ausführlich von der diesjährigen Ausgabe.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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